18.11.25, 10 Tage vor Abflug
Die, die Yuti’s Loch zumachen sollen, kommen und schauen, was zu tun ist. Die Abschleifer für‘s alte Antifouling sind da. Der Kühlschrank-Mann auch und die Motoren-Leute ebenfalls. Überall will Klaus eigentlich zuschauen und aufpassen, pahhh… Da muss er sich wohl vervielfachen, grins. Und schon passiert‘s, die Yanmar-Motor-Männer haben alle Schrauben des ersten Propellers rundgedreht. Klaus springt schon im Viereck!!! Aber, er ist ja im Besitz von gutem, deutschen Werkzeug und bekommt damit die verhunzten Schrauben auf. Puhhh 😮💨.
Im Laufe des Vormittags werden die Saildrive-Ölwechselarbeiten abgeschlossen. ✔️ Das Loch und andere Gelcoatmacken werden bearbeitet. ✔️

Das Unterwasserschiff ist abgeschliffen.✔️

Die Ruder sind teilweise abgeschliffen. ✔️ Hinter dem Antifouling hat sich Wasser gesammelt, auch wieder ein Produktionfehler, aber ein sehr häufiger. Manche Ruder sind komplett mit Wasser vollgelaufen und müssen regelrecht aufgebohrt werden, um das Wasser ablaufen zu lassen. So schlimm ist es bei uns ja nicht. Bei den Propellern müssen noch Dichtungsgummis erneuert werden. Wird gemacht. ✔️ Das neue Saildriveöl wird eingefüllt ✔️ und die verhassten Drehventile erneuert. Jetzt aber mit Kugelhähnen. ✔️ Der Monteur, ein etwas grober, dicker, junger Mann, hat sichtbar Probleme sich in den Motorraum zu quetschen und verbiegt dabei auf meiner Seite den Schaltzug. Oh, oh, oh, hoffentlich können wir jetzt noch vernünftig schalten. 🙏 Für einen halben Tag ist das aber schon ne Menge Holz. Dann ist jedoch Schluss, denn es fängt ohne Unterlass kräftig und ergiebig an zu regnen.
Was fehlt noch? Der neue Antifoulinganstrich, der Abschliff der Propeller und der Saildrives, sowie deren Neuanstrich. Das abschließende Behandeln der Gelcoatarbeiten mit Primer und die Politur des Bootes. Für all diese Arbeiten ist aber trockenes Wetter Voraussetzung. Also heute geht da nichts mehr, Ende und aus.
19.11.25, 9 Tage vor Abflug
Heute passiert ja gar nichts… 🤔.
Es sieht nach Regen aus, es riecht nach Regen, aber es kommt kein Regen. Kein Regen, keine Leute… Später kommt dann doch noch Regen und um 16:00 Uhr kommt Chad vorbei und macht die Planung für morgen. Also, die Ruder müssen komplett abgeschliffen werden, ein nur teilweiser Abschliff geht nicht. Aha. Dann soll das Boot abgewaschen und der untere Bereich des Gelcoats poliert werden. Der obere Teil wird dann erst gemacht, wenn Yuti wieder im Wasser ist. Gut. Dafür müssen wir auch nicht dabei sein. Der Neuanstrich des Antifoulings soll dann erst nächste Woche gemacht werden. Also erst Politur, dann Antifouling. Und Mitte nächster Woche käme Yuti wieder zurück ins Wasser. Ja, dann hoffen wir mal. Heute kam ja nun niemand… Nee, da kommt ja doch noch einer. Der Dicke vom Motorservice steht plötzlich da und will den Dinghymotor zur Inspektion abholen. Prima.
Eigentlich ist es ja ganz angenehm, dass wir diesmal die Arbeiten nicht selber machen müssen, so wie das letzte Mal in Panama. Aber auf die Leute zu warten, sie zu suchen oder zu erinnern zu kommen, ist fast noch anstrengender. Und dann diktiert auch noch das Wetter den Takt. Wir, so haben wir es auch in Panama gemacht, würden bei jeder Gelegenheit runterspringen und weiterarbeiten. Das machen die Leute hier natürlich nicht. Und so sitzen wir eigentlich den gesamten Tag wie auf heißen Kohlen.
20.11.25, 8 Tage vor Abflug
Es ist 8:30 Uhr, eigentlich Arbeitsbeginn, die Sonne lacht, aber niemand kommt. Ich mache mich jetzt erstmal mit 2 fetten Säcken Schmutzwäsche auf zum Waschsalon. Für die nächsten 2 Stunden bin ich zumindest mal beschäftigt. Während der Trockner trocknet…

genehmige ich mir im neu eröffneten Café, zwei Räumlichkeiten weiter, einen frisch gepressten Saft.


