Vulkanwanderung und der lebt auch noch! 🌋

Frühes Frühstück und dann ab durch die Mitte. Der Mount Tarawera ist heute unser Ziel. Er gehört zu einem der bekanntesten, größten und aktivsten Vulkane des Landes. Mit 1.111 Metern ist er sogar der höchste und geologisch der hochexplosivste Vulkan. Oh ha 😲! Der letzte große Ausbruch war am 10. Juni 1886 und ohne, fast ohne jegliche Vorwarnung. Über einen 17 Kilometer langen Eruptionsspalt trat das Verderben urplötzlich zu Tage. Mehrere Māori Dörfer wurden zerstört, mindesten 120 Menschen starben. Auch der weltberühmte Touristenmagnet, die Silica Terrassen am Rotomahana See, pink- und weißfarbene Steinterrassen, wurden zerstört und verschüttet. Bis heute durchziehen dramatische Spalten den Vulkan, die Gegend ist wild. 4 bis 5-stündige Wanderungen entlang des Kraterrandes gehören nun zu den beliebtesten Attraktionen. Genau so eine Wanderung steht heute auf unserem Tagesprogramm. Der Vulkan liegt auf privatem Māori Gelände und ist nur mit entsprechenden Guides zu betreten. Für die Māori hat dieser Vulkan große, religiöse und mythologische Bedeutung. Und da kommt auch schon wieder der Herr Taratara-ā-kae ins Spiel, der mit den spitzen Zähnen. Hier gilt er als Fressgeist. Na das passt doch. Den Holzschnitzern zufolge, hatte er sogar den “Hauswal” seiner Vorfahren gefressen. Hier ist er fest mit dem Vulkan verbunden und verantwortlich für Unheil und Ausbrüche. Angeblich, so wurde es von überlebenden Māori berichtet, wurde vor dem 1886er Ausbruch ein phantomhaftes Kanu gesichtet, das auf dem Lake Tarawera entlangfuhr, als Omen für Tod und Zerstörung. Also doch ein Vorzeichen? Oder bloß Hirngespinste?
Also, wir haben so ein Kanu jetzt nicht gesichtet. 😮‍💨 Stattdessen werden wir von mehreren Guides und 2 Kleinbussen zum Berg gefahren. Und da sehen wir sie auch schon, tiefe Spalten im Gestein. Überhaupt ist die Fahrt ein einziges Geruckel, Geholper und Gewackel über wildes Gelände. Dann sind wir endlich da, am Ausgangspunkt unserer Tour. In einer kleinen Hütte gibt es Schutzstulpen für über die Schuhe. Eine Art Geröllschutz, wenn es durch das staubige Vulkangestein geht. Ich erhasche das letzte Paar und gebe es Klaus. Der hat ja eh schon die Hose voll vor Sorge um sein Knie. Ich werde hingegen am Ende der Tour den halben Vulkan in meinen Schuhen haben… 😝. Dicke Äste als Wanderstöcke liegen auch bereit. Wir bekommen jeder einen. 😉 Wasser ist in unseren Rucksäcken und auch die Gruppe ist schnell abgecheckt. Okay, ein paar langsamere und ältere Knochen sind dabei. Nicht, dass wir plötzlich die langsamsten sind… 🤓. Und los geht‘s!

Also, ohne Anstrengung geht hier gar nichts. Der Weg ist unterschiedlich steil, aber immer geröllig. Der Wind pfeift ordentlich und die Gruppe ist schnell weit auseinandergerissen. Aber die Guides, alles Māori Männer, verteilen sich gut und passen auf uns auf❣️
In mehreren Etappen geht es hoch bis zum Kraterrand.
Das ist er noch nicht, aber eine schöne, farbige Talfurche.
Mensch, da kommen mir Erinnerungen an Peru ins Gedächtnis. Die bunten Berge auf 5.000 Metern Höhe… Dieses Farbspiel kommt zustande durch Mineralien, Auswaschungen, Oxidationen und Ausbrüche.
Gut wird uns der Vulkan nähergebracht. So kamen durch den letzten großen Ausbruch verschiedenste Gesteinsarten ans Tageslicht. Lava, Asche, Bims, jede mit eigener Farbe und Textur.
Das sieht doch wirklich schön aus❣️
Cheese … 😀
Wir sind doch schon ganz schön hoch!
Päuschen
Der aus dem Dunst aufsteigende Berg, ein weiterer Vulkan. 🌋
Achtung! Windige Konditionen!
Jepp, es weht kräftig!
Jeder darf in seinem Tempo kraxeln.
Oben❣️
Na? Das ist doch wohl ein geiler Blick!!! Und alles so schön bunt hier❣️
📸
Was wir eben als Gruppe zu Fuß erklommen, ist dieser Heli mal eben hochgeflogen. Drei illustre Gäste nehmen den easy way for viewing…
🤩
Da hat er sich doch ein Küsschen verdient❣️ Sein Knie hat ihn tapfer bis hier hoch getragen. Wobei, die Probe aufs Exempel kommt ja noch, wenn es gleich steil abwärts geht!
Der Heli steht immer noch da. Bevor wir gleich den Abstieg beginnen, muss ich noch die Moose, Polsterstauden und Flechten in Augenschein nehmen.
Eine kleine Welt für sich❣️
Kuckuck

