Blue Mountains, Sydney und Mike

In die blauen Berge fahren wir… 🎶
Unser Lehrer ist genauso doof wie wir…

Neiiiin, 😄 aber in die blauen Berge fahren wir tatsächlich, doch ganz ohne Lehrer. Diesmal lassen wir uns ein Stück weit von Chat GPT leiten. Mal schauen, was das wird?

110 Stundenkilometer ist hier die Höchstgeschwindigkeit. Wir haben ein Auto, was unentwegt piept. Es piept bei Geschwindigkeitsübertretung, bei Überfahren der Fahrbahnbegrenzung und wenn eine Geschwindigkeitsveränderung angezeigt wird. Es piept folglich immer… 🙉
Uiiii, was für ein Stinker! Bei jedem Gasgeben kommen zwei schwarze Wolken raus.
Die Autobahn ist regelrecht durch den Felsen geschnitten.

Vollkommen durchgepiept erreichen wir die Blue Mountains, nach über 3 Stunden Fahrt. Heute besuchen wir die Wentworth Falls im sogenannten Valley of the Waters, dem Tal des Wassers. Nichts ahnend, was das physisch für uns noch bedeuten wird…

Wow, ein tolles Tal ist schon mal zu sehen, das Wasser noch nicht.

Ach schau einer an, auch Darwin hat sich hier herumgetrieben. Der war doch wirklich fast überall auf dieser Welt. Und was hat er da im Januar 1836 geschrieben?

Trifft zu, und da ist dann auch plötzlich das Wasser.

Auf diesen überfluteten, in den Fels geschlagenen Sandsteinstufen, sind wir hoch und langsam wieder runter. Das war aber noch keine Herausforderung!

Jetzt marschieren wir einen vor über 100 Jahren in den Fels geschlagenen Weg entlang,…

Im Anzug mit Hut und Rock und Bluse…

um bis zum Fuße dieses Wasserfalls…

zu gelangen.

Noch bin ich relativ gut drauf…
Immer an der Wand lang,…
Da geht es jetzt schon ganz schön steil runter.
Aber was für Blicke!!!
So schöne Gesteinsschichten❣️

Ach sooo, auf Kapitän Murray geht dieser spektakuläre Wanderweg zurück. Wobei Weg ist gut gesagt, es ist eher eine Kletterei. Mit 4 Leuten, der sogenannten “Irischen Brigade”, hat er sich 2 Jahre lang abgemüht, um diesen Pass zu erschaffen. Die größte Herausforderung war es, die Stufen in den Fels zu schlagen. Zuvor hing Murray an exponierter Stelle im Bootsmannsstuhl am Felsen, um einen möglichen Weg überhaupt erst planen zu können. Mutig, mutig, Herr Kapitän!!! So, wir sind mittlerweile unten angekommen, mit dem flauen Gefühl im Magen, diese super steilen und hohen Stufen auch wieder zurück zu müssen. Doch der Anblick des Wasserfalls von unten lohnt sich auf jeden Fall! 💯❗️

Immer näher klettern wir heran, bis wir die Tropfen spüren.
Jetzt geht’s langsam wieder zurück, und oh Gott, den steilen Abstieg wieder hoch.

Wenn das bloß so einfach wäre, wie ich es später hier zu “Papier” bringe. Ganz ehrlich, ich schaffe es fast nicht. Meine Beine sind schwer wie Beton, ich keuche auf dem letzten Loch und doch schaffe ich es bis oben. Halleluja! Aber mehr tot als lebendig! 🥵 Meine Güte, das war jetzt was! Ob die vor 100 Jahren in Absatzschuhen und Gehrock, Hut und Zylinder das auch gemacht haben??? 🤔 Ich glaube ja…..

Tags drauf

Nach den Anstrengungen von gestern, geht es heute in der Scenic World, im Blue Mountain National Park, entspannter zu. Verschiedene Gondeln und eine ganz besondere Seilbahn nehmen uns alle möglichen Klettereien ab. Nur das spätere Durchwühlen durch viele, viele Asiaten wird die Herausforderung des heutigen Tages sein.

Ein bisschen Flora, bevor es dann in die erste Gondel geht.
Beim Blick hinaus sticht dieser außergewöhnliche Felsen ins Auge. Früher durfte er noch beklettert werden, heute ist es zu gefährlich und verboten. Erosion spielt wohl dabei eine entscheidende Rolle.

