und die Tage gehen dahin.
Die Tankstelle wird getestet und fĂŒr gut befunden. Super easy fĂ€hrst du mit dem Dinghy hin, machst dich fest und tankst die entsprechenden Kanister auf. Mit dem Benzin fĂŒrs Beiboot fangen wir mal an, Tage spĂ€ter werden wir die nachgeschĂŒtteten Dieselkanister auffĂŒllen. Man kann auch mit dem Segelboot vorfahren, aber dafĂŒr mĂŒssten wir ja den Ankerplatz verlassen und wieder neu ankern. NeeâŠ
Dem Carrefour statten wir erneut einen Besuch ab, und da es plötzlich wie aus Eimern schĂŒttet, gehe ich auch noch zum Frisör. Da werden mir sooo lange die Haare gewaschen und der Kopf massiert, dass mir mein Hinterkopf einschlĂ€ft, auf dem ich liege. Das ist vielleicht ein seltsames GefĂŒhl! đ Die Dame, die mir anschlieĂend die Haare schneidet, ist jedoch prima. Sie macht es genauso wie ich es ihr auf einem Foto zeige. Ich bin sehr zufrieden! đ Klaus will noch nicht, seine Haare wachsen nicht mehr so schnell, behauptet er.
Wir essen im Schokoladenrestaurant, wo es auch durchaus Gerichte ohne Schokolade gibt und begutachten den 24-Stunden-Market nahe der Marina. Donnerwetter, der ist aber toll!!! Bei weitem ist der nicht so groĂ wie der Carrefour, aber offeriert ein super Angebot. Alles wird sehr schön prĂ€sentiert, und man bekommt eher den Eindruck eines DelikatessengeschĂ€fts. Hier werden wir sicher noch öfter reinschauen, solange der groĂe Schwell Numero 2 noch auf sich warten lĂ€sst.
In den letzten Tagen hĂ€ufen sich Meldungen ĂŒber Bootshavarien. Die 2 Katamarane vor Moorea habe ich schon erwĂ€hnt. Dazu kommt ein Kat, dem ein unter der Wasserlinie liegendes Notfenster geplatzt ist, das Boot ist vollgelaufen und untergegangen. Die 4-köpfige Familie konnte sich nur noch auf 2 Surfbrettern retten und trieb 8 Stunden auf dem Meer, bis endlich Rettung kam. Das passierte vor Tahanea, auf den Marquesas. Solche Notfenster haben wir glĂŒcklicherweise nicht, und auch Uwe und Luise haben sie nicht, wie ich mich schnell erkundigen konnte. Die beiden sind nĂ€mlich gerade auf dem Weg zu den Azoren.
Ein weiterer Kat ist beim Segeln in den Tuamotus mit einem unbekannten Objekt zusammengestoĂen und leck geschlagen. Und ein fĂŒnfter Kat hat sich von einer Ankerboje gerissen und ist auf ein Riff gelaufen. Alles HorrorgeschichtenâŒïžAlles ist in einem kurzen Zeitraum in Französisch Polynesien passiert. GefĂ€hrliche GewĂ€sserâŒïžWir warten derweil auf den 2. Schwell. đ«© Doch solange der noch nicht da ist, gehen wir ins âAquariumâ zum Schnorcheln. Dort gibt es wohl nicht viele Fische, hÀÀÀ?, aber untergegangene Boote, ein Flugzeug und als Gag, ein Schreibtisch mit Computer. HÀÀÀ??? Lass mal sehen!
Zu allererst begegnet mir ein edler Adlerrochen.

Dann schaue ich mich um, und Klaus ist weg. Ich finde ihn nicht mehr und mache mich auf, die benannten Attraktionen zu suchen. Da entdecke ich ein Wrack,âŠ

das Korallenherz ohne Schleife,âŠ

einen FischâŠ

und das Flugzeugwrack.

Diese Cessna und auch die Bootswracks sind dort allerdings bewusst versenkt worden, um Tauchattraktionen zu schaffen. đ€

Klaus finde ich hingegen nicht, komisch!


Stattdessen finde ich ein paar kleine, hĂŒbsche KorallenhĂ€ufchen, mit kleinen versteckten rosa Seeigeln.



