Ja wo ankern WIR denn da? đŸ«Ł

Gut, dass wir Klaus‘ Schwester Sabine haben! Die passt auf uns auf!!
Aber von Anfang an. Wir segeln weiter, achten immer noch gut auf Untiefen und Co. und


sind jetzt am richtigen Punkt angekommen,


am Tangalooma Point. Ja, hier ist was los! Das Resort, ein Anleger fĂŒr Touristen aus Brisbane und die entsprechenden FĂ€hren


und natĂŒrlich die vielen, ĂŒber die WasseroberflĂ€che hinausragenden Wracks.

Jau, da liegt so einiges rum!

Wir fahren mal ganz langsam und dicht daran vorbei.

Und wo ankern wir jetzt? Der Ankerbereich ist sehr schmal, zur einen Seite liegt der Strand, zur anderen fĂ€llt der Grund schnell und steil ab, und 2 andere Kats liegen dort auch schon vor Anker. Hmmm
. 🧐.

War das mal ein Förderband?
An dem sind wir schon mal vorbei.

Immer weiter ziehen sich die Wracks entlang der Fahrrinne, und manchmal passieren wir sie ganz schön dicht. 😬

Oh, oh, ohhh, da gibt’s Asbest!

Und wo ankern wir jetzt?? Den anderen Katamaran haben wir nun auch passiert. Okay, wir gehen hinter diesen, mit ausreichend Abstand. Erledigt, der Anker sitzt. Oder doch nicht? Ne Stunde spÀter rutscht der vom schmalen Ankersandfeld runter. Okay, neu ankern. Gut, da wo wir jetzt ankern, blinken um uns herum so schöne, gelbe Bojen.

Fein, dann ist es nicht so dunkel. 😉 Ich lese Klaus noch das große, blaue Schild vor, auf dem steht: “FĂ€hrbereich, immer freihalten“! Das ignorieren wir dann beide mal geflissentlich. 😆 Hier ist doch gar kein FĂ€hranleger, hier ist nur Strand. Das ist wohl alt. Warum die netten Bojen um uns herum so schön leuchten?, so what
. Komisch finde ich bloß, dass am Strand eine ganze Menge Autos parken.

Aber Menschen sind nicht zu sehen, und vielleicht sind die etwas schrottig aussehenden Autos hier bloß abgestellt worden. Etwas seltsam ist das Ganze zwar schon, aber was soll’s?! Jetzt wird erstmal kontrolliert, ob der Anker nun auch hĂ€lt und was wir uns zu Essen machen.
Dann ruft Klaus’ Schwester Sabine an. Sie fragt, warum stehen wir denn genau hinter einer großen FĂ€hre? HÀÀÀ? Was? Wieso?
Wir sollen uns mal unseren Standort auf Google Maps anschauen. Das tuen wir sogleich.

Ach du Schreck! Kommt da jetzt tatsĂ€chlich eine FĂ€hre, eine AutofĂ€hre und landet am Strand? Jau, so ist das! TĂ€glich mehrfach kommt die AutofĂ€hre aus Brisbane und rangiert genau in dem Viereck, welches deutlich mit Leuchtbojen gekennzeichnet ist. Ausgerechnet da ankern WIR jetzt. Baum‌ Wir hĂ€tten mindestens beim Neuankern ganz wo anders hingekonnt, denn die beiden Kats sind lĂ€ngst verschwunden. Mittlerweile ist es spĂ€t und dunkel. Ich will nun nicht mehr umparken. Gerade hĂ€lt doch der Anker so schön. Und Chat sagt, morgen kommt die erste FĂ€hre frĂŒhestens um 8:30 Uhr. Bis dahin sind wir lĂ€ngst ĂŒber alle Berge
 Denn morgen geht’s weiter, weiter zur Marina. Ich bin mĂŒde und verschwinde im Bett. Doch Klaus findet keine Ruhe und stattdessen den FĂ€hrplan der FĂ€hrgesellschaft. Dort steht, die erste FĂ€hre legt um 4:00 Uhr morgens in Brisbane ab und landet hier um kurz vor 6:00 Uhr. Upsi‌ Trotzdem will ich jetzt nicht mehr umparken, dann halt morgen ganz frĂŒh. Gute Nacht. đŸ„±
Doch Klaus findet auch jetzt keine Ruhe. Um 2:30 Uhr tapert er an Deck und will jetzt sofort umparken, er könne mit diesem Druck der nahenden FĂ€hre nicht schlafen. Na guuut. Wir heben den gut sitzenden Anker, fahren aus dem Rangierrechteck heraus und ankern erneut. Danach hauen wir uns nochmals hin, aber nur kurz. Um 5:00 Uhr ist Klaus schon wieder wach, ich auch,
 fast. đŸ„± Er bekommt Kollisionswarnungen aufs Handy, die FĂ€hre ist im Anmarsch.