Dann wollen wir mal den Blick über den “Grand Canyon” Australiens genießen.

Nicht übel❣️
Ich schweife langsam von rechts nach links.
Endlose Eukalyptuswälder überziehen heute den Canyon.
Was soll das denn jetzt? Alle möglichen Kästen und Schilder sind mit Aufklebern zugekleistert. Und nicht nur der aus Baden-Württemberg stammt aus Deutschland… 😄

Jetzt wieder zurück zum riesigen Eukalyptuswald, der der eigentliche Grund für die Namensgebung “Blue Mountains” ist. Die ätherischen Ausdünstungen dieser Bäume erzeugen nämlich einen bläulichen Dunst, und dieser Dunst erweckt dann den Eindruck blauer Berge. Das aber insbesondere bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Also jetzt nicht wirklich. Schade! Na, dann schauen wir doch mal nach den drei Schwestern, eine Bergformation aus drei nebeneinander stehender Steinsäulen.

Ah ha, The Three Sisters!

Alles und jeder spricht hier von fast nichts anderem. Aber von hier aus ist weder der Blickwinkel, noch die Sonneneinstrahlung perfekt! 🤨

Mit dieser Gondel geht es später wieder hoch. Ja, wirklich! Mit der ersten sind wir tatsächlich nur runtergegondelt.

Und was machen wir jetzt da unten? Wir laufen jetzt zum Nervenkitzel unseres Lebens. Echt jetzt?

Na, vielleicht früher einmal, so vor 80 Jahren. Ganz früher, ab 1882 bis 1945 war das hier ein riesengroßes Kohlebergbaugebiet. Und um das abgebaute schwarze Gold nach oben befördern zu können, brauchte es eine Seilbahn.

Eine sehr, sehr steile Seilbahn, 40 Grad Steigung über 200 Meter. Nach der Beendigung des Kohleabbaus nahm sich dieser Herr der Sache an.

Harry Hammon, ein Transportunternehmer der damaligen Zeit und seine Schwester, entwickelten aus der Kohletransportbahn eine Touristenattraktion. Und so sah das dann damals aus:

Marlene und Frieder, bei euch auch noch??? 😆
Der “Bergteufel” machte damals die Leute glücklich.

Und jetzt schmeißen WIR uns in die steilste Seilbahn der Welt, die heute allerdings etwas anders ausschaut.

Also, wir sind gut und heile ganz unten angekommen. Auch, wenn ich mich beim Filmen mit dem Knie gut abstützen musste, um nicht nach vorne wegzukippen. 😆 So, und nun geht es nicht mehr weiter hinunter, und wir schauen uns in Ruhe an, wie man hier vor Jahrhunderten die Kohle abbaute und wie heute der nächste Wagon angefahren kommt…

… quietsch.
Da ging es einst hinein, in den alten Stollen.
Kleine Pferde und kleine Jungs spielten damals wichtige Rollen. Beide waren zierlich genug, um durch die engen Stollen hindurch zu kommen.
Da haben sie noch ein bisschen Kohle für uns übrig gelassen. ⚒️

Nachdem hier viele Bäume für die Kohle abgeholzt wurden und der Kohlebergbau beendet war, machte sich der Eukalyptus breit. Wir wandern jetzt durch den am Fuße der Seilbahn liegenden Wald, der schön mit Wegen angelegt ist und noch dazu nett für Kinder gestaltet wurde.

Ja, ja, ich komme schon!
Das mit den Fliegenpilzen gefällt mir.

Die Kinder können jetzt auf ihrer Augenhöhe nach verschiedenen Tieren und dem Grüffelo suchen…

Ich schaue lieber nach besonders großen Eukalyptusbäumen.
Eigentlich sind die Eukalyptusbäume alle ganz schön hochgewachsen und irgendwie etwas nackiglich um die Rinde herum. Auch ihr Blattwerk sieht so gar nicht eukalyptisch aus, so wie ich es kenne… 🤔
Also, seit dem Ende des Bergbaus, 1895, konnten die Bäume hier ungestört wachsen. So sind die meisten Bäume bis 2006 111 Jahre alt. Plus 20 Jahre bis 2026, macht zusammen 131 Jahre.
Meine geliebten Baumfarne sind auch wieder mit dabei. 😁
Ein bisschen Gestein schaut auch noch durch die Farnwedel hindurch.
Die höchsten sind wieder die Eukalyptusbäume.

