37. Hochzeitstag und wieder verschwitzt, wenn…

uns unsere famose Trauzeugin Kerstin nicht liebenswerter Weise gratuliert hätte, so wie immer. Kerstin, was wären wir ohne dich? Ein verschusseltes, altes Ehepaar?!

Auf dem Weg zu Woolworths. 😆

Jau! Eigentlich hatte Klaus noch bis vor 2 Jahren immer an unseren Tag gedacht. Das ist nun vorbei. Warum? Zu viel anderes im Kopp? Ich denke schon. 🤯 Nun, wir zuckeln dieses Mal mit dem Bus zum Shoppingcenter. Und endlich sehe ich mal Aboriginal People live und in Farbe.

Anders als in Neuseeland, kommt die First Nation hier gar nicht wirklich vor. Nicht im Straßenbild, nicht durch Erinnerungstafeln oder ihre Sprache. Ganz selten stoßen wir mal auf Spuren oder Menschen. Im Innern Australiens, wo ganze Gebiete des roten Kontinents noch ihnen gehören, mag das anders sein. Da möchte ich ja auch noch unbedingt hin. Es gibt viel zu tun. 😅
So, nach einer halben Stunde haben wir spottbillig, für 50 Cent, die Einkaufsmall erreicht. Jetzt geht es per Pedes weiter. Na? Und wo geht’s hin? Zu den botanischen Gärten, lach kaputt. Wer hat’s erraten? Irgendwie ist es fast schon eine Übung geworden, in jeder größeren Stadt die Botanical Gardens zu besuchen. Allerhopp. Doch bis dorthin, ist es viel weiter, als es mir Klaus erzählt hatte. Typisch! 🤨 Wir laufen ewig entlang der Hauptstraße und wundern uns. Sooo viele Motels und Hotels reihen sich beiderseits aneinander. Wer bucht denn bloß so verdammt viele Zimmer? Touristen? Nee, das kann ich mir nicht vorstellen. Wieso hier?

Besonders liebreizend ist der Ort jetzt nicht.
Und dann diese vielen Unterkünfte. 🤔

Da spreche ich mal eben einen älteren Mann an und frage nach. Jepp, er ist so ein Mensch, der in einem dieser vielen Etablissements wohnt. Er und die vielen anderen sind Minenarbeiter ⛏️ und genießen hier das Angebot der Unterkünfte. Die Familien und das eigene Zuhause sind weit weg, und so brauchen sie alle eine Bleibe auf Zeit. Ah sooo ist das, jetzt verstehe ich. Dankeschön. 👋

Es wird dörflicher.

Wir passieren einen Boule Club.

Und irgendwo im Hintergrund glaubt Klaus den Garten erkennen zu können.
Ich hoffe es für ihn! 😠

Endlich‼️

Eine hübsche, gepflegte Gartenanlage erwartet uns. Wir spazieren hindurch.

Lagunenarme durchziehen das Gelände.
Whitsunday Flaschenbaum.

Die Leute geben sich echt viel Mühe, Oasen der Ruhe, der Farben und Lebensräume für Menschen und Tiere zu schaffen. Und selbstverständlich ist der Eintritt frei.

Auch hier gedeiht der Papierbaum mit seiner außergewöhnlichen Rinde.
Bäume, ihre Rinden, ihre Blätter…

Jetzt wird das Wasser auch noch begehbar. Und wir kommen einer großen Zahl Wasservögeln ziemlich nahe.

Und klitzekleinen, weißen Seeröschen.
Oder sind es gar Seeblümchen? Auf jeden Fall ist’s nicht Sommer, sondern Winter!

Dann begegnen wir ganz vielen Enten und noch mehr Enten. Sie sind aber super scheu. 🦆🦆🦆🦆🦆🦆🦆🦆🦆🦆🦆

Sie flattern wild herum und lassen sich nicht näher betrachten.

Da brauche ich das Teleobjektiv!

Aber jetzt kommen noch Pelikane, Reiher, Blässhühner, Papua-Teichhühner, Ibisse und Königslöffler dazu.

Und Bitteschön: Der Königslöffler und das Papua-Teichhuhn.
Ibis mit Enten.

Was für eine Vogelschau! Dafür haben wir jedoch den Holzsteg verlassen und stolzieren langsamen Schrittes über nachgebende Wiesen. Dass hier eventuell auch Schlangen zugegen sein könnten, kommt uns erst später in den Sinn. 🫢

Palmenparade
Wasserwelten
Wessen rot ist leuchtender? Das der Beeren, oder das des Huhns?
Was ist das denn für ein Baum? Den kennen wir doch?! Ja, das ist der Leberwurstbaum. Ach, wie lecker. 😋
Diese verrückten Früchte sind richtig schwer. Niemand möchte die auf den Kopp bekommen!

