Das Boot brennt 🔥

Welches Boot denn? Yuti??? Nein, 2 Stege weiter brennt der große 70 Fuß Monohull mit dem schönen roten Rumpf. Ohhh, was zur Hölle geht hier ab? 🚨 🚒🚒🚒🚒

Oh ha, der Mast scheint eingesunken zu sein und liegt ordentlich schräg. Der Brand muss vom Innern des Bootes ausgegangen sein. Seltsam, das war doch gar nicht bewohnt. Und die letzten 3 Tage hat es sooo viel geregnet und gestürmt. Aber es brennt kräftig, und viel Kunststoff schmilzt und es stinkt fürchterlich. 🙊

Wir wollen gleich mal zum Essen gehen und uns auf der Promenade unter die Schaulustigen mischen.

Voll krass! Es wird gerade aus der Box gezogen.
Das die Leutchen schon aufs Boot draufkönnen erstaunt mich sehr. Ich dachte es wäre noch viel zu heiß.

Wir und andere glotzen erstmal. 👀👀

Aber wir stehen niemandem im Wege oder stören gar die Arbeiten!
Aha, es wird vorgezogen und am Pfeiler festgebunden. Das Boot aus der Nachbarbox ist bereits raus und hat sich in Sicherheit gebracht, falls der Mast fallen sollte.
Die Kakadus helfen mit. 🙄 Leider hocken sie auf der falschen Seite❗️
Guck mal Klaus, der Rumpf ist gekracht und stark eingedellt. Ich glaube, das schöne Boot ist kaputt.

Nun ist der Havarist hinten und vorne gesichert und das nächste wird wohl sein, den Mast zu bergen. Wir laufen jetzt aber erstmal weiter und entdecken eine kleine Segelregatta des örtlichen Clubs.

Ganz professionell werden zwei Bojen umrundet und vor jedem Start die jeweils letzten 3 Minuten angezeigt und getrötet, dann geht’s ab. ⛵️⛵️⛵️⛵️⛵️⛵️

Wir legen mal unser Augenmerk auf die Nummer 4, Klaus‘ Lieblingszahl, stellen aber fest, die segeln am schlechtesten und sind immer die Letzten. Menno, Klaus wird schon ganz zappelig und würde gerne eingreifen und das Kommando an Bord übernehmen… 🤭. Stattdessen gehen wir zum Italiener gegenüber, bestellen lecker Pizza und behalten das Rennen im Auge. Nummer 4 ist und bleibt der Dauerverlierer. 👎

Fantastisch, molto bene❣️Aber nur ich habe die Pizza, Klaus hat mal wieder nen Burger. 🍔

Zum Nachmittag beobachten wir vom Boot aus, wie der Mast geborgen wird.

Und dann ist der Mast ab, eine Ölsperre gelegt und das Boot wieder zurück in seine Box bugsiert. Hier geht alles wirklich zacki zacki!
Totalschaden! Hoffentlich Allianz versichert! 😉

Tags drauf…

Zwei Nachbarboote an unserem Steg, ein holländischer Eigner und ein Hamburger, wollen ihre beiden wirklich großen Monohulls verschiffen und nach England bringen lassen. Beide haben an der World ARC teilgenommen und sind in 15 Monaten um die Welt gesaust. Interessant! 60.000 bis 70.000 Euro kostet so eine Verschiffung momentan, pro Boot. Sechs Wochen dauert die Reise, führt ums Cap der guten Hoffnung, und heute wird verladen. Na, da schauen wir doch mal zu.

Da hinten liegt die Damgracht aus Amsterdam, und das Boot aus Hamburg hängt schon seitlich am Haken.
Es hängt in Schlingen am Kran.
Wie klein doch der große Segler gegenüber diesem großen Containerschiff wirkt.
Jetzt geht’s zügig die Bordwand hinauf und rüber aufs Schiff.
Der “fliegende” Holländer ist schon oben und sitzt auf einem der Container.
Der Hamburger wird genau daneben platziert.

Das fand ich jetzt echt interessant und spannend. Die Alternative wäre, die Boote von einer Spezialcrew nach “Hause” segeln zu lassen. Das wäre allerdings auch nicht sehr viel günstiger. Die Eigner fliegen noch heute zurück in ihre Heimatländer und müssen wieder arbeiten. Beide Crews sind bedeutend jünger als wir… 👼, grins.
Ein sehr schöner Abendhimmel beschließt diesen Tag.

Und es ist kein Feuer!

Noch einmal ins Bogey Hole

Ja, das möchte ich gerne, bevor wir langsam unsere Weiterfahrt ins Auge fassen. Wir düsen wieder mit der Straßenbahn zum Beach und beobachten, wie easy und nice die Menschen hier nach der Arbeit ihr Surfbrett unter’n Arm klemmen und per Bahn zum Nachmittagssurf fahren. 🏄‍♂️ Gechillter geht’s nimmer! 😎 Und WIR chillen im Hole, bei diesmal richtig fetten Wellen!!! Da war das letztens mit Lika ja fast gor nix.