Ich kann mich wieder einmal kaum sattsehen. Aber, die Zeit drängt, der Abstieg naht.

Auf die Plätze, fertig, los. 💨

Uns allen wurde erklärt und gezeigt, wie wir jetzt am besten die Geröllhänge herunterkommen können. Immer erst die Hacken tief ins Geröll setzen, rechts, links, rechts, links… Es ist ein wenig mit Tiefschneefahren zu vergleichen. Oder mit dem Abwärtsschwingen im Sand der Big Papa Düne in Namibia. Los geht’s!

Es läuft sich erstaunlich gut, und auch Klaus hat keine Knieprobleme bei diesem Stil. Wer sagt’s denn! 🤗 Auch das Wetter tut uns den Gefallen und hält. Erst auf den allerletzten Metern lassen die Wolken ein wenig heraus. Da sind wir aber schon fast wieder an der Hütte, wo die anderen ihre Schutzstulpen zurücklegen und ich, wie versprochen, den halben Vulkan aus meinen Schuhen schütte. 😅 Wieder rumpeln wir in den 2 Minibussen zurück zum Parkplatz, wo unser Auto auf uns wartet und fahren dann zurück zu unserer Unterkunft. Doch zuvor machen wir noch in Rotorua bei “Farmers” einen kleinen Stopp, um zu shoppen. Klaus braucht neue Unterhosen, und Jeff und Janice haben uns dieses Kaufhaus empfohlen. Dort gibt’s gute Ware, zu ordentlichen Preisen. Schauen wir mal. Jepp, das trifft wohl zu. Klaus bekommt seine Unterhosen und ich eine schwarz-weiß kartierte Bluse und eine Pulloverjacke. Jetzt aber hurtig zurück, denn heute gibt es bereits um Punkt 18:00 Uhr das Abendessen. Eine weitere Aktivität wartet noch am Abend auf uns. Und zwar Glühwürmchen-Höhlenerkundung mit Kajak. Doch das Wetter verschlechtert sich deutlich. Der Regen nimmt zu, der Veranstalter sagt ab. Wir sind gar nicht sooo traurig. Denn ehrlich? Wir sind ganz schön geschafft! Vielleicht können wir noch von unserer Opua Marina aus eine andere Glühwürmchenhöhle besuchen?! Gut! Dann gibt’s jetzt doch erst um 18:30 Uhr das Abendessen. 🥘 Diesmal bekommen wir Fisch, auf meinen Wunsch hin mit Barbecue Kartoffeln wie gestern und einen hervorragenden Spargel-Avocado-Orangensalat. Lecker❣️ Zum Nachtisch verputzen wir nun endgültig den Rest vom gedeckten Apfelkuchen mit Sahne und Vanilleeis. Schmatz 😋. Auch die Gespräche zwischen uns werden lebendiger und intensiver. Man gewöhnt sich ja an Vieles! 😉 Zum Abend hin werden die Regengüsse stärker, die Luft kühl. Die Stornierung war absolut sinnvoll. Wir gehen ins Bett, die beiden vor ihren Fernseher. Wir haben keinen, auch keinen Heizkörper, bibber…
In der Nacht gehen Sintfluten über uns hinweg und der Wind nimmt Sturmstärke an. Davon bekomme ICH aber nichts mehr mit, ich schlafe tief und fest wie ein Baby bis morgen früh. 😴

Am nächsten Morgen

Frühstück wie immer um 7:00 Uhr. Wir haben heute wieder ein gutes Stück vor uns, um unser neues Ziel, die Wohnstatt der Hobbits, Hobbitton zu erreichen. Unsere Verabschiedung von Jeff und Janice ist herzlich, dann geht’s ab durch die Mitte. 👋✋👋
Wird mir Hobbiton überhaupt gefallen? Die Filme, wie “Der Herr der Ringe” oder “Die Hobbits” waren eigentlich so gar nicht meins. Da bin ich mal wieder gespannt! Dazu aber mehr beim nächsten Mal auf dieser Welle… Tschau, tschau 👋✋👋

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert