Wo ist das Schnabeltier? 🦆 + 🦫 + 🥚

Das Fabeltier? Nein, das Schnabeltier! Ein ulkiges Geschöpf. Hat es doch den Schnabel einer Ente, den Körper und das Fell eines Otters, einen platten Schwanz wie ein Biber, fürs Schwimmen und zur Fettspeicherung und dann legt es als Säugetier auch noch Eier 🥚! Bis zu 3 Stück. Die Jungen schlüpfen nach 10 Tagen. Die Mama säugt sie dann auch, aber ganz ohne Busen oder Zitzen. Wie ist das möglich? Sie hat im Fell Milchdrüsen sitzen und so tritt die Milch einfach aus dem Fell heraus. Die Schwimmhäute zwischen den Zehen unterstützen das Schwimmen und Tauchen. Giftsporne an den Hinterbeinen der Männchen sind sehr schmerzhaft aber nicht tödlich. Der Schnabel kann elektrische Signale der Muskelbewegungen anderer Tiere orten und so Beute im Wasser und Schlamm machen. Ich glaube, die Natur griff bei diesem Tier in die volle Tasche der Möglichkeiten, mischte alles zusammen und heraus kam ein Schnabeltier, ein Platypus, wie er in seiner Heimat Australien heißt. Sein Entdecker dachte zuerst an eine Täuschung und meinte, das Tier sei aus verschiedenen Tierteilen zusammengenäht worden. 😂
Und wo können wir dieses außergewöhnliche Tier finden? Im Tasmanian Arboretum! Häää? Das ist ein Botanischer Garten der besonderen Art, da es dort nur um Bäume und Büsche aus aller Welt geht. Aber bevor wir uns dort hinbegeben, steigen wir die knarrende Treppe hinunter zum Frühstücksraum. Der Raum ist ganz ähnlich gestaltet wie unser Schlafgemach. Es gibt viel altes Mobiliar, englisch anmutendes Geschirr und zwei ältere Paare an Tischen. Der Hausherr unterhält sich mit einem der Paare und schaut uns nicht mit dem Popo an. Wir nehmen an einem der Tische ungefragt platz und schauen in die Karte der warmen Eierspeisen. Tja, wir sind tatsächlich noch rechtzeitig dafür da! Und das ist auch gut so. Denn das Continental Breakfast ist mehr als dürftig. Wenige weiße Toastscheiben, Butter und Marmelade, kleine Fertigyoghurts und ein paar olle Cerealien aus der Großpackung. Ach, 2 Äpfel liegen auch noch rum und Tee kann man sich machen. Okay, wir bestellen uns Eierspeisen und die sind auch richtig gut. Dann zwitschern wir durch den Hinterausgang ab.

Hey, der steht ja in voller Blüte❣️ Aber, aber, das ist doch ein Weihnachtsblüher.
Dort rechts rein und wir sind da.
Und wer sitzt dort oben im Baum? Na ein Weißbürzel-Krähenstar natürlich. 😁

Das schönste Fleckchen in diesem Garten überhaupt, ist definitiv der große Süßwasserteich, gespeist von einem Flusslauf❣️

Und wer hat hier sein schönes Zuhause? Genau, der Platypus. Sogar etliche Platypusse soll es hier geben. 👏 Mir reicht schon ein Exemplar. Hauptsache wir bekommen so ein Tier mal in echt zu sehen!

Und was ist das hier für ein Guckloch? Ja, da hat sich der örtliche Rotary Club mal was Gutes ausgedacht. Um die Schnabeltiere beobachten zu können, ohne dass sie uns wahrnehmen, haben die edlen Spender ein Beobachtungshäuschen errichten lassen, mit Sitzbänken und verschieden hohen Gucklöchern. Toll❣️

Auch schönes Infomaterial ist vorhanden. Sie haben an alles gedacht.

