Der Treppensturz 😱

Heute düsen wir mit dem kostenlosen Wassertaxi von Rebak nach Langkawi rüber. Vorrangiges Ziel ist der Besuch eines Barbers. 🪒

Das ist die inseleigene „Fähre“. Von 6:00 Uhr früh bis Mitternacht düst sie von Rebak rüber nach Langkawi und zurück, in 7 Minuten. 31 Personen passen drauf, und so viele stehen und warten mit uns auch hier, mindestens.
Hier ist der Meeting Point. Bei Bedarf kommt auch noch so ein Fährbötchen. Heute ist der Bedarf, hier stehen mehr als 31 Personen. Auch das gesamte Personal der Anlage nutzt diese Verbindung rüber nach Langkawi.

Drüben angekommen, fahren wir mit einem Taxi zur besten Mall. Sie ist klein, aber fein. Schnell haben wir alles überblickt und laufen über die Straße zum Barber.
Klaus wird heute einer ganz besonderen Pflege unterzogen, und das zum allerersten Mal in seinem Leben!!! Oder ist es eine Qual? Er bekommt Wattestäbchen mit heißem Wachs in beide Ohren und Nasenlöcher. Ich schmeiß mich weg vor Lachen. 😂🤣😂

Im Leben nicht hätte ich geglaubt, dass er das mitmachen würde!

Nein, die Zwei sind nicht für Halloween dekoriert! 🤣 Ha, ha, ha…
Jetzt wird aber alles wieder rausgerissen. Aua, aua? Schrei 🗣️??

Mensch, keinen einzigen Piep gibt Kläusi von sich. Ich bin beeindruckt!!! Dann wird noch sein Deckhaar gekürzt und im Anschluss bin ich dran. Nee, das mit den Wattestäbchen ist nicht nötig, aber von meinen Haaren bleibt nicht sehr viel übrig. Später wird Klaus sagen, ich erinnere ihn an Bart Simpson. Aha, danke… 🤭. Um einige Haare leichter, wandern wir nun zum neuen Hochhauskomplex.

Mann, ist der rechte Block schmal!

Links daneben entsteht gleich nochmal so ein Komplex. Luxuriöse Wohnungen entstehen hier im Turbotempo, für Bewohner aus aller Welt. Und noch sind sie bezahlbar!

Autostellplätze, Hausmeister Service, Poolanlage, Restaurants und Shops inklusive. Gute Krankenhäuser liegen nahe bei. Malaysia boomt, wie alle Länder Südostasiens.
Es geht zurück zur Mall, dort gibt es Sushi satt.

Ja, Sushi scheint hier im Trend zu liegen. Nach uns hat sich eine richtig lange Warteschlange gebildet.
Vollkommen satt hauen wir uns in zwei der vielen Massagesessel, jedoch ohne Massage. Mit Karte oder Geldschein funktionieren die nicht. Eine eigene App muss runtergeladen werden, keine Lust. So ruhen wir dort halt ohne und trotz der nervigen Computerstimme, die uns ständig auffordert doch bitte zu gehen.
Es geht zurück zum Fähranleger und jetzt deutlich härter durch die Wellen zurück nach Rebak. Auf unserem Boot sitzend, warten wir nun auf die Anlieferung des bestellten Druckers. Im Internet hat Klaus bestellt und geliefert wird bis ans Boot. Perfecto❣️ Da isser ja schon, freu. 😊 Doch die Freude hält nicht lang, denn der Drucker versteht nur malaysisch und nicht die deutsche Installierungsapp. So einfach wie gedacht lässt sich gar nichts einrichten. Es wird ein grausames, langwieriges und nervenaufreibendes Unterfangen. Klaus flucht 🤬, Klaus schimpft 😡, Klaus schwitzt 🥵. Nach 1 1/2 Stunden hat er‘s. Dann nichts wie weg hier und in‘s klimatisierte Hotelzimmer.

