Für komische Gefühle ist jetzt keine Zeit. Wir schippern zum Haul Out, werden vertäut, der Travellift fährt in Position, die Schlingen werden angelegt.




Die Jungs machen das alles sehr routiniert. Einer hat heute die Wet-Karte gezogen. Er muss in die braune Brühe, um den Sitz der Schlingen zu überprüfen. Und jetzt muss er Yuti mit Hochdruck abspritzen.


So, da steht sie nun und wir fallen erstmal, aber nur ganz kurz, erleichtert aufs Sofa. Dann geht der erste Gang zum Rebak Marina Office. Dort bekommen wir sooo viele Informationen, dass uns der Kopf schwirrt. 🤯 Und die Rechnung fürs Haul Out, Abspritzen und 4 Monate Standzeit. Danach laufen wir zur Rezeption des Resorts. Wir buchen ein Zimmer, erstmal für 7 Nächte. Denn jetzt auf dem Boot, bei dem Regen, der Schwüle und ohne Klimaanlage, geht gar nicht! Überall steht das Wasser, haben sich kleine Seen gebildet, quaken Frösche. Ein gehörnter Vogel zieht unsere Aufmerksamkeit auf sich.

Der Orienthornvogel lebt hier in größerer Population. Nicht nur sein Aussehen ist besonders, auch sein Brutverhalten ist es. Das Weibchen sucht sich eine Baumhöhle, legt ihre Eier hinein und brütet. Dafür verschließt sie den Eingang bis auf einen kleinen Schlitz. Sie mauert sich förmlich ein. Dieser Verschluss dient als Schutz vor Nesträubern, wie Schlangen, Affen und Warane. Versorgen lässt sie sich und die geschlüpften Jungvögel vom Vater. Na, der hat dann aber ne ganz schöne Verantwortung!
Auch Affen toben auf der Anlage herum. Sie haben sich aus einem Mülleimer bedient. Sagen wir mal besser, der Chef hat‘s getan.

Das Zimmer ist noch nicht fertig, und so gehen wir jetzt erstmal ins Hotelrestaurant etwas essen. Sind sowieso schon ganz wackelig auf den Beinen und ausgetrocknet. Augenblicklich stürzen sich zwei junge Mädels auf uns und lachen und quietschen in ganz hoher Tonlage auf uns ein. Au Backe… 😳. Die sind hier in der Ausbildung, kommen aus Indonesien und lassen uns kaum Piep sagen. Ob wir was mit Reis wollten? Wo wir denn herkämen, oh, ah… Meine Güte, was haben die denn genommen??? Ein Blick in die umfangreiche Speisekarte ist nicht möglich und so schaffe ich es gerade noch einzuwerfen, dass wir es nicht spicy mögen. Not spicy, please! 🙏 Und zack, zwitschern beide ab durch die Mitte. Na das war ja jetzt was!!! Wie in einem Slapstick. 🤣 Schnell ist das Essen serviert,…

und es ist doch spicy. Mein Reis und Klaus‘ Fleischtöpfchen ist scharf. Hmm… Egal, wir werden es überleben, denke ich mir so. Die zwei Mädels sind zu drollig und nach dem Unterzeichnen der Rechnung, geht es zurück zum Boot. Nicht viel Zeit vergeht, und ich verspüre einen mächtigen Drang zur Toilette. Ich glaube, das scharfe Essen schlägt durch. Au weia! Ich sitze oben auf dem Boot, muss die Leiter runter und sehr weit laufen, um das erste Klo zu erreichen. Runter vom Boot schaffe ich noch, doch schon nach einigen Schritten kann ich es nicht mehr ganz halten, flutsch… 🫣. Oh je, x-ig und gekrümmt schleppe ich mich zur Toilette. Zum Glück ziehe ich keine Spur… 💩. In der Toilette entledige ich mich auch gleich meiner Unterhose, die ist hin. Die Hose drüber geht noch. Oh manno, mit was für Sachen muss ich mich abkämpfen. 🥵 Komplett nassgeschwitzt laufe ich durch den Regen zurück zum Boot…………….Pause…………….. Abends laufen wir beschirmt erneut zur Rezeption und nehmen die Zimmerschlüssel in Empfang. Nun geht‘s per Golfcar zum Etablissement.

Nobel! Schöner Kolonialstil empfängt uns.

Na dann gute Nacht mein Schätzle❣️Schlaf gut an meiner Seite. Hast du Ohropax mit dabei? Nee? Na dann….. 🙉
Früh am Morgen
Es regnet ja gar nicht, Halleluja❣️


Wir sind noch nicht zum Frühstück aufgebrochen, da schüttet es schon wieder wie aus Eimern. Solche Regenmassen kommen runter, dass wir uns nicht mehr raus trauen. Irgendwann machen wir es dann doch, Hunger!!! Durch sich schnell bildende Seen, Wasser, das nicht mehr abfließt, müssen wir hindurch, bis wir den Empfang erreichen. Dort prasselt es durchs Dach. Schnell werden Auffangbecken gestellt. Im Frühstücksbereich ist‘s aber trocken, und das Frühstücksbuffet ist der absolute Knaller.💥 Es gibt nichts, was es nicht gibt. Doch, heiße Schokolade gibt es nicht. Aber alle möglichen Kaffeespezialitäten, Tee, Säfte und Sekt! Nein was sage ich, Champagner 🍾! Eine extra Eierstation bietet frisch zubereitete Eiergerichte ganz nach Wunsch. Müsli, Obst, Porridge, Toast, Brot, frische warme Croissants, Schokoladenbrötchen, Muffins, Käse, Mortadella, Marmeladen, Pancakes, Crèps und viele warme Gerichte werden offeriert. Poah, wo fange ich da an? Und wo höre ich bloß auf?? Ich weiß es nicht, grins. 😋 Satt und zufrieden stiefeln wir bei Regen wieder zurück zum Zimmer…….. Pause……. Gegen Mittag laufen wir bei Regen zum Boot. Beim Marine Supplies Asia wird ein Zwischenstopp eingelegt. Wir lernen Geoff kennen, den pensionierten Australier. Er zieht es vor in Malaysia zu leben und macht hier mit der Marina noch sein Ding. Wir haben ein langes, äußerst interessantes und nettes Gespräch. Er und sein Team kennen sich bestens mit Seawinds aus. Viele sind hier schon gewesen und auch aktuell vor Ort. Wir werden ihn und sein Team alle anfallenden Arbeiten machen und auch das „Babysitting“ übernehmen lassen. Ach, Klaus fällt ein Stein vom Herzen. Er ist schon etwas angeschlagen, dass die Reise mit Yuti vorerst zu Ende ist. 🥹Übermorgen schickt Geoff Din, seinen ersten Mann, der schaut sich mal alles genau an. Prima 👍. Wir hocken jetzt wieder im Salon und werden ein paar Dinge abarbeiten. Zum Beispiel die Klos mit Frischwasser spülen…
Tschau, tschau 👋, see you 👀.
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