Vor etwa 360 Millionen Jahren fand Regenwasser eine kleine Schwachstelle in einem riesigen, betonartigen Konglomerat. Es wusch und wusch und wäscht bis heute eine beeindruckende Klamm heraus.

In der alljährlichen Regenzeit wandelt sich diese Schlucht zu einem reißenden Abflusskanal, da bleibt kein Auge trocken. Den Weg dorthin schlagen wir heute ein, nachdem uns ein lachendes Vogelkonzert am Morgen begrüßt hat.
Währenddessen machen wir wieder alles reisefertig und schettern zur Schlucht.



Und los geht der Marsch. 🚶🏼♂️➡️👩🦯➡️


Schon der Weg zur Schlucht ist amazing❣️Die Sandsteinfelsen und die Pflanzenwelt begeistern uns. Viele sogenannte Minipalmen, Palmen mit ganz feinem Blattwerk sind außergewöhnlich hübsch.



Ein dolles Farbenspiel fesselt mich geradezu. Orangetöne, Grün, Blau und Weiß sind so intensiv, dass ich eigentlich jeden Augenblick festhalten möchte. 😍






Da sollte ich bloß aufpassen, dass ich nicht wieder wie “Hans guck in die Luft” hinflatsche.

Gleich haben wir die sehr schmale Klamm erreicht.


Es wird dunkler, das Farbenkleid der Tiere bunter und leuchtender.


Die Schlucht umschließt mit bis zu 200 Meter hohen Wänden einen schmalen Weg von manchmal nicht mehr als einem Meter Breite. Mit Platzangst könnte man vielleicht Schnappatmung bekommen. Oder, das Horrorszenario im Kopf haben, dass die Wände langsam aber sicher immer weiter zusammenrücken und einen zerquetschen. Matsch…
WIR finden es superklasse❣️Bloß muss Klaus immer wieder anmerken, was wäre, wenn Sandsteinbrocken runterkämen… 😝






















Dann ziehen wir uns wieder zurück.















Wir sind nicht zerquetscht, nicht ertrunken und auch nicht von herabstürzendem Gestein erschlagen worden. Wie schön❣️Nein, wir sind total begeistert von Echidna Chasm❣️Guuut, dass wir das heute noch gemacht haben. Vielleicht war es sogar das Allerbeste? Wir lassen die Eindrücke mal sacken.






Ich vergaß fast, dass wir nun wieder alle Wasserlöcher durchqueren müssen. Und seltsamerweise kommen sie uns größer und tiefer vor. 😖


Wir sind mutiger geworden, fahren schneller, aber am Gerüttel und Geschüttel ändert sich nichts.



Wieso sind die Wasserlöcher so fett geworden? Es hat keinen Tropfen Regen gegeben. 🤔 Auch wenn ordentlich Gewölk am Himmel ist.



Ein Wasserabenteuer nach dem anderen fordert uns und unser Auto! Aber Hallo!

Es ist ganz schön was los heute, auf der staubigen, harten Wellblechroad. Der Hintern vom Voranfahrenden rutscht deutlich hin und her. Und wieder stoppt uns ein dickes Wasserloch, das letzte dieser 53 nervenraubenden Kilometer.





Nach vielen Stunden der Qual erreichen wir endlich den Highway und sind über alle Maßen erleichtert. Bevor es nun wieder ruhiger weitergehen kann, pumpen wir erst noch die Reifen auf 45 psi auf. Unser Ziel für heute ist das Best Western Hotel in Kununurra. Eine Nacht Erholung pur wollen wir uns dort gönnen. Nix wie hin!











Ohne Kollision erreichen wir Fort Knox. Fort Knox? Ja, genau so kommt uns das Best Western Hotel in Kununurra vor. Es ist extrem gesichert, mit Mauern, Zäunen und elektrischen Rolltoren. Nur mit der Zimmercodekarte ist ein Weiterkommen überhaupt möglich. Und auch nur Tor für Tor. Seltsam! 🤔
Das Zimmer ist sehr steril, zweckmäßig und fast auf den Gefrierpunkt heruntergekühlt. 🥶

Zuerst kämpfe ich mit der Kimaanlage, um eine normale Temperatur in unser Zimmer zu bekommen. Dann ringe ich mit 2 Zensusfragebögen der Regierung, die wir von der Hotelrezeption auf‘s Auge gedrückt bekommen haben. Angeblich müssen wir diese mehrseitigen Bögen ausfüllen, obwohl wir doch bloß Touristen sind. Die vielen, vielen Fragen, 56 an der Zahl, zielen jedoch voll auf die ansässige Bevölkerung ab. Ich werde von Frage zu Frage gereizter und übellauniger. 🤬
– Zu welcher Sexualität zählen sie sich?
Bi, Homo, Lesbisch, Divers, weiß nicht?
Ähhh????
– Was arbeiten sie?
– Was verdienen sie wöchentlich, im
Monat, im Jahr?
– Welche Ausbildung haben sie?
– Welche Hilfen benötigen sie im
Haushalt? Beim Waschen, Ankleiden….
Was soll das??? Das passt doch gar nicht für uns! Die Fragen zu Einkommen und Arbeit beantworte ich nicht. Die können mich mal! Vieles streiche ich einfach genervt durch und schreibe handschriftlich Rentner und Touristen untendrunter. Das mache ich dann auch nochmal für Klaus und Schluss!
Jetzt brauche ich erstmal eine entspannende Dusche! Zum Glück ist die schön und einfach zu temperieren. Dabei gibt’s nochmals einen Ganzkörperzeckencheck, und dann fletze ich mich aufs Bett. Es reicht für heute! Warum hier alles so dermaßen gesichert ist und trotzdem keine Haftung für Bruch und Diebstahl übernommen wird, irritiert mich nach wie vor. Liegt das vielleicht an der relativ hohen Zahl der Aboriginal People an der Gesamtbevölkerung? Jepp, das muss es sein. Schon auf dem Hinweg fielen uns die vielen herumlungernden Aborigines auf. Und in der Tat ist die Einbruchs- und Diebstahlsrate in Kununurra außergewöhnlich hoch. Tja, dann mal zügig wieder weg hier.
🥱🥱🥱🥱 Gute Nacht 😴🌙😴💤💤
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