Der schlimme Sturz

Die Stufen vom Hotelzimmer runter sind kurz und nass. Klaus‘ Füße sind zu groß für diese Stufenlänge und er verliert den Halt. Beide Füße rutschen über die feuchten Stufen hinweg, und er schlägt übelst mit dem Rücken auf die Treppenkanten auf. Ein Schrei, ein Wimmern und er liegt seitlich gekrümmt auf dem Boden. Um Himmels Willen! 😱 Das sieht böse aus! Ich bin bis ins Mark erschrocken. Klaus bewegt sich nicht und hechelt nur vor lauter Schmerz und Schrecken. Erst Minuten später versucht er sich ganz langsam aufzurichten. Ist was gebrochen? Man weiß es noch nicht. Der rechte Ellenbogen hat eine Schürfwunde. Gemeinsam gehen wir gaaanz langsam zum Boot. Gleich kommen Din und Liza, um sich die zu machenden Arbeiten an unserem Boot zeigen zu lassen. Oh ha, Klaus‘ Rücken hat ordentlich was abbekommen. Die untersten Rippen sind fett geprellt, an- oder durchgebrochen. Das kann sich Klaus jetzt aussuchen. Mensch, da segeln wir nun 4 1/2 Jahre um die Welt, überstehen Stürme, Wellen, Widrigkeiten aller Art und jetzt an Land passiert meinem Kapitän so ein übler Unfall. Was ein Rippenbruch schmerzlich bedeutet, weiß ich nur zu gut. Beim Paragliden habe ich mir mal einen vorderen Rippenbogen gebrochen. Das waren lange und furchtbare Schmerzen. Klaus hat jetzt schon starke Schmerzen und kann sich kaum bewegen. Das kann ja was werden… 😩.
Wir ziehen das mit Din und Liza durch, ich mache 3 Waschmaschinen an Bord und trockne in der Laundry. Klaus Schmerzen werden immer doller. Wir gehen gleich zurück auf‘s klimatisierte Zimmer und lassen jegliches Abendessen sausen. Klaus hat null Appetit. Eine Ibu 400 darf ich ihm noch reichen, mehr geht nicht. Das wird sicher eine ganz schwierige Nacht.

Nach schwieriger Nacht

Ich schaue mir mal die Seite und den Rücken meines Mannes genau an. Nee, Blutergüsse oder Ähnliches kann ich nicht entdecken. Ist er etwa ein Simulant? Nein! Ihm geht es wirklich schlecht. Eine weitere Ibu kann vielleicht etwas Erleichterung verschaffen? Hoffentlich! 🙏 Nur beim aufrechten Gehen sind die Schmerzen weniger schlimm. Übrigens, es regnet gar nicht mehr, die Sonne strahlt vom blauen Himmel. Wie schön. ☀️ Doch die Schwitze rinnt weiter in strömenden Bächen den Körper hinunter. 😓 Tja, man kann halt nicht alles haben. Wir klettern wieder an Bord und wurschteln ein wenig weiter.
Alle Ventilatoren werden entstaubt, entrostet und geputzt. Weitere 3 Waschmaschinen ziehe ich durch und trockne die Wäsche tatsächlich an Deck. Es regnet nämlich den ganzen Tag nicht!!! Dann wird noch der Motor vom Dinghy mit Frischwasser gespült, und ich staune, wie Klaus das vorrangig erledigt. Er beißt halt mächtig die Zähne zusammen. Abschließend schauen wir noch den Polizeiruf 110 und wackeln dann zurück aufs Zimmer.

Und wieder scheint die Sonne ☀️

Jippie! 🥳 Doch Klaus Rücken wird leider eher schlimmer als besser. Er fragt noch einmal Chat, um die Lage besser einschätzen zu können. Blau unterlaufen ist nach wie vor nichts. Auch nimmt er keine Knack- und Knirschgeräusche wahr. Ja mei, wir können halt nicht reinschauen. Doch normalerweise wird außer einer Schmerzmittelgabe auch bei einem Bruch nichts weiter gemacht. Was auch? Wir gehen jetzt erstmal zum Frühstück.

Bei Sonnenschein ist doch alles so viel schöner❣️

Und ja, wir genehmigen uns sogar ein Schlückchen Champagner.