Komisch finde ich neben der sich abribbelnden Rinde auch das Blattwerk. Es sieht so ganz anders aus. Die Blättchen sind länglich statt rund… 🧐

Oben das Blatt des australischen Eukalyptus, unten das Blatt, wie ich es von zu Hause her kenne.
Das ist definitiv kein Eukalyptus. Doch trotz der totalen Spaltung erfreut sich dieser Baum guter Gesundheit. Toll!
Plötzlich ist der Wald voller Schmetterlinge. Wieder eine schöne Installation für die Kleinen.
Dann gibt’s noch diese Hütte, die zeigen soll, wie die Bergleute damals gelebt haben.
Heute eine Unterkunft für Fliegenpilze. 🍄

Es wird Zeit hier wegzukommen! Über den Tag ist es voll und voller geworden. Asiaten, wohin ich auch schaue. Also ab zur Gondel und hoch zum Eingang, sprich Ausgang.

Da schau her, es ist ne Doppelmayr-Gondel. Schweizer Wertarbeit. 👍

Schon das Anstehen zur Hochfahrt nervt mich. Asiaten kommen meist als Gruppe daher und kennen beim Anstehen kein Pardon. Da muss ich schon mal um mich beißen. Da kenne ich wiederum keine Gnade. 😡.
So, das wäre geschafft. Chat GPT sagt aber noch, dass wir zum Sonnenuntergang unbedingt zu einem bestimmten Ausguck gehen sollen. Chat gibt uns genau die Zeit vor, wo wir uns hinstellen sollen, nicht in die Mitte sondern links an den Rand des Plateaus, und dass die Kamera leicht nach unten gerichtet werden sollte, um optimale Bilder zu erhalten. Poah, was ist das denn??? Das ist ja der Hammer!!! Detaillierte Infos zu entlegensten Stellen auf dieser Erde und das auch noch in Sekundenschnelle… Ich bin sprachlos ! Wir werden es genauso machen, aber erstmal geht’s in den Ort etwas schnabulieren. Ach nee, zu allererst fahren wir noch um die Ecke, zu einem Ausguck auf die “Drei Schwestern”. Wobei Klaus lapidar feststellt, ihm würden seine zwei Schwestern eigentlich ausreichen. 🤭

Jau, das ist aber hier der richtige Blick auf die Sisters!
Und je weiter ich in die Ferne schaue, desto mehr erscheint mir der Eukalyptuswald bläulich.

Also, dieser Tipp stammt natürlich auch wieder von Chat GPT. Gut gemacht 👍. Jetzt geht’s zum Essen. Wir entscheiden uns spontan und ganz ohne Chat GPT für den Koreaner. Koreanisch haben wir bisher noch nie gegessen. Also rein da!

Wir entscheiden uns für koreanisches Barbecue.

Auf glühenden Kohlen wird selbstständig gebrutzelt, der Dunstabzug hängt praktisch direkt darüber. Eine Erkenntnis ist, das Fleisch, wenn auch an Menge nur wenig, ist der Oberhammer!!!! Super zart und extrem geschmackvoll, obwohl nur etwas gesalzen. Toll!!! Das hat sich voll gelohnt. Jetzt laufen wir noch die Geschäftsstraße von Katoomba runter und wieder rauf, in dieser niedlichen Ortschaft der Blue Mountains.

Hier sieht es doch auch wieder irgendwie nach Westernstadt aus. 🤔
Es gibt goldige Lädchen, nette Restaurants, farbenfrohe Blumenbeete und ne Straße weiter, hübsche, verträumte Häuser.
Im kleinen, aber feinen Supermarkt ist bereits die Osterzeit eingeläutet und zwar mit Schokohasen von Lindt❣️ Wie könnte es auch anders sein?!

Wir sind zwar noch etwas früh dran, aber es geht jetzt weiter zum Sonnenuntergangs-Hot-Spot.