Aber hallo, da schwimmt ja eins! 😍 Haben wir ein Glück! Die sind doch eigentlich nachtaktiv… 🤔

Ohhh, ich kann Schnabel und Schwanz erkennen. 🤗
Uhhh, das Auge…
und hier taucht es ab. Beim Tauchen verschließt es Augen, Ohren und Nase. Nur die elektrischen Impulse anderer Lebewesen kann es nun noch wahrnehmen. Also, vollste Konzentration auf die Jagd.
Dann verschwindet es unter dem Seerosenteppich.
Schon echt schön hier❣️
Ach guck mal wie schön! 🤩 Da kannste das Schnabelschild richtig gut erkennen. 👏

Uns hat eben eine alte, langjährige Beobachterin geraten, zum Flusszulauf zu gehen. Dort könnte man die Tiere noch besser sehen, da es dort flach ist. Allerhopp…

Oh ja, oh ja!!! Hier sieht man sie tatsächlich noch besser!
Coolio 🤗
Die Nasenlöcher sitzen weit vorne am Schnabel.

Ich muss ehrlich sagen, ich wundere mich, das dieser Typ bei der Hektik erfolgreich jagen kann?

Das sind wirklich besondere Tierchen und wir sind froh, sie so ausgiebig beobachten zu dürfen.

Jetzt widmen wir uns noch ein paar Bäumen, die ja auch auf diesem großen Areal stehen.

Die gefallen mir, die sehen besonders aus.

Oh, wow, das sind auch ganz, ganz besondere Bäume. Lebende Fossile, sozusagen. Die Wollemi-Pinie galt für Millionen von Jahren als ausgestorben, bis man sie 1994 in einem abgelegenen Gebiet in Australien, in dem heutigen Wollemi-Nationalpark fand. Der Ort wird seitdem geheimgehalten, um sie zu schützen. Diese Pinie gibt es tatsächlich nunmehr seit 90 Millionen Jahren, seit die Dinosaurier über die Erde streiften und zwar genetisch nahezu unverändert! Toll, toll, toll❕Ich bin hochgradig begeistert. Aus Zuchtprogrammen werden sie in verschiedenen botanischen Gärten gepflanzt. Und auch der normale Gartenbesitzer darf sie pflanzen. Ziel ist, sie auf keinen Fall aussterben zu lassen. Dieses Fenster in die Urzeit, dieser Baum, der die gesamte bisherige Evolution überlebt hat, soll unter allen Umständen weiter existieren. Da schlägt mein Herz doch gleich einen Takt schneller. 💓

Hier wieder der typische Eukalyptus, mit seiner abfallenden Rinde,…
der wohl einst von Rupert Allardice gespendet wurde, oder der die Patenschaft übernahm.

Auf dieses Häuschen hat Klaus jetzt schon sehr gewartet❕ Das war wirklich die allerletzte Eisenbahn. 😆 Er konnte die Urzeitbäume schon gar nicht mehr richtig wahrnehmen, vor lauter „Anspannung“. 🫣

Schwer begeistert kommt er wieder heraus. Die Australier, wie auch die Neuseeländer, haben wirklich in jeder noch so abgelegenen Ecke ein voll funktionsfähiges und tadellos sauberes Klo. Da kannste bei uns zu Hause lange suchen. Und wenn dann mal für teuer Geld zum Beispiel neue Schultoiletten gebaut werden, werden sie umgehend von der entsprechenden Klientel wieder zertreten. So berichtete es uns unser Nachbar. Dieses Klientel haben beide Länder überhaupt nicht. Sie passen auf und schauen genau hin, wen sie in ihre Länder lassen. Beneidenswert❕Gerade auch bei Australien staune ich über die positive, freundliche Gesellschaft. Basiert diese doch stark auf verbannte Strafgefangene, also auf kriminelle Subjekte, schlimme Finger, oder auch durch die grausamen Haftbedingungen, gebrochene Persönlichkeiten. Wie konnte sich daraus diese offene, zugewandte Gesellschaft entwickeln? Das hat wohl mehrere Gründe. Der wichtigste ist, die sich bildende Gesellschaft war ungewöhnlich egalitär. Da gab es keinen Herrn Professor, oder Herrn und Frau Doktor. Die sich bildende Gesellschaft kannte keinen Standesdünkel, keine Klassenunterschiede, die Menschen saßen mehr oder weniger alle im selben Boot. Daraus entwickelte sich auch der informelle und lockere Umgangston, der sich bis heute gehalten hat. Yeah, yeah, yeah, no problems, all good… Die harten Lebensbedingungen führten zu einem verbindenden Gedanken der gegenseitigen Hilfe, der Kameradschaft und Fairness.
Später, insbesondere nach dem 2. Weltkrieg kamen viele Zuwanderer aus allen Regionen der Welt, mussten sich integrieren und hatten doch ihre Kulturen mit im Gepäck. Die australische Gesellschaft zeigte sich offen und pragmatisch. Und schlussendlich begünstigte das gute, warme Wetter eine Outdoor Kultur, ein lockeres Strandleben und eine entspannte Alltagskultur. No problems, all good❣️Jetzt verstehe ich’s.

