Das Segeln ist schön 🥰

Um 7:00 Uhr ist der Anker ⚓️ gehoben. Wir segeln los. ⛵️ Unser entfernteres Ziel ist Lombok, unser nächstes Ziel Komodo. Aber NICHT der Nationalpark, wir haben ja kein Eintrittsticket, sondern eine kleine, vorgelagerte Insel, die zu den Komodo Islands gehört, aber nicht zum Nationalpark. Pulau Banta ist ihr Name, und sie besitzt eine große Naturbucht. Da wollen wir hin.

Schau mal, auf dem Weg von Kupang nach Pulau Banta, oben bei Ost-Nusa Tenggara, gibt es eine Stadt mit Namen „Ende“. 🤭

Martin und Cherry sind schon weg. Sie haben ja etwas andere Pläne als wir und werden heute nicht sehr weit segeln. Tschau, tschau 👋 und all time happy sailing❣️
Das Segeln ist nämlich wirklich schön❣️Vorbei ist’s mit dem Geschwibbel und Geschwabbel und dieser furchtbaren Kreuzsee, wie noch an Australiens Ostküste. Wir gleiten gemütlich mit ausreichend Wind durchs Wasser und kommen gut voran. Die Sonne scheint vom fast wolkenlosen Himmel, und die Temperaturen sind super angenehm. Die Situation ist sehr entspannt. 😎 Bis auf einige seltsame „Inseln“, die durchs Wasser treiben.

Ein Palmenpüschel in der Mitte und Seevögel drumherum.

Was ist das nur? Ich muss recherchieren! Oh, so etwas nennt sich Rumpon, ein traditioneller Fischsammler, auch FAD (Fish Aggregating Device) genannt und als FAD auf unserer Karte teilweise eingezeichnet. Das heißt, es muss ja wohl am Grund befestigt sein? Genau! Von 20 bis auf 1.500 Meter lange Ketten verankern solche Flöße. Unglaublich! Unter dem Floß hängen Palmenwedel, Kokosblätter, Leinen und anderes Zeug, was kleinste und kleine Fische anlockt. Die wiederum ziehen größere Fische und dann Jäger, wie Bonitos und Thunfische an. Unter so einem Floß kann sich ein richtiger Fischberg ansammeln. Sie lieben Strukturen im sonst so unstrukturierten, offenen Meer. Die Fischer wissen genau wo sie solche FAD‘s verankert haben und können per Echolot und anwesenden Seevögeln erkennen, ob es sich lohnt zu fischen. Leider sind diese Inselchen meist unbeleuchtet und für uns eine echte Gefahr. Also? Uffbasse!
Ganz kurzentschlossen und spontan, entscheiden wir uns noch vor der Insel Banta einen Stopp einzulegen. Und zwar am äußersten Zipfel der Insel Flores. Dort beschreibt ein Segler auf noforeignland, dass er auf einem Hügel, unter einem Steinhaufen, eine Überraschung versteckt habe. 😃 Die wollen wir finden! ☺️ Aber es ist noch ein gutes Stück bis dorthin.

Am nächsten Morgen

Wieder startet ein prima Segelmorgen. Um 5:00 Uhr beginnt es sich zu erhellen. Um 5:30 Uhr kann ich schon einiges erkennen, um 6:00 Uhr ist’s hell und die Sonne aufgegangen. Ich hatte wieder mit der ersten Nachtwache begonnen und sitze nun zum Sonnenaufgang erneut hinter‘m Steuer. Die komischen Fischsammler sind uns nicht mehr untergekommen, oder wir haben die bei Nacht gar nicht erst entdeckt. Jetzt, über den Tag, wechseln wir immer mal wieder zwischen Jib und Screecher, Motorunterstützung und ohne. Dazu hören wir laut Musik, lalala la la… 😎.
Da entdeckt Klaus, kurz vor dem nächsten Sonnenuntergang, 2 mächtige Vulkane.

Von Normalnull bis auf 2.200 Meter, tauchen diese beide Brocken so eben mal aus dem Meer empor. Das ist sehr beeindruckend und das, obwohl wir noch circa 100 Kilometer von den beiden Vulkanen auf der Insel Flores entfernt sind. Das ist übrigens genau die Ecke, wo es vor ein paar Tagen ein kräftiges Beben im Erdinneren gab. Dazu sind beide Vulkane aktiv. 🌋 Aufregend! Die sehr beliebten Wanderungen bis hoch zu den Kratern sind im Moment nicht erlaubt. Zu aktiv ist die gesamte Region.

Und nun erleben wir auch noch einen grandiosen Sonnenuntergang.

Fantastisch, einfach fantastisch❣️ Erneut segeln wir in die Nacht hinein. Die Einteilung der Nachtwache verläuft wie gehabt, erst ich, dann Klaus…
Ein Squall überfliegt uns, es regnet aber nicht. So eine dunkle Wolkenansammlung hatten wir schon ewig nicht mehr. Richtung Singapur wird das aber wieder zur Normalität werden. 🥴

Wieder ist eine Nacht geschafft 🥱

Heute Morgen ist es zum ersten Mal seit langer, langer Zeit bedeckt. Ich denke aber, die aufgehende Sonne wird das meiste Gewölk wegbrutzeln. Doch eben geht ein kleinerer Squall mit Nieselregen über uns drüber.

Das momentan arbeitende Screecher macht seinen Job gut. Es darf bleiben. 😊
Wieder kommen schöne Bergmassive in unser Blickfeld.

Auch sie stehen auf der größeren Insel Flores.

Was ist die indonesische Insellandschaft doch schön❣️ Irgendwie hatten wir das gar nicht so richtig auf dem Schirm.

Der Himmel ist wieder aufgerissen, die Sonne scheint, und ein neues „Gebirge“ zieht unsere Blicke auf sich.

Was ist das? Kohle? Kohle auf einem schwimmenden Container? Alleine auf weiter Flur? Nein, davor ist ein Schlepper gespannt.

Mensch, tatsächlich, da zieht ein Tug Boot einen vollbeladenen Kohleanhänger