Doch wo ist bloĂ Klaus? Und wo der Schreibtisch? Ich schwimme zurĂŒck zum Dinghy, das wir frecherweise an einer offiziellen Boje festgemacht haben. Und da isser dann⊠Wo warst du denn, begrĂŒĂt er mich. Auch er hatte mich gesucht. MerkwĂŒrdig! Das muss wohl am etwas milchigen, trĂŒben Wasser liegen, und den Schreibtisch hat er auch nicht gefunden. Wir fragen einen Touristen-Tauchboot-Fahrer und bekommen den Weg gezeigt. Ach, gerade da vorneâŠ?!




Und wir machen die Flatter und knattern zurĂŒck zu Yuti. Ein schönes Abendrot rundet den Tag ab.


Dann, eine Woche nach dem ersten Wellenband, kommt nun das zweite. Die Strömung ist stark, der Wind frischt auf, das Wasser wird schwabbelig. Yuti dreht sich wie ein Karussell. Der Anker muss sich immer wieder aufs Neue beweisen. Wir bleiben an Bord, den ganzen Tag und beobachten den Plotter mit Argusaugen.


Der Wind nimmt so stark zu, dass Klaus sogar unser Sailbag sichern muss, damit es nicht so dolle schlackert und ausreiĂen kann.
Ihm ist aber noch eindeutig zum Lachen zu Mute. đ Dann hören wir ein Hörbuch, ich schreibe am Block und koche Spaghetti mit fetter Bolognese, lecker. Dann heiĂtâs eine unruhige Nacht zu ĂŒberstehen, und am nĂ€chsten Morgen gibt es gleich zum FrĂŒhstĂŒck einen ordentlichen Anchor Drag, der Anker reiĂt aus. đ± KrĂ€ftiger Wind aus stĂ€ndig wechselnden Richtungen, und unangenehme Wellen waren wohl zu viel fĂŒr unserer Anker. Er löst sich aus dem sandigen Boden und Yuti schmiert ab.

Gott sei Dank steht Klaus gerade nicht unter der Dusche und sitzt auch nicht auf dem Klo, sondern im Salon, springt zum Steuerstand, startet die Motoren und hĂ€lt gegen die Abdrift an. Im Schockmoment richtig gehandelt, Herr KapitĂ€nâŁïžJetzt muss neu geankert werden. Ich stehe vorne, wie immer, und Klaus versucht mit 3.000 Umdrehungen, das ist fast am Anschlag, unser Boot gut zu platzieren. Ein Ding der Unmöglichkeit. Wir geraten wieder viel zu dicht ans Riff. Der starke Wind drĂŒckt gnadenlos. Der Anker sitzt und hĂ€lt, vorerst. Da das Vertrauen zum Anker aber nun einen dicken Kratzer abbekommen hat, fast nahezu erschĂŒttert ist, finden wir keine Ruhe mehr. Sollte der Anker wieder rausreiĂen, hĂ€tten wir nun nur noch Sekunden bis zum Riff. So kann das nicht bleiben! Aber erst zum Nachmittag könnte der Wind wieder dauerhaft drehen und Tahiti uns Schutz bieten. Dann wollen wir erneut neu ankern. Jetzt ist es sinnlos, bei dem Wind. Wir sitzen steif am Tisch und starren den Plotter an.
10:00 Uhr, der Wind nimmt zu. 27 Knoten sind schon fast die NormalitÀt.
11:00 Uhr, oh, oh, ohhh 29 Knoten und kein Ende in SichtâŠ
11:20 Uhr, 30,2, 31,5, 32,4 Knoten pfeifen uns um die Nase.
Gegen Mittag beruhigt es sich kurz, wir essen die restlichen Spaghetti Bolognese, dann, wir lassen das Besteck gerade sinken, legt der Wind auch schon wieder zu. Unter 30 Knoten kommen wir gar nicht mehr, und verschiedenste Handy-Sturm-Alarme schrillen ab 30 Knoten bei uns immer wieder los. NervenaufreibendâŒïž

Aber auch dieses Mal kriegt uns der groĂe Schwell nicht! BĂ€tschâŠ.
Doch erst gegen 17:00 Uhr dreht der Wind und lĂ€sst nach. Wir ankern sofort um, bevor es dunkel wird. Das warâs aber immer noch nicht, der Anker greift nicht, wir ankern nochmals um. So, das muss jetzt fĂŒr die Nacht ausreichen! Wir halten dennoch die ganze Nacht Ankerwache, abwechselnd.
Und was machen wir morgen? Hauen wir in den Sack und verduften? Mal sehen⊠đ«„
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