Jepp, ursprünglicher und natürlicher soll dieser Ort sein. Passt 👍! Und weniger überlaufen, passt auch 👍.
Bis jetzt hockt da nur einer, Klaus Müller. 😁
Das sieht doch schon mal klasse aus, auch bei noch voller Sonne.
Und ganz ohne Scheiß, da hinten sieht’s blau aus.
Die Sonne wandert langsam runter,…
die Schatten werden länger…
und die Schwestern verabschieden sich ins abendliche Gegenlicht.
Langsam wird’s was. Die goldene Stunde beginnt.
Die Felsen färben sich in glühendes Orange, im Vordergrund staunt der dichte Eukalyptuswald.

Das ein oder andere Pärchen findet sich nun ein und eine größere asiatische Gruppe. Die bleibt aber zum Glück fast komplett im Hintergrund sitzen.

Niemand macht mir meinen Platz ganz links auf dem Plateau streitig. Haben die etwa nicht Chat um Rat gefragt? 😎

Nur 2 Schlitzaugen-Girls gesellen sich neben meine Kartoffelaugen-Wenigkeit und strecken mir ihren kleinen Plüschkoala vor die Linse.

Die Linsen-Koala-Kollision war aus Versehen, und gemeinsam lachen wir uns schlapp. 😂

Gleichzeitig ist es laut geworden. Die ortsansässigen Grillen 🦗übernehmen und geben jetzt den Ton an.

Die Sonne geht unter…
👋
Dann ist die liebe Sonne futsch.
Blau übernimmt,…
orange verklingt.

Das war’s, bis auf die Grillen. Die geben jetzt richtig Gas und legen noch ein paar Dezibel mehr auf.

Da werden sogar die Asiaten übertönt. Ich kann die Grillen bloß nicht entdecken, nur die Lautstärke variiert je nach Nähe. Sooo laute Dinger sind mir aber noch nie zuvor untergekommen. Wahnsinn! Jetzt geht’s zurück zum Hotel und ab ins Bettchen.

Sydney

Nach dem Frühstück verlassen wir die Blauen Berge und fahren nach Sydney. Große Tunnel ermöglichen eine problemlose Einfahrt in die Stadt und zu unserem zweiten Hotel. Keine Staus, keine Baustellen blockieren oder behindern das Erreichen dieser 6 Millionenstadt. Bemerkenswert!

Guck mal, dort ist ein Imax Kino drinnen.
In der Stadt ist’s grün…
und Schulklassen haben Wandertag. Ich liebe es, wenn sie alle ihre Schuluniform tragen. Auch die Lehrerschaft!
Dieses ehrwürdige Gebäude ist eine weiterführende Schule. Nicht übel, Herr Dübel! 👍
Schnörkellose Hochhäuser…
und neugotische St. Mary’s Kathedrale.

Gleich erreichen wir unser Hotel, dann geht’s sofort und augenblicklich per Pedes weiter und wieder zurück zur Kathedrale.

Vor dem Portal verzaubert uns ein Blumenmeer.
Und über allem ein herrlicher, blau-weißer Himmel.
Innen drinnen startet gleich ein Gottesdienst. Da kratzen wir mal ganz schnell die Kurve. 😉

Wieder draußen, begegnen uns überall dort, wo es grün ist oder Wasser sprudelt diese ulkig Gefiederten. Sind die nun hübsch oder hässlich???

Und was sind das für Gesellen? Molukkenibisse!

Was ist nun das für ein Nacktarsch? Kann das weg! Nein, das ist Kunst!

Jetzt erst mal nen ordentlichen Schluck aus dem Spender. Dann drückt Klaus falsch und spritzt sich voll in die Visage. 😆
Hinein geht’s in den 1873 gegründeten Botanischen Garten.
Und zwar am Gate Woolloomooloo. Wer kann dieses Wort mit acht o’s toppen??? 😆

Wir laufen aber nur kurz durch, um an unser eigentliches Ziel, das berühmte Opernhaus, zu gelangen.

Na? Wo isses denn nun?? 👀

Täräää……. 🥳……. 🤩……. 🎉……. 🥁……

The Opera!

Und die Harbour Bridge gleich hinten dran! 👏
Obwohl ich eigentlich noch ausführlich von Oper und Brücke und Stadtbild und Mike berichten wollte, gibt’s nun erst einmal ein Break. Fortsetzung folgt…..👋

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