Jetzt laufen wir noch zum Parkcafé und genehmigen uns eine heiße Schokolade und eine Cola und halten mit der älteren Dame, die das Café managed einen netten Schnack. Sie reist bald nach Südamerika, und wir geben ihr reichlich Tipps und Ideen mit auf den Weg. Im Gegenzug gibt sie uns noch den Tipp, den Ort Latrobe zu besuchen. Dort gäbe es ein Ladengeschäft der ganz besonderen Art. Das sollten wir uns nicht entgehen lassen. Okay, das machen wir doch glatt und düsen los.

Dann stehen wir vor diesem besagten, großen Laden und treten ein in eine völlig verrückte Welt.

Donnerschlag, ich weiß gar nicht wohin ich zuerst schauen soll, aber ich find’s großartig! Klaus ist eher geschockt. 🤣
So viel Schnickschnack, Spielzeug, Dekorationen, Nippes, Filmfiguren, Filmsequenzen und, und, und…. Das ist zu viel für Klaus, doch ich möchte mir ALLES genauestens anschauen. 🫣 Los geht’s.

Die Dinos verbreiten Angst und Schrecken.
Ist das nicht der dreiköpfige Hund “Fluffy” aus Harry Potter? Der bewacht doch die Falltür zum Stein der Weisen, oder?

Und dann wird’s ganz gruselig und ekelig:

Ein komplettes Gruselkabinett ist hier mit eingerichtet, unglaublich!
Klaus, du kannst dich auch aufs Sofa hauen und verdauen, was da auf dich niederprasselt.

Oder du tauchst mit mir in Alice’s Wunderland ab.

Und schwups, sind wir auch schon da, in der wundersamen Welt unter der Erde.
Diese Détailsverliebtheit, unfassbar !
Hasen, Hasen und nochmals Hasen. Jepp, Ostern ist nicht mehr weit. 🐣
Und Weihnachten geht immer❗️
Ist das der Grinch?
Teure Schneekugel! 84,95 australische Dollar… 💸.
Harlekin und chinesischer Feuerdrache in trauter Zweisamkeit.
Die Welt der Ritter!
Christmas auf der Galerie.
Und, ET nach Hause telefonieren!

Das machen wir auch gleich, wenn wir wieder im Hotel sind. ☎️
Ich habe längst nicht alles fotografiert! Hätte ich das gewollt, müssten wir uns hier über Nacht einschließen lassen! Da wäre Klaus sicher nicht mit dabei. 😆
Auf dem Parkplatz, bei unserem Auto, entdecken wir noch folgende Kopfgeldgesuche:

Nix wie weg hier, Ede!

Über Land, vorbei an vielen großbäuerlich kultivierten Flächen, …

erreichen wir wieder Devonport. Man ist uns nicht gefolgt, hat uns nicht geschnappt. 😮‍💨
Im Hotel steigen wir noch auf den etwas morschen Balkon und halten vorsichtig Ausschau.

Nichts, außer der devonportschen Sicht ist zu sehen.

Gut, dann können wir ja später beruhigt zu Bett gehen. ✌️
Morgen steht Freycinet auf unserem Tagesplan. Der Freycinet Nationalpark ist einer der schönsten von ganz Australien und liegt an der Ostküste. Die dortige Wineglass Bay ist etwas ganz besonderes und zählt zu den berühmtesten Buchten der Welt. Mann, da bin ich aber schon gespannt, Ede❣️

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