Das war doch schon ordentlich! Aber die nächste Welle ist noch viel viel besser!!
Achtung 🚨
Yeah 🥳
Und weg isser… 😳

Na, der taucht schon wieder auf. 😄

Da ist er wieder. 😜
Jetzt kommt nochmal so’n richtiger Kracher 🧨!
Sogar mit…
Regenbogeneffekt 🌈

Das ist jetzt wirklich ein gebührender Abschied von diesem besonderen und außergewöhnlichen Loch❣️

Und tschau 👋 ✋👋

Die hübschen Schneckenhäuschen verraten, wie hoch das Wasser hier kommen kann und ehrlich, heute ist es nass und saurutschig! Vom Steinrand ins Wasser und zurück mache ich’s lieber auf allen vieren oder mit Popotaktik. Dann bekomme ich zwar nen Algenpopo, aber klatsche nicht unglücklich hin. 😅
Also, ohne Ausrutscher verlassen wir mit etwas Wehmut diese Location und treffen beim Skatertreff auf ein paar mutige Akteure.

Autsch, schnell wieder aufstehen, Krone richten und weiter… 😅
Diese beiden Jungs sind gar nicht mehr so jung, aber jung geblieben. 👍

Ach, es ist einfach schön, diese lockere Stimmung hier mitzunehmen, aufzusaugen und selber zu empfinden. Das Leben fühlt sich dadurch positiver, einfacher und irgendwie leichter an.
Zurück an Bord, die lauten Kakadus sind zu ihren Schlafbäumen geflogen, fällt mir wieder das ständige Geknister und Geknacke auf, das von den Rümpfen hoch an meine Ohren dringt. Was genau ist das eigentlich? Wer knistert da so laut und beständig? Der Knallkrebs ist es, beziehungsweise ganz viele von seiner Art. Sie leben zwischen Muscheln, Steinen und eben auch an Bootsrümpfen. Auch werden diese winzigen Tierchen Schnappgarnelen genannt. Beim Zuschnappen ihrer Scheren schießt ein Wasserstrahl heraus, der eine sogenannte kleine Kavitationsblase entstehen lässt. Die aber sofort wieder, und jetzt kommt’s, mit einem sehr lauten Knall 💥 kollabiert. Bis zu 200 Dezibel sind da möglich! 🙉 Dabei wiederum entsteht ein winziger Lichtblitz, für den Bruchteil einer Mikrosekunde, mit einer Temperatur von bis zu 5.000 Kelvin. Das entspricht 4.726,85 Grad. Autsch, heiß❗️So, da das nun die Tierchen aus verschiedensten Gründen machen, wie Beute lahmlegen, Feinde vertreiben, Revierkämpfe bestreiten und es auch noch fürs Quatschen untereinander verwenden, knallt und knistert es ununterbrochen. Aha, wieder was gelernt. Die Welt ist faszinierend! Gute Nacht mein Knallfrosch. Gute Nacht du Pistolengarnelchen… 🦐

Überübermorgen geht’s los

Wir haben uns jetzt entschieden, und entsprechende Vorbereitungen müssen nun getroffen werden.
Da wäre das Boot ordentlich putzen, das Screecher wieder aufbauen und Lebensmittel proviantieren. Letzteres macht uns etwas Probleme, da wir nicht auf dem Schirm haben, dass die Supermärkte an Karfreitag hier alle geschlossen sind. Eigentlich haben die Lebensmittelgeschäfte 7 Tage die Woche geöffnet, nur an ganz, ganz wenigen Ausnahmetagen eben nicht. Karfreitag ist so eine seltene Ausnahme. Baum! Aber, unser kleiner Food Market, gegenüber der Straße, hat doch tatsächlich offen. 😃 Und wir kaufen jetzt dort, zu etwas übertriebenen Preisen wohlgemerkt, noch das ein, was wir eben dort bekommen können. Passt schon. 👍 No worry’s, all good. 😊

Na, dann kann es ja losgehen. Wir sind wieder einmal etwas aufgeregt, ob wir überhaupt noch segeln können. 🫣 Nach langen Marinaliegezeiten ist es immer erst eine gewisse Überwindung wieder in See zu stechen. Besonders, wenn es uns so gut gefallen hat. Und das hat es uns, in Newcastle ❣️ Dann wollen wir die Ostküste Australiens mal in Angriff nehmen. Tristan (Malediven Yacht Rallye) hat noch gesagt, die Ostküste sei kein Kinderspiel und sollte genauso akribisch geplant werden, wie die Küste Südafrikas. Eye, eye Käpt’n! 🫡

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