Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang am gestrigen Abend…

und einer kurzen Schlafphase, geht es um 2:00 Uhr nachts weiter. Das Groß wird noch am Ankerplatz hochgezogen, der Anker folgt. Er kommt problemlos hoch, und meine Sorge, er könnte sich auch an diesem Platz verhakt haben, war unbegründet. Wir tuckern los. Außerhalb der Bucht nimmt der Wind leicht auf 8 Knoten zu. Wir segeln jetzt schon mit vollem Groß und Jib, 5 bis 6 Knoten. Sauber! 👍 Doch jetzt nimmt der Wind auf 10, 11, dann 12 Knoten zu, und Yuti geht ab wie Schmidts Katze. 🐈⬛ 💨
Mit 7, 8, 9 Knoten, in Spitze 9,2 Knoten, saust Yuti übers Wasser. Jippie 🥳.
Das Tolle ist, das Wasser verhält sich doch wirklich mal ruhig. Es ist nicht kabbelig oder wild. Das gibt es also tatsächlich auch. Und so saust es sich richtig, richtig gut und macht zur Abwechslung auch mal wieder Spaß. Sehr schön❣️Das bleibt nun so, bis wir Coffs erreicht haben. Bei zunehmender Helligkeit entdecken wir ein Feuer an Land. Ist das jetzt so ein Buschfeuer?



Wir sausen weiter, bis wir den Eingang zur Bucht erreicht haben. Es ist kurz nach 8:00 Uhr am Morgen. Werden wir gut hineinkommen?




Klaus peilt ohne Zögern eine große, rote Boje an. Ich zweifle noch, da ich denke, wir sollen doch nur hellpinke Bojen nehmen, die rote könnte verboten sein. Aber Klaus ist das wurscht, er will an die große, rote! Ende aus!

Jetzt sind wir an der großen, roten Boje. Aber wer sieht das Problem? Nein, verboten ist die nicht. Es ist tatsächlich eine Publikumsboje. Soweit, so gut. Aber, sie ziert ein dicker Kranz scharfkantiger Muscheln und Pocken. Das geht ja so überhaupt gar nicht! Denn wenn sie gegen unsere Rümpfe knallt, gibt es Schäden, definitiv. Was machen wir denn da, Schwester? Wir müssen operieren! Das Dinghy wird klargemacht, der Klappspaten gesucht, geholt und eingepackt.

Tatsächlich, wir haben einen Klappspaten an Bord. 😄 Den haben wir auch wirklich schon mal gebraucht. Damals in Brasilien, als uns die Augplatten um die Ohren geflogen waren und wir beachen mussten, um das Problem zu beheben. Das war vielleicht ein Abenteuer!


Jetzt wollen wir, beziehungsweise Klaus, den Muschelkranz abschlagen. Also rein ins Dinghy, hin zur Boje, ich halte und Klaus hackt mit festen Spatenschlägen den Kranz ab. Es funktioniert, aber es kostet Kraft, Schweiß und braucht Ausdauer. 🥵

Es hat sich gelohnt! Die Boje ist sauber und schlägt augenblicklich an einen der beiden Rümpfe. Das war echtes Timing!!!

Da kommt ein Schwimmer auf uns zu. Ach nee, da schwimmen ja noch viel mehr herum! Die haben aber nur Badehosen an, kein Neopren. Der eine kommt bei uns am Boot vorbei und quatscht kurz mit uns. Es ist ein älterer Mann, er schwimmt 3 mal wöchentlich vom Strand weit raus, um den langen Steg herum und am Strand nebendran geht’s wieder raus. Und das mache er jetzt schon seit 50 Jahren!!! Toll! Das beantwortet uns auch die Frage nach Haien in dieser Bucht. Auch bizzellige Quallen scheinen hier kein Thema zu sein. Guck mal, da kommt die wilde Horde!

Gut, dann könnten wir theoretisch auch ins Wasser gehen. Aber heute nicht mehr, ich bin viel zu müde. 🥱 Ich mach nur noch ein paar Fotos von dieser Bucht,…


Landgang
Schon seit den frühen Morgenstunden wird geplant, nach Wind, Sturm, Strömung und Welle geschaut und über unsere Weiterfahrt diskutiert. Wann? Wieso? Warum und Wohin? Doch jetzt geht es erstmal an Land und zum Frühstück ins Jetty House. Dafür muss natürlich das Dinghy startklar gemacht und rüber ans Dinghy Dock getuckert werden. Gesagt, getan, und schwupps sitzen wir am Tisch und lassen es uns schmecken. 😋

So gestärkt laufen wir noch zum Spar Markt, kaufen uns Wasser, ein Sandwich und Snickers und machen uns auf den Weg zum Creek Walk. Der Weg am kleinen Fluss soll sehr schön sein, und vielleicht schaffen wir auch noch den Botanischen Garten. Los geht’s…



Wie bisher immer, sind die australischen Wander- und Spazierwege top. 👍






An diesen schönen, großen, schiefen Baum soll sich Klaus doch bitte eben mal anlehnen. Ich möchte ein Foto machen. Doch Potzblitz, er springt mit großem Sprung erschrocken vom Baum weg. Was ist passiert?

Eine nicht gerade kleine Schlange sitzt zwischen den dicken Wuzelsträngen und ist mindestens genauso erschrocken wie Klaus. Auch sie sucht blitzschnell das Weite. Dat is ja noch emmer joot jejange.

Die sportlichen Aussies sind auch hier wieder gut mit dabei.














Diesen Wald-Fluss-Walk haben wir geschafft. Den Botanischen Garten machen wir jetzt natürlich auch noch. Doch zuerst passieren wir einen historischen Friedhof.





Und Abrakadabra, sind wir im Botanischen Garten. Wie gewohnt ist der Besuch kostenlos. Dann schauen wir mal…














Dann kommt der Grasbaum! Ein Gewächs, welches Klaus ganz besonders witzig findet.

Gesehen haben wir ihn ja schon des öfteren. Aber meist nur vereinzelt.









Auch diesen Garten sind wir nun durchschritten, und jetzt geht’s zurück zum Hafen und zu Yuti.

Zuvor laufen wir ein zweites Mal zum Spar, kaufen noch dies und das ein und dann endgültig zurück. Plötzlich geht der Ankeralarm los. Irritiert schaut Klaus auf sein Handy. Komisch, es sieht gar nicht nach Ankerverrutsch aus. 🤔 Unsere Schritte werden schneller. Und wieder kommt ein Alarm 🚨 und wieder 🚨 und wieder 🚨… Klaus verliert die Ruhe und fängt an zu laufen, mit schwerem Rucksack auf dem Rücken. So schnell kann ich mit meinem Gepäck nicht, aber ich versuche den Anschluss zu halten. 🥵 Was, wenn Yuti weg ist? Bloß nicht dran denken und schön weiterlaufen…
Endlich am Dinghydock angekommen können wir aber Yuti’s Mast hinter dem historischen Jettysteg noch sehen. Boah, Glück gehabt. ☺️ Wir tuckern zurück, schauen uns suchend um, können aber keine Veränderung am Ankerplatz finden. Tja, Fehlalarm….
Irgendwas mit 17.000 Schritten haben wir heute gemacht und etwas erschöpft geht’s wieder aufs Sofa. Den restliche Tag wird gechillt. Und morgen? Morgen gehen wir in die Marina. What???
![Sailing Yuti [maxbutton id="1"]](https://yuti.eu/wp-content/uploads/2021/08/Bild4.png)