Jepp, sie kĂŒmmt, und unser Warnsystem schlĂ€gt an. Doch unser Ankerplatz dĂŒrfte nun kein Problem mehr sein. Wir beobachten das ganze Procedere.

Micat

Alles geht zacki zacki! Die FÀhre fÀhrt mit Karacho gegen den Strand, senkt die Ladeklappe, und schon rollen die ersten Autos heraus.

Nach dem letzten Wagen rollen die, die wieder nach Brisbane wollen rauf. Um 6:00 Uhr legt die FĂ€hre ab, pĂŒnktlich! Also, da hat Chat nun wirklich nicht richtig gelegen. Gut, dass Klaus noch den FĂ€hrplan ausfindig gemacht hatte!

Und

ab! 👋

Und jetzt legen auch wir ab. Der Anker wird gehoben, bis er plötzlich lautstark festhĂ€ngt. Die Kette hat sich einige Male um den Anker gewickelt. Wie konnte denn das passieren? Sehr komisch! Wie bekomme ich das jetzt gelöst? Eine Windung kriege ich ab, aber der Rest der Kette klemmt ĂŒber und unter dem Anker und ist voll auf Spannung. Da muss der Ingenieur her, und ich gehe ans Steuer. Klaus zieht den Anker mit ner Leine ein StĂŒckchen hoch, nimmt damit die Spannung der Kette weg und kann diese entwirren. So geht’s, alles kann eingeholt und festgezogen werden, dann können wir los. Gedauert hat das eine halbe Stunde. Man stelle sich mal vor, wir wĂ€ren noch im Rangierrechteck gestanden, dumm und unwissend, der Anker hĂ€tte sich so vertĂŒddelt und die FĂ€hre wĂ€r angerauscht gekommen. Das hĂ€tte was gegeben!!! Danke Sabine, du hast uns vor diesem Desaster bewahrt. 😅 Jetzt, die Morgenstimmung ist schön, fahren wir nochmals ganz langsam an der rostigen Kette der Wracks vorbei. Getaucht sind wir nun nicht, dieser Anblick ĂŒber Wasser reicht uns aus.

In weiter Ferne, ein Frachter.
Der Himmel ist so schönâŁïž
Das Morgentreffen der Seevögel ist in vollem Gange.

Was sind denn das fĂŒr Vögel, die Ähnlichkeiten mit Minipinguinen haben? Das sind Little Pied Cormorants. Auf deutsch heißen sie etwas unschön, Australische Zwergscharben. Nun gut, so heißen sie halt, gehören aber zur Familie der Kormorane.

Schau dir das mal an! Sie verlassen nicht das sinkende Schiff. Es sinkt ja auch nicht und ist umso beliebter bei der Zwergscharbensippe, bevor es zum FrĂŒhstĂŒcksjagen geht.

Da hockt nur einer. Vielleicht wegen der SchrÀge?

Der Himmel zieht zu, es wird diesig und grau. Kurze Zeit spĂ€ter fĂ€ngt es leicht an zu regnen, reißt aber noch einmal auf,


um einen fantastischen Regenbogen an den Himmel zu zaubern.

Dieser perfekte Bogen trifft mich mitten ins Herz. ♄ Hat Hanjo, mein Bruder, doch folgenden Trauerspruch fĂŒr unsere Mutti ausgesucht: “Ich werde euch als bunter Regenbogen entgegen lachen, wenn ihr an mich denkt.” 🌈 Und da lacht sie mir aber sowas von entgegen, mir kommen sofort die TrĂ€nen. đŸ„č Ach Muttilein, was mach ich nur? Ich möchte ja doch gerne zu deiner Beerdigung nach Hamburg kommen
 Mal sehen, was möglich ist und welchen Beisetzungstermin Hanjo bekommt.
Nu ist der schöne Regenbogen auch schon wieder weg und es schĂŒttet krĂ€ftig, wie aus KĂŒbeln.

