Heute gehtâs weiter nach Dhangethi, gelegen im Alif Dhaal Atoll. Da kommt auch schon Adam, der Kameramann. Er wird uns heute den ganzen Tag an Bord begleiten und filmen. Das kann ja heiter werdenâŠ

Was Addy filmt wird fĂŒr Promotion der Malediven verwendet. Wir hoffen auch etwas davon zu Gesicht zu bekommen. Aber jetzt heiĂt es Segel setzen, wir machen das ja hier nicht zum SpaĂ! Wir wollen die Etappe wieder gewinnen đ. Nein, so ernst wird das alles nicht genommen. Wobei unterschwellig, bei den MĂ€nnern, doch so etwas wie Wettkampfgeist besteht. Also gut. GroĂ wieder voll raus, Screecher dazu und ab geht die Post. Stopp! Erst muss noch eine Formation gebildet werden, fĂŒr die Medien, Kameras, Fotoapparate und Drohnen. Dieses Mal klappt es besser. Sie haben die Bilder, die sie brauchen im Kasten. Danach dauert es nicht lange, und wir dĂŒsen wieder an die Spitze. đ





Wir bauen den Vorsprung auf sage und schreibe fĂŒnf Seemeilen aus und segeln als erste in das Alif Dhaal Atoll hinein, Richtung Ankerplatz. Die Fahrt zum Ankerplatz hatâs aber in sich. Es gibt nur einen schmalen Eingang zur Insel und der Weg ist mit Korallenköpfen gepflastert. Ohne Google Maps völlig unmöglich. Oder ohne the lovely Ibrahim! Er fĂŒhrt uns sicher durch das Steinlabyrinth bis zum Ankerplatz. Herrlich! Wir brauchen nur genau hinterher fahren. Seeehr angenehm! Und dann liegen wir vor Dhangethi, in einer ruhigen Bucht und machen Wasser. Brumm, brumm âŠ.
Addy ist noch da, wird von uns mit Essen und Trinken und Schnuckereien versorgt, darf mit Windrichtung rauchen đŹ und wartet auf Abholung. Ich muss derweil noch ein paar Wolken-Sonnenbilder machen.



Na? Wer weiĂ wohl was das ist? Ein schöner Segeltagen geht zu Ende und wir fallen mal wieder mĂŒde ins Bett.
Gute Nacht Smoker Klaus, gute Nacht Smoky Andrea.
Die Sonne geht auf, ein neuer Tag beginnt und wir haben heute frei! Kein Segeln, kein Welcoming (das gibtâs erst morgen) kein gar nichts. Fast! Um 16:30 Uhr sollen wir uns zum Interview auf der Insel einfinden. Das Filmteam möchte alle Segler zur Rallye und zu den Malediven befragen. Okay!
Es ist 11:00 Uhr, die Ăsterreicher kommen. Hubert und Margit mit ihren Freunden Manfred und Gabi. Wir mögen die sehr und machen an Land fast alles gemeinsam. Es ist oft sehr lustig, wir können Deutsch sprechen, hier und da ein ganz kleines bisschen gemeinsam lĂ€stern und viel von ihnen lernen, da insbesondere Hubert und Margit schon seit vielen Jahren die Weltmeere besegeln. Wir haben sie eingeladen, unser Boot zu inspizieren. Sie möchten doch zu gerne hinter das Geheimnis unserer Schnelligkeit kommen. đ Irgendwie stehen wir im Fokus der allgemeinen Aufmerksamkeit. Tristan, der Brite meint, wir kĂ€men von einem anderen Stern. Dennis, der Ami, will unsere Segel đł und zwei weitere EnglĂ€nder wĂ€ren glĂŒcklich, wenn sie sich unser Boot anschauen dĂŒrften. Sie hĂ€tten sich schon ausfĂŒhrlich ĂŒber Seawind informiert.
Die Ăsterreicher sind begeistert und finden Yuti famos. Schön fĂŒr Klaus. Er hat sich ja auch lange mit der Bootssuche beschĂ€ftigt und sieht sich in seiner Wahl ganz und gar bestĂ€tigt. Dann gehtâs mit den Dinghies an Land, die Interviewer rufenâŠ






Ja wo laufen wir denn? Wo ist denn das Kamerateam?? Wir stolpern durch den Sand, links, rechts, geradeaus und wieder zurĂŒck. Da wo sie sein sollten sind sie nicht. Handy raus, anrufen, zum angegebenen Punkt laufen, da kann es doch gar nicht sein, da bullert ein Baugenerator, dort wird die Kanalisation installiert und der Sandboden ist ausgehoben. Hubert mag nicht mehr, er will zurĂŒck zum Boot. Da kommt Azoo mit dem Moped angesaust entschuldigt sich und fĂŒhrt uns zum Ort des Geschehens. Kameras und Ton werden aufgebaut. StĂŒhle hin und her gerĂŒckt, kurze Ablaufinfos gegeben und endlich kannâs losgehen.

Aber dann passt das Licht nicht, oder irgendwer lĂ€rmt oder ich stehe im Bild.đ«ŁEs dauert jedenfalls bis auch wir fertig sind. Dann laufen Klaus und ich noch zu einem hĂŒbschen Lokal, sitzen drauĂen, essen Fish and Chips, mal nicht spicy, und genieĂen den Blick auf die Boote.



Wir laufen zurĂŒck zum Dinghy und wer sitzt auf dem Steg genau davor? Ibrahim und Kollegen. Was war passiert? Wir haben unser Dinghy so fest gemacht, dass bei Ănderung der Windrichtung das Heck samt Motor gegen den Betonpfeiler des Steges schepperte. Mit der Folge tiefer Kratzer am Motor. Shit! Ibrahim hatâs gesehen und sich mit seinen Leuten hingehockt um weiteren Schaden zu verhindert. Die haben bestimmt ne Stunde oder mehr dagesessen und aufgepasst. Was soll man dazu sagen? Auch dafĂŒr fĂŒhlt sich die Marinepolizei verantwortlich. Unglaublich! đ„° Wir tuckern zurĂŒck, etwas beschĂ€mt, aber wieder um eine Erfahrung reicher. Na dann bis morgen, zur groĂen BegrĂŒĂung.
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