Bevor wir heute wieder nach Newcastle zurückfahren, besuchen wir, wie empfohlen, den Sydneyer Zoo.

Zu allererst besuchen wir selbstverständlich die heimische Tierwelt und bekommen Wallabys und Big Foot Kängurus zu sehen.



Die “Großfüße” sind durchweg alle müde und liegen und pennen überall herum.


Aber was sollen sie auch groß machen? Die Gehege sind sehr übersichtlich.





Nein, das ist der Große Emu! Die größte Vogelart Australiens. Und hinter dem afrikanischen Strauß, der zweitgrößte Vogel der Welt. Aber verwandt sind diese beiden flugunfähigen Vögel nicht. Erstaunlich!! Der Emu ist, wie der Strauß, ein guter und schneller Sprinter und Dauerläufer. Das sieht man schon an den überaus muskulösen Beinen. Aber hier? Auch sein Gehege gibt nicht viel her. 😏

Der Kleene braucht hingegen nicht so viel Platz, läuft aber dennoch immer an der Wand auf und ab. Und was ist das? Das ist ein Short-beaked Echidna.

What??? Ein kurz gebackenes Irgendwas? Nein! Englisch müsste man können! Es ist ein kurzschnabeliges Kloakentier (beaked = geschnabelt). 😳 Auf deutsch ist es der Kurzschnabeligel, und der lebt in Australien. Der Langschnabeligel …

hingegen lebt in Neuguinea und nicht in Australien. Also finden wir den auch nicht hier im Zoo. Aha.✅

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Australien hat schon ne Menge außergewöhnliche Tiere! Was kommt jetzt?

Na klar! Der Koala 🐨. Mensch, der pennt ja auch nur rum.







Jetzt gibt’s die Dingos, früh verwilderte Haushunde, vermutlich aus Südostasien. Seit 4.000 bis 6.000 Jahren leben sie in Australien und seit kürzerem auch hier im Zoo.




Ach nee, der Tasmanische Teufel reißt auch sein Maul auf. Was hat der doch für schöne Beißerchen?!

Der Beutelteufel ist der größte Vertreter der Raubbeutler. Auf dem australischen Festland schon lange ausgestorben, findet man ihn noch auf Tasmanien. Dort hat man sich seiner angenommen, züchtet ihn nach, wildert ihn aus und impft ihn gegen eine üble, ansteckende Krebserkrankung. Wie es aussieht, erfolgreich. Warum heißt er eigentlich Teufel? 👿 „Schuld“ ist sein schwarzes Fell, seine bei Aufregung leuchtend roten Ohren, sein bei Erregung fürchterlicher Körpergeruch, der dem eines Stinktiers in nichts nachsteht, sein knochenzermalmendes Gebiss, mit dem er seine Beutetiere mit Haut und Haaren verschlingt und sein ohrenbetäubendes, aggressives, kreissägenähnliches Geschrei. Okay, alles klar.


Wir sind gerade im Begriff weiterzugehen, da wird ein Wallaby-Schenkel ins Gehege geworfen. Ups, Raubtierfütterung! Ich hatte vorhin schon entdeckt, dass ums Eck ein Fensterchen in die Höhle des Teufels Einblick erlaubt. Und wie erwartet, flitzt der Teufel samt Keule genau dort hinein. Ich auch, also ans Fenster, und so stehe ich optimal, um Fotos zu schießen. Da gucken die vielen Asiaten aber dumm aus der Wäsche und müssen diesmal warten, bis ich gehe und sie an der Reihe sind. Hi, hi, hi…




Die Kinder hinter mir drängeln schon. Okay, ich habe meine Bilder im Kasten und mache Platz. Nun geht’s zu den Quokkas, den immerzu am freundlichsten grinsenden Beutlern der Welt.

Das Kurzschwanz-Känguru. Ist es vielleicht das glücklichste Tier dieser Erde? So lässt es sein Gesichtsausdruck uns jedenfalls glauben.


Und was hat das jetzt auf sich mit diesem lachenden Gesicht? Eigentlich nichts. Das ist halt so bei denen, das ist ihre Anatomie. Und die ist auch in allen möglichen Lebenslagen konstant, sagt also nichts über ihr Befinden aus. Viele von ihnen leben frei auf Rottnest Island, nahe Perth. Und was heißt Rottnest? Rattennest! Jepp, im 17. Jahrhundert ging man noch davon aus, dass Quokkas fette Ratten wären. Aber nein, sie sind auch mit den Kängurus verwandt. So, weiter geht’s…


Alles klar, es ist ein Penner! Oder? Nee! Wenn ich mir das Foto großziehe kann ich ein kleines Krallenbeinchen erkennen. Mensch, da steckt ein Baby im Beutel?! Jau, der Wombat, so heißt dieses Tierchen, ist ebenfalls ein Beuteltier, aber mit einem nach hinten unten geöffneten Beutel. Es schläft durchschnittlich 16 von 24 Stunden und beschäftigt sich die verbleibenden Stunden ab Dämmerung mit Grasen. Es sieht schwerfällig aus und faul. Es kann aber, wenn nötig, mit bis zu 40 Stundenkilometern durch die Gegend flitzen. Das sollten wir mal versuchen… 😝.