Zum Zustand des Wassers muss ich wohl nichts mehr sagen, es ist oberkabbelig!
Wir nĂ€hern uns der Marina “Newport” mit Vororten von Brisbane im Hintergrund. Bald wird es suuuper flach. Deshalb mĂŒssen wir ja auch bei Hochwasser in die Bucht und zur Marina gelangen. Zum GlĂŒck ist der Squall durch, und das Wetter bessert sich minĂŒtlich.

Gleich kommt die Scarborough Marina, die so unverschĂ€mt viele Papiere von uns haben wollte und sich dann nicht mehr gemeldet hat. Auch so eine UnverschĂ€mtheit, ĂŒber die sich Klaus nur wundern konnte. Eigentlich ganz untypisch fĂŒr Australier. Da segeln wir jetzt mal kopfschĂŒttelnd dran vorbei.

Und es wird flach und flacher. Bis auf 1,50 Meter kann es gleich runtergehen. 😬 Die Nerven sind gespannt, ich starre auf die Tiefenanzeige. Doch es lĂ€uft besser als gedacht, knappe 3 Meter ist das Flachste was wir erleben. Warum? Wir haben noch 1,5 Meter mehr, durch die aktuelle Flut.

Da mĂŒssen wir rein und uns gut rechts halten.
Das sieht ja alles ganz hĂŒbsch ausâŁïž

Und jetzt legen wir an. Eine Box bekommen wir leider nicht, es ist nur ein T-Steg frei. Wir machen das jetzt ganz alleine und es klappt ganz primaâŁïžShake hands. đŸ€
Yuti ist sicher vertĂ€ut und wir sind wirklich sehr geschafft. Trotzdem wird klar Schiff gemacht, alles geradegerĂŒckt, wir waschen uns erst einmal grĂŒndlich und dann mache ich FrĂŒhstĂŒck. Es gibt Tortillas mit Tomaten, Mozzarella und Parmaschinken, lecker đŸ€€. Jetzt bloß keine MĂŒdigkeit vortĂ€uschen, wir laufen zum MarinabĂŒro, stellen uns vor und melden uns an. Vid empfĂ€ngt uns aufs Herzlichste. Mann, ist die sympathisch, nett und freundlich. Wir bekommen 2 TorschlĂŒssel, gezeigt wo Toiletten, Waschmaschine, MĂŒlltonnen und die GasfĂŒllstation ist. Und, sollten wir irgendetwas benötigen oder Hilfe brauchen, sie und das Marinateam sind fĂŒr uns da. đŸ„° WunderbarâŁïž
Bevor wir zurĂŒck zum Boot laufen, gehen wir raus aus dem MarinagelĂ€nde,


Das sieht aber wieder sehr ordentlich und aufgerĂ€umt ausâŁïž

geradewegs ĂŒber die Straße und erreichen das “Einkaufszentrum” von unserer Newport Marina.

Hier gibt es einen Immobilienmakler, einen VeterinĂ€r, einen klitzekleinen “Supimarkt” in chinesischer Hand, einen Bottle Shop, einen Geldautomaten und eine BĂ€ckerei mit CafĂ©. Irgendetwas mit Bildung soll es auch noch geben, sehe ich aber nicht. Das CafĂ© zieht uns magisch an. Wir lassen uns nieder


und bestellen: Burger und Apfelsaft fĂŒr KlĂ€usi und RĂŒblikuchen fĂŒr mich.

Leckerschmecker, schmatz, schmatz
 😋

Dann holen wir uns noch SĂŒĂŸigkeiten aus dem Chinesenladen und wackeln zurĂŒck zu Yuti. Die liegt hier ĂŒbrigens wie ein Brett im Wasser, ganz ganz ruhig. Auch gibt es keine Kakadus und auch keine Möwen, die die Stege vollpupsen. Nur die gegenĂŒberliegende BrĂŒcke beschallt uns mit etwas Straßenverkehr. Ansonsten ist es sehr ruhig und still und angenehm. Beim Immobilienmakler gab’s eine Übersichtskarte vom gesamten Wasserwegesystem samt HĂ€usen und GrundstĂŒcken. Florida lĂ€sst grĂŒĂŸen:

Diesen Weg haben wir genommen, bis zur BrĂŒcke. Jedes Haus/Villa mit eigenem Bootssteg. 👍

Da liegt sie, unsere YutiâŁïž Diesen Blick von besagter BrĂŒcke gibt es aber erst ĂŒbermorgen. Jetzt geht’s in die Heia. Gute Nacht 😮.

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