So langsam aber sicher wandern wir der Straße entgegen, wo wir uns dann ein Uber bestellen werden.

Große gepflegte Rasenflächen, hübsche Baumgruppen, zarte Blättchen und kräftige Wedel und Grün in allen Schattierungen, einfach eine Wohltat für’s Auge.

Grasfelder beschließen diesen Teil des Gartens.

In der Ferne raucht ein Schornstein. Ist es eine Zuckerfabrik?

Weißer Rauch wie Zuckerwatte… 😉

Das war’s. Das Uber kommt, es geht nach Haus, die Show ist aus.

Und heute nochmal in den botanischen Garten? 🌸

Nein! Heute wird das reparierte Schutzmetall angebracht. Mit ner Schraubzwinge, weiteren Hilfsmitteln und einem ausgefeilten Plan, funktioniert es ganz gut. Obwohl Klaus dann doch noch in den sauren Apfel beißen und mit dem Kajak vorne unters Boot muss. Die Unterlegscheiben und Muttern lassen sich anders nicht montieren. Doch dann haben wir es geschafft. Yes, we did it. ✅

Leider breitet sich danach die mysteriöse Knie-Waffelhaut-Krankheit bei Klaus aus. Beide Knie sind befallen. 🤭

Ist das ansteckend? 🤭

Trotzdem schleppt er sich mit mir zum Bus, und erneut geht es zu Woolworths. Letzte Einkäufe sollen getätigt werden, denn nun steht es fest, morgen verlassen wir die Marina und segeln zu den Whitsundays. Heuer holen wir uns aber kein Sushi bei Woolworths sonder gehen bayrisch essen. Ja mei, do gibt’s ein bayerisches Restaurant ganz in der Nähe, mit sehr guten Bewertungen. Davor bestaunen wir noch die künstliche Lagune mitten im Ort, die, wie der botanische Garten, für jedermann kostenfrei zugänglich ist. Da kannste nur staunen!!!

Echt! So eine super schöne Anlage und top gepflegt noch dazu❣️
Die weitere Umgebung.
Hallöchen! Diese Wurzelvorhänge haben immer auch etwas Bizarres an sich.
Umgeben sind Schwimmlagune und Park von modernen Appartementhäusern. Da könnte man es durchaus aushalten. 😁

Okidoki, jetzt aber ab zum bayerischen Lokal.

Die Vorspeisen-Brezen ist so schnell weg, da komme ich fototechnisch nicht mehr hinterher. 🥨
Dem Ibis schmeckt’s ebenfalls, er hat schon einen ganz verschmierten Schnabel.
Uns aber auch! 🤤

Mei, schmeckt das guat!!! Ich habe die Würstchen auf Kartoffelbrei mit Sauerkraut. Alles schmeckt hervorragend❣️ Die Wüste sind so gut, da frag ich doch mal nach, wo sie die herhaben. Die Bedienung weiß es nicht, sie fragt in der Küche. Tatsächlich, sie kommen direkt aus Deutschland. 🇩🇪 Jepp, sowas Gutes haben wir hier auch noch nirgends gefunden. Die Wurstwaren waren immer irgendwie leicht ekelig im Geschmack und in ihrer Konsistenz seltsam. Auch Klaus Essenswahl ist super und wir genießen ein wenig aufkommende Heimatgefühle. 🥰 Satt und zufrieden geht’s nun noch zum Woolworths, und ein doppelt gebackener Käsekuchen und eine Bottle geeißter Espresso wandern in unseren Einkaufssack, sollten Tim und Kelsey am Nachmittag vorbeikommen.
Tim und Kelsey kommen vorbei und nehmen unsere 1260 genauestens ins Visier. Was ist gleich? Was ist ähnlich? Was ist anders? Wir fachsimpeln, quatschen und erzählen. Es ist sehr nett mit den beiden und der Käsekuchen ist voll schmatzig. 😁 Tim ist sehr redselig, energiegeladen und lustig. Sie, zart, lieb und echt goldig. Wir verstehen uns bestens. Dann müssen sie noch ihre aufgefüllte Gasflasche abholen, und wir unsere letzten Abfahrvorbereitungen treffen. Da sie wahrscheinlich ebenfalls morgen aufbrechen werden, so wie unsere beiden Bootsnachbarn auch, könnte man sich erneut über den Weg segeln. Schauen wir mal…
Nun bringen wir noch unseren allerletzten Müll weg, werfen die Marinaschlüssel in die dafür vorgesehene Box, zurren unser Dinghy fest und bereiten uns schon mal mental auf einen frühen Start für morgen vor. Denn bis 9:00 Uhr haben wir noch Mitwind. 🌬️ Man sieht sich. 👋

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