Es ist nett in Flo‘s Café, wobei das blutjunge Personal noch sichtlich unsicher und überfordert ist. Bestimmt sind sie alle Work und Traveller.
Als ich schließlich mit meinen 2 Säcken duftender und zusammengelegter Wäsche zurück am Boot bin, ist der Gelcoat-Mann dabei die Ruder vollständig abzuschleifen. Klaus hat ihn gesucht, gefunden und zum Boot geschleift. 🫣 Eigentlich wäre das der Job der Abschleifer von der Werft gewesen. Die waren aber nirgends zu finden. Entsprechend schlecht gelaunt sitzt jetzt der Gelcoat-Mann dort auf seinem Hocker und schleift. Dann kommen aber doch noch zwei von der Werft, um das Boot abzuwaschen, in Vorbereitung für die Politur. Kaum 10 Minuten nehmen sie sich Zeit dafür, dann sind sie auch schon wieder weg. Zwischen Frühstückspause, Mittagspause und Arbeitsschluss um 16:00 Uhr, bleibt nicht sooo viel Zeit zum Arbeiten. Ehrlich, das war jetzt ein Witz mit dem Abwaschen! Was das gebracht haben soll, bleibt uns schleierhaft! Von Yanmar kommt aber noch der Winschenspezialist. Er soll sich unsere Ankerwinsch anschauen und durchchecken. Die Sonne brezelt vom Himmel, Klaus hält ihm den „Sonnenschirm“.

Er meint, die sähe noch so gut aus, da wolle er gar nicht viel machen. Er säubert bloß die Kettenwinsch und möchte ein paar krumme Schrauben erneuern. Die hat er aber jetzt nicht zur Hand und will morgen wiederkommen. Na gut. Gleich ist Feierabend, 16:00 Uhr, und Chad kommt nochmal vorbei. Jetzt soll doch morgen schon das Antifouling aufgetragen werden. Hä?? Ich dachte erst die Politur? Nö, jetzt soll es doch andersherum geschehen. Sowas aber auch, was soll man dazu sagen? Dann halt erst das Antifouling… 😏.
Wir fahren jetzt zum Opua Kauri Trail. Da wir unseren Mietwagen noch haben, der Vertrag wurde noch bis zu unserem Abflug verlängert, sind wir mobil und unabhängig. Und so schwingen wir uns nun ins Auto und fahren bequem zum ausgeschilderten Trail. Das heißt, sooo bequem geht es dann doch nicht. Die Straße wird schnell zum Schotterweg und der wird immer schmaler und kurviger. Der Witz ist, die Geschwindigkeitsschilder stehen auf 💯! Also das geht wirklich gar nicht! Zum Glück ist niemand hinter uns und drängelt.



Und dann kommen auch schon die ersten Kauris. 🤩





Aber auch auf dem Boden gibt es Schönes.




Viele Bäume sind besiedelt von sogenannten Aufsitzerpflanzen, die sich gerne durch das Baumwachstum nach oben tragen lassen.









Der Weg ist dramaturgisch hervorragend angelegt. Je weiter wir in den Wald hineinkommen, desto größer werden die Kauri Bäume. Am Ende des Weges steht der angeblich zweitgrößte Kauri des Landes 😃 und eine Bank. 😄
Der Stamm führt noch etliche Meter weiter nach unten, ist für uns aber nicht einsehbar, da wir kontinuierlich leicht hochgewandert sind. Die tatsächliche Größe dieses Baumes liegt in unserer Fantasie.


Wenn ein Wald Gesundheit und Glück vergibt, dann mit Sicherheit dieser wunderbare Kauri Wald. Atmen und Staunen, mehr braucht es nicht zum glücklich sein❣️
Waldimpressionen:










Ein schöner Ausflug war das❣️ Entspannt und zufrieden kehren wir auf unser Boot zurück, krabbeln hoch und…? Und gehen schlafen. Gute Nacht und träum was Schönes. 😘 Und du sei morgen wieder vergnügt und lieb. 😘
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