Alkohol und Ibu. Na, na, na… ☝️

Wir schwelgen im Überfluss. Auch Klaus hat wieder Appetit. 😋 Danach gibt‘s nen kleinen Spaziergang. Aufrecht und gehend ist es immer noch am besten.

Vorbei am schönen Pool,…
treffen wir auf einen verträumten Pavillion.
Eine gute Meeresbrise erfrischt uns.
Die Umgebung ist schon wirklich nett. 🤩

Immer mehr wird klar, warum diese Marina mit diesem Resort bei uns Seglern so beliebt ist. Gut, dass Klaus vor einem halben Jahr den Platz für Yuti reserviert hat. Jetzt geht wohl gar nichts mehr.
Wir steigen einen kleinen Berg hoch, ganz langsam, ganz vorsichtig, und später wieder runter. Dabei lege dann ich mich noch mal kurz auf den Bart, aber nicht schlimm. Das Wegesstück ist noch vom Regen glitschig, und da rutsche ich halt weg, Badautz. Passiert ist nichts, nur die gerade gewaschene Shorts und Bluse ist jetzt matschig braun. Baum! 😝 Zurück im Zimmer, öffnen wir die Balkontüre, die Luft ist noch angenehm und luftig, und legen uns aufs Bett. Der Zimmerdienst wird ausgesperrt, wir lesen, schreiben und unterhalten uns. Zwischendrin schlummere ich sogar ein. Ach, das ist schon auch einmal wirklich schön. Vielleicht gehen wir heute Abend noch etwas Leckeres essen. Mal schauen…

Und wie es geschmeckt hat 😋

Sodele, der ultimative Rückflug nach Old Germany ist gebucht. Am 7. November werden wir losfliegen und am 8. hoffentlich wohlbehalten frühmorgens in Frankfurt ankommen. Davor fliegen wir aber morgen noch ganz kurz nach George Town auf Pinang, dem Silikon Valley des Ostens. Die Gegend gilt auch als deutsches Eck, mit Firmen wie Bosch, Infineon und anderen. Obwohl überwiegend in chinesischen Händen, hat sich dort seit Längerem eine rege deutsche Community entwickelt. Vieles ist am Entstehen und George Town gilt als quirlige, historische Stadt. Die und all das, was dort entsteht, wie zum Beispiel eine komplett neu aufgespülte Insel, wollen wir noch unbedingt mitnehmen.
Heute wird nochmal Wäsche gemacht, der Kühlschrank abgetaut, Essensvorräte entsorgt und mit einem weißen Südafrikaner gequatscht, der seine Seawind 1260 gerade uns schräg gegenüber geparkt hat. Jepp, hier ist wirklich ein Nest voller Seawind Katamarane, lustig! Da ist Yuti dann gar nicht so alleine. 🥹 Jetzt geht‘s wieder zurück aufs Zimmer und später noch einmal zum Essen. Auf dem kurzen Weg begegnen wir einer großen Otterfamilie, süüüß❣️

Vier kleine Quieker sind mit dabei und folgen der Mama, so gut sie können. 🥰 Der ganze Tross ist permanent am kommunizieren. Deutliche Quiek-, Quietsch- und Pfeiflaute sind zu hören. Überhaupt sind Otter sehr sozial und immer eng beieinander.

Schön war das, diesen Familienverband beobachten zu können❣️

Vom Tisch des Restaurants aus, haben wir den Pool gut im Blick. Auch am frühen Abend sind noch einige Gäste im Wasser und lassen sich bunte Cocktails schmecken.

Der Kabeljau, den ich gestern hatte war so super, dass ihn auch Klaus heute bestellen wird.

Auch die Geckos, die oben an der Wand kleben, würden gerne probieren. Sie trauen sich aber nicht.

Klaus, der arme Schlumpf, was hat er doch für Schmerzen. Heute ist der 3. Tag, und bisher ist es immer noch ein bisschen schlimmer geworden. Chat sagt, ab morgen wird‘s besser… Das hoffe ich aber sehr! 🙏 Drücken wir die Daumen. ✊ Ich werde berichten.
Selamat tinggal 👋

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