Wer kennt sie nicht, die Kassenschlager “Hobbits” und “Der Herr der Ringe”? Wobei, ich will ehrlich sein, die Hobbits haben Klaus und ich gar nicht gesehen, uns hatte die Trilogie “Der Herr der Ringe” schon gelangt. 🫣 So, und jetzt gibt’s das ganze, große dazugehörige Filmgelände. Eine junge Stuttgarterin (Work and Travel) führt uns durch diese Filmkulisse und unterhält uns köstlich. Ich glaube, sie hätte nicht wenig Lust, selber eine Rolle in solch einem Film zu übernehmen.

Wie kam es eigentlich genau zu diesem Filmgelände in Matamata? Eine glückliche Fügung war’s! 1998 suchte Peter Jackson, ein neuseeländischer Regisseur, Produzent, Autor und Schauspieler nach einem passenden Gelände für das Auenland “Der Herr der Ringe”. Ein Scout entdeckte die Alexander Station, eine sehr große Schaffarm, ganz zufällig während eines Fluges. Dieses riesige, abgelegene Gelände, mit sanften, grünen Hügeln und altem Baumbestand erschien ihm perfekt. Das sollte es sein, und das wurde es dann auch. Die Familie Alexander war einverstanden, und so entstanden neben dem Farmbetrieb, den es übrigens bis heute weiterhin gibt, 39 Hobbit-Höhlen. Aus vergänglichen Materialien gebaut, sollte die entstandene Filmkulisse nach Abschluss der Dreharbeiten wieder abgerissen werden. Das wurde sie dann auch. Durch den enormen Welterfolg der Trilogie und der permanenten Nachfrage wurde für die neue Hobbit-Trilogie wieder ein Teil des Alexander Geländes bebaut. Nun aber für einen dauerhaften Bestand mit langlebigen Materialien, was auch eine der Bedingungen der Familie Alexander war. Die waren ja nicht blöd und konnten sich munter vorstellen, wie Menschen aus aller Welt zu diesem Drehort pilgern würden. Da rollt der Rubel, aber hallo! Sie hatten ja so dermaßen Recht! Heute ist das Auenland ein vielbesuchter Ort, nein, mehr noch, es hat regelrecht Kultstatus erlangt❣️Dann lass mal blicken!





Da mit zu dekorieren, das hätte mir schon gefallen. Die Detailgenauigkeit ist sehr beeindruckend! Und die Landschaft ist wirklich ein Augenschmaus, die angelegten Stauden- und Blumenbeete ein Traum❣️










Auch ein weiterer Baum wurde gebastelt, mühevoll, langwierig, kostspielig… Ein großer Pflaumenbaum sollte es sein. Bis hin zu den reifen Früchten, alles perfekt und täuschend echt. Und dann kommt dieser wunderschöne, aufwändige Baum nicht in einer einzigen Szene des Films vor… 🥴. Wie enttäuschend!
So, jetzt wird unsere Gruppe geteilt. Wir stehen vor 2 „Doppelhaushälften“, warten bis die Gruppe vor uns rauskommt…

und besichtigen nun das Zuhause der Hobbits von innen.

Eine Teilgruppe geht durch die grüne Tür, die andere durch die rote. Beide Behausungen sind identisch, bloß spiegelverkehrt.






Die Detailverliebtheit ist unglaublich. Um auf alle dekorativen Einzelheiten zu schauen, bräuchte es Stunden. Aber diese Zeit haben wir nicht, die nächsten Gruppen drücken. Also zuckeln wir weiter.





Aber, wir sind schon die ganze Zeit mit einem sehr netten, Nürnberger Pärchen unterwegs und haben unseren Spaß.
Das Mittagessen ist okay, aber eben streng durchgetaktet. Unsere Guide muss auch hier mit anpacken und Geschirr abräumen. Nach dem Lunch ist‘s over. Wir verabschieden uns und können zur Busstation laufen, um wieder zum Parkplatz zurückgebracht zu werden. Wirklich schön ist die Landschaft dieser riesigen Farm, und dass hier und da tatsächlich ein paar knuddelige Lämmer um die Ecke schauen, ist niedlich.

Fazit: Für Hobbit Fans ist’s schon toll. Mir hat insbesondere die Landschaft gefallen und die liebevolle Gestaltung der Filmkulisse. Das durchorganisierte Business war mir hingegen zu viel. Zu durchgetaktet, zu groß aufgezogen, wenn ich mir nur schon die großen Busse anschaue, die im Minutentakt die Besucher herankarren. Nee, für mich hätte dieser Besuch nicht unbedingt sein müssen. Aber so können wir wenigstens mitreden, und vielleicht, ganz vielleicht schauen wir uns doch mal die Trilogie der Hobbits an. Aber nur, wenn wir mal überhaupt nicht mehr wissen sollten, was wir tun können… 😉.
Wieder am Auto geht’s nun nach Auckland, der 1,7 Millionen Metropole. Ein Drittel der Gesamtbevölkerung von 5,2 Millionen lebt im Großraum Auckland. Wahnsinn!







Dennoch lassen wir uns, mal wieder erschöpft, ins Bettchen sinken. Aber nur kurz! Denn wollen wir noch etwas von der Millionenmetropole sehen, dann jetzt! Morgen wird wieder gepaddelt… 🛶.
Also hochgerappelt, Schuhe an und los…


Uns zieht es zuerst einmal wieder zum Hafen und zum Wasser.



Wir nehmen den Aufzug….


Und jetzt geht’s wieder runter ⬇️ …
Wir sind nicht unten aufgeschlagen, sondern sanft abgebremst worden. 😊Auckland ist schön, smart und aufgeräumt. Allerdings gibt’s nen deutlichen Überhang an Indern und Chinesen. Letztere sind wirklich überall auf der Welt und immer in großen Gruppen unterwegs. Was heißt unterwegs, sie leben einfach überall, haben bestimmte Business Sparten fest in ihrer Hand und werden kontinuierlich mehr… Der Trubel hier geht mir tatsächlich ein bisschen auf die Nerven. Dabei ist es gar nicht mal besonders voll oder hektisch. Komisch! Ich glaube, ich habe mich immer mehr an Wasser, Wald und Natur gewöhnt. Da fühle ich mich doch irgendwie zufrieden und wohler. Interessante Feststellung! 🤔 Zurück im Hotel dauert es nur ganz wenige Minuten, da liegen wir auch schon wieder im Bett. Müde sind wir geh’n zur Ruh‘, machen (jeweils) beide Äuglein zu. 😴😴
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