Heute geht es etwas später los. Es schüttet wie aus Kübeln, und das warten wir noch ab.


7:30 Uhr, aber jetzt…. 🌊⛵️🌊🌊🌊
Als wir auf der Höhe von Cairns sind, kommen uns ständig irgendwelche Motorboote entgegen und schnippeln uns. Unangenehm! 😕


Schnellfähren, Touriboote, Hochseeangler, es ist gerade so, als passierten wir ein Wespennest.

Nach den Schifffahrtsregeln hat ein Segelboot immer Vorrang vor einem Motorboot, auch vor gewerblichen Motorbooten. Aus dem einfachen Grund, dass ein Segelboot nicht so manövrierfähig ist wie ein Motorboot. Klare Sache. Klar geregelt. Ausgenommen sind Verkehrstrennungsgebiete, wo die Betufsschiffahrt immer Vorrang hat. Darüber hinaus ist ein Segelboot kurshaltepflichtig. Jawoll!
Aber irgendwie ist das Wissen bei vielen Motorbootfahrern nicht angekommen. Völlig unnötig bringen sie unsereins in Bredouille, indem sie lange auf Kollisionskurs fahren, bevor sie sich überwinden, ihren Kurs um 1 oder 2 Grad zu verändern. 😡



Dann nähern wir uns unserem Zielpunkt, Port Douglas und dem Packers Creek.







Am Yacht Club ist Party 🥳….
Und jetzt? Weiter, immer weiter!





Nee, nee, nee, da mache ich nicht mit! Wir fahren weiter.







Noch ein kleines Stück ginge es weiter hinein. Aber es würde von Meter zu Meter flacher, bis man im Schlick festsäße. Nein, das wollen wir nicht. Und es wird auch schon schummrig. Neben den vielen Wracks fangen Warnbarken an zu leuchten. Ganz ehrlich, es ist ein bisschen unheimlich. Einerseits ist’s ganz still und windgeschützt, andererseits gibt es seltsamste Geräusch. Ist es der Anker? Die Kette? Leinen? Zusätzlich höre ich ein „dededededee“, „dededededee“, ein ganz komisches, neues Geräusch.
Gute Nacht. 😴
Und es wird eine unruhige Nacht! Ich gehe immer wieder an Deck und lausche. Draußen ist nichts zu hören, drinnen um so mehr. 🤔
Segelübergabe und Deutschland fliegt raus
Es ist aus, es ist aus! Deutschland ist raus und wird kein Fußballweltmeister. 😩
Tja, und wir fangen den frühen Wurm? Oder den Vogel? Oder wie?

Nein, das ist das kaputte Screecher. Wir bringen es um Punkt 7:00 Uhr zum verabredeten Treffpunkt…

und übergeben es Malcolm, kurz Mal, dem Segelmacher. Er will es uns sogar schon nach dem Lunch repariert zurückbringen. Das ist ja toll! Wir sind jetzt am privaten Steg des Yacht Clubs, wo gestern noch die Party stieg. Mal meint, wir könnten unser Dinghy hier kurz mal lassen. Okay, kurz definieren wir jetzt für uns, entsorgen den mitgebrachten Müll, riesige Mülltonnen stehen bereit, und laufen in den Ort. Dort machen wir einen schönen Spaziergang erst hoch und dann runter zum 4-Meilen-Strand.

Also, nicht schwimmen und nicht an der Wasserkante aufhalten❗️












Nee, das ist eine Pflanze aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse und heißt Brasilianisches Freudenkraut. 😃 Ach nee, das ist hier gar nicht heimisch, das kommt aus Südamerika. Wieder was gelernt.








Jetzt geht’s die ganzen Stufen wieder runter zum Strand, zum 4-Meilen-Strand.



Dann reihen auch wir uns ein, ins wandernde Strandvolk. Ein paar Badende sind auch unter ihnen. Warnschilder sehen wir keine.












Nach Cole’s, dem örtlichen Großsupermarkt, buckeln wir mit vollen Rucksäcken zum Dinghy und bringen stolz unsere erstandenen Sachen nach Hause. 😁



Noch haben wir Zeit, Mal hat sich noch nicht bei Klaus gemeldet. Eine Tourigaleere kommt den Fluss entlang gefahren. Raufzus ohne, runterzus mit Showsegeln…

Da meldet sich Mal, kurz nach 12:00 Uhr. Wir sollen zur Tankstelle kommen, er hat dort zu tun und unser Segel dabei. Das passt ja bestens, wir wollten eh noch Benzin für’s Dinghy holen. 👍

Beide Männer hieven nun das Segel ins Beiboot, Mal bekommt 200 Dollar auf die Hand, und wir zuckeln zufrieden zurück zu Yuti. 😊 Das mit dem Segel hat ja wohl pronto geklappt. Nur wieder eingerollt hat er das Screecher nicht. Es ist lediglich zusammengefaltet. Jo, da haben wir dann noch was zu tun, um es wieder montiert zu bekommen. Ja, so ist es auch. Es braucht viel Denkarbeit, wie wir das große Segel ohne extremes Chaos an Bord anzurichten, gehisst bekommen. Welche Leine wann ziehen, welche gehenlassen? Wo führt wer das Segel, und wann wird der Bugsprit in Position gebracht? Es braucht einiges an Zeit und gute Nerven, denn immer wieder haut der wenige Wind ins Segel hinein und bringt uns in Aufruhr. 😯 Wir schaffen es, sind danach aber fix und fertig. Morgen soll’s wieder früh weitergehen. Also bye, bye und ruhige Nacht. 🌙
Von wegen ruhige Nacht,…
oder gerade wegen der Ruhe hier? Also, wir hören wieder seltsame Geräusche. Klaus bringen sie um den Schlaf und um den Verstand, fast. 😵💫
Dieses dededededee, in kurzen Abständen, mal lauter, mal leiser, höre ich natürlich auch wieder. Besonders laut ist es ja eh bei mir. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das von unserem Boot ausgeht. Vielleicht sind’s Krokodile, die sich unterhalten? Nee, soviel quatschen die nicht. Vielleicht kommt das von einem der umgekippten Boote? Es bleibt offen, Klaus macht es aber ganz kirre. Obwohl die frühe Morgenstimmung super idyllisch ist, denn null Wind und Welle lassen hier alles in göttlicher Ruhe erscheinen. Nur der suchende Klaus stört diese Idylle, 🙄irgendwie.






Wir segeln durchs Korallenmeer. So heißt dieser Wasserabschnitt zwischen Festland und Korallenriff, dem Barrier Reef. Das nächste Ziel soll Cooktown sein. James Cook lässt grüßen. Bis dorthin ist es ein großer Schlag, und wir sind uns nicht sicher, ob wir das überhaupt bei Helligkeit schaffen. Aber Klaus hat mehrere Ausweichstopps in petto. Los geht’s…⛵️… Wenig später ziehen wir unser repariertes Screecher heraus, es herrschen genau die Windbedingungen, um mit dem Screecher gut voranzukommen. Passt! 👍
Ende und aus.
Fortsetzung folgt? Schauen wir mal. 🤔
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