Genau so soll sie aussehen. Wie ein Weinglas mit rotem Traubensaft an weiĂem Strand. đ€©
Moment mal, rotes Wasser? Nein, das kann nicht sein. So ist es auch nicht, aber so war es einmal. Laut gesponnenem Seemannsgarn soll die Bucht einst rot gefĂ€rbt von frischem Walblut gewesen sein. Wale, die einst in groĂer Zahl in diese Bucht hineingetrieben wurden. So ne Sauerei! Aber vielleicht ist das auch gar nicht wirklich so gewesen? Da streiten sich nĂ€mlich die Geister. Manch einer hĂ€lt diese martialische Geschichte schlicht fĂŒr einen TouristenfĂ€nger. TzzzzâŠ.
Egal, wir fahren jetzt dahin, nach einem zweiten EierfrĂŒhstĂŒck und einer kurzen Verabschiedung vom unfreundlichen Gastgeber. Und wie ich es mir dachte, die dazugehörige Frau ist nicht mehr aufgetaucht. Die hat das Weite gesucht, so wie wir jetzt auch.



Dann rasten wir an einem See, mit sehr vielen abgestorbenen BĂ€umen und StĂŒmpfen.



Weiter im Text, eine ganze Menge Weinanbau dominiert nun die Landschaft. Jepp, australische Weine spielen mittlerweile in der ersten Liga der WeinanbaulÀnder mit.




Die Landschaft öffnet sich, wird weit, von Wasserarmen durchzogen, Bergketten steigen im Hintergrund empor. Ein nobler Winzer samt Restaurant taucht auf, wie aus dem Nichts. Devilâs Corner, das Teufelseck. Wir hatten schon davon gehört und machen hier auf jeden Fall ein PĂ€uschen. Nicht wegen des Weins, nein, eher wegen des Essens. đ

Und wegen der schönen Aussicht, denn ein kleiner Aussichtsturm gehört zum Anwesen mit dazu. Rauf mit uns!


Dann gehen wir rein. Mensch, hier ist ja der Teufel los, passt zum Namen. Wo kommen bloĂ all die Leute her? GröĂere Ortschaften sind hier doch gar nicht. đ€





Hier sind sie alle vertreten, Junge und Alte, PĂ€rchen, Familien und Freunde. SĂ€mtliche AnlĂ€sse lassen sich hier feiern, Weinproben machen, herumtoben im groĂen Gartenbereich, drinnen sitzen, drauĂen sitzen, Muscheln schlĂŒrfen, Pizza essen und noch so viel mehrâŠ. Wir bestellen uns eine Pizza mit Ente, leckerâŁïžDann schnappen wir uns zwei der vielen bequemen SitzsĂ€cke und flezen uns in die Sonne auf die Wiese. Hier mĂŒssen wir auch gar nichts mehr bestellen, können einfach sein. HerrlichâŁïžIch mag gar nicht mehr weg, aber wir wollen ja noch zu unserer vorletzten Unterkunft, der Freycinet Lodge. Dann losâŠ







Unsere liegt fast am Ende der groĂen Anlage und sehr schön im GrĂŒnen. Schauen wir mal rein.

Das sieht ja prima aus. Helle Farben, klare Linie, ordentlich, sauber, gemĂŒtlich und viel Platz. Klaus hat eine Familienlodge gebucht, so haben wir ein zusĂ€tzliches Schlafzimmer. đŽđ€đ€ Dieses Mal werde ich Klaus das Doppelbett ĂŒberlassen, und ich gehe ins âKinderzimmerâ, grins. Was bedeutet eigentlich der Name Freycinet?
Da gab es einst den französischen Seefahrer und Kartographen Louis de Freycinet, der auf einer Vermessungsfahrt die KĂŒste Tasmaniens kartierte und die Halbinsel samt markanter, pinker Berge dokumentierte. Ihm zu Ehren wurde genau diese Halbinsel zum Nationalpark der seinen Namen trĂ€gt. Und in genau diesem Nationalpark liegt die berĂŒhmte Wineglass Bay. Und genau dorthin wollen wir heute noch wandern. Es ist noch nicht zu spĂ€t, und Chat ist sowieso der Meinung, besser ganz frĂŒh oder eher spĂ€t den Aufstieg zu machen, da der Andrang dann bedeutend geringer sei. Los gehtâs.

Wieso sollen die Berge pink sein? Also erst einmal besteht das Berggestein aus uraltem Granit, entstanden vor 300 Millionen Jahren. Durch Erosion kam es ans Tageslicht und wurde durch Wind, Wasser und unterschiedliche Temperaturen geformt. Ein hoher Anteil an Feldspat-Mineralien begĂŒnstigt die pink-rosa FĂ€rbung. Je nach Sonneneinstrahlung wirken die Farben krĂ€ftiger oder schwĂ€cher, rosaroter oder sogar orange.





Also, ich bin fast geplÀttet ob dieser dollen Steine. Nicht nur der Farben wegen, sondern auch wegen ihrer tollen, abgerundeten Formen!

Und Marlene, wenn du das hier siehst, das erinnert doch stark an die Seychellen, oder nicht?




















Der schöne BrĂŒckenweg geht noch um die Kurve und etwas weiter hoch. So hat man dann verschiedene Blicke auf diese Bucht. Und tatsĂ€chlich, wir sind zu spĂ€ter Stundâ fast ganz alleine hier. Das hat wasâŁïž








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Wir sind oben, fast alleine. Nur eine junge Dame, in Meditation versunken, sitzt hinter uns. Oommmm⊠đ§ââïž FĂŒr sie sind WIR jetzt bestimmt der gröĂte Graus. Zwei Alte schnaufen sich hier hoch, zu spĂ€ter Stundâ und stören die himmlische Ruh. Ich laufe dazu auch noch herum, klettere hierhin und dorthin, um verschiedene Fotoperspektiven zu erhalten. Es tut mir ja auch leid, und ich fĂŒhle mich durchaus etwas doof, aber was sollâs. Ich werde höchstwahrscheinlich nur einmal in meinem Leben hier sein. Da hat sie leider Pech gehabt.





Wir steigen nun wieder eine Etage runter und quatschen dann was das Zeug hĂ€lt. Klaus hat nĂ€mlich den Vorschlag gemacht jetzt ganz runter zu steigen bis runter an den Strand und in einem groĂen Bogen zurĂŒck zum Parkplatz zu gehen. Er meint, zeitlich mĂŒssten wir das noch im Hellen schaffen. đł Das glaube ich aber ganz und gar nicht! Hast du da wieder den Walk von Superman genommen? Der das fliegend in 1 bis 2 Stunden schafft? Nein, diesen groĂen Walk machen wir ganz in Ruhe morgen. Dann mĂŒssen wir ja wieder hier hoch, ist sein Einwand. Jepp, so isses. Er lĂ€sst sich ĂŒberzeugen und wir wandern nun wieder zurĂŒck zum Auto.

Gerade biegen wir um die Ecke, da hockt ein Wallaby am Gehwegrand.




Nein, es ist kein Osterhase. đ

und dann geht es weiter abwĂ€rts. âŹïž

Stopp, diesen extrem ausgehöhlten Felsen wollte Klaus schon auf dem Hinweg fotografieren. Jetzt aber đž.







Aber da wartet noch ein Wallaby auf uns, und ich möchte es unbedingt mal richtig hĂŒpfen sehen. đ
So, das wĂ€re dann auch noch erledigt und im Kasten. Jetzt hĂŒpfen wir zurĂŒck zur Lodge und ins Bett. Jeder in sein eigenes. Guts NĂ€chtle đ
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