Viele verschiedene Vögel bewohnen ebenfalls diesen Zoo. Aber der da oben sitzt definitiv falsch. Das ist doch kein Königsfischer! Das ist eine Fruchttaube!




Fertig? Neiiin……

Be my Honey Bee, das passt! Ist das doch der Bienenfresser❗️
Nun komme ich aber nicht umhin, auch die Spinnenwelt Australiens zu betrachten. 🕷️

Und jetzt kommt die giftigste Spinne der Welt, die Trichternetzspinne. Seit den 1980er Jahren kam aber kein Mensch mehr ihretwegen zu Tode. Ein Gegengift wurde entwickelt. Sie lebt im Wald und der näheren Umgebung von Sydney. Dort spinnt sie ihr trichterförmiges Netz in Erdlöchern, sitzt darinnen und wartet auf Beute. Tagsüber versteckt sie sich auch gerne unter Steinen, Blätterhaufen oder in vor der Tür stehenden Schuhen. 😬
Genug davon, wir besuchen nun das Gorillagehege und wundern uns wegen der hohen Besucherdichte, denn Gorillas sind keine zu sehen. Obst- und Gemüsekörbchen sind aber schon verteilt. Plötzlich preschen sie aus ihren Innenräumen heraus und stürzen sich auf das Gemüse. Ahhh‘s und Ohhh’s entfleuchen uns Besuchern. Die Gorillas sausen durchs Gehege, alles Männchen, 4 an der Zahl. Aber einer ist der Herrscher, der Silberrücken, der Älteste, der Größte!


Jeder der Vier hat ein eigenes Körbchen, dennoch rennen die drei Jüngeren einer Kokosnuss hinterher. Das heißt dem, der sie gerade hat, hinterher. Das nutzt der Silberrücken ganz gechillt aus, um sich die süßen Möhrchen aus allen Körbchen zu stibitzen. Sooo lustig❣️Irgendwann wird’s ruhiger und jeder befasst sich mit seinem Gemüse oder der Kokosnuss.











Das mit den Gorillas hat jetzt echt viel Spaß gemacht.
Eigentlich wäre es Zeit zu gehen. Aber, wir müssen ja noch das Foto machen…
🦒,🦓, Oper und Harbour Bridge. Und auf dem Weg zu besagtem Gehege gibts noch folgendes Getier:





Wow, und dann besteigen wir nen Flieger nach Sumatra. ✈️





Da liegt schon einer. Auf einem Jeepdach, ganz dicht, hinter einer Glasscheibe und ausgestopft. Dessen sind Klaus und ich uns todsicher! Ein anderer Safariteilnehmer meint, Quatsch, der lebt! Nein, doch, nein, doch…. Er lebt tatsächlich, jetzt erst sehe ich, wie sich die Lende leicht hebt und senkt. Mensch noch mal, am Kopf hat sich nicht ein Haar gekrümmt. Und die vielen Gaffer stören ihn nicht die Bohne. Ach ja, hier schläft ja sowieso fast jedes Tier. 😴 Im nächsten Gehege schläft noch so eine riesige Katze.


Na, wir lassen sie mal alle schlafen. Ist das hier etwa der Schlafzoo? Ich habe so langsam den Eindruck. Wir fliegen weiter, mal eben nach Peru und schauen einem Andenkondor ins blutrote Auge.


Die haben wir damals in Peru in Freiheit fliegen sehen. Über einer tiefen, schmalen Schlucht nutzten sie die dortigen Aufwinde, bei steigender Sonne, um sich in luftige Höhen emporzuschrauben.
Es geht wieder zurück nach Sydney und zur nächsten Raubtierfütterung.

Und dann ist es endlich soweit. Wir erreichen das ganz oben gelegene Gehege der Giraffen und Zebras.




Geschafft! 🥳 Auftrag erfüllt ❣️ Das war doch jetzt ne feine Sache. Nun schmeißen wir uns wieder in unseren piependen Leihwagen und piepen zurück nach Newcastle, zurück zu Yuti. 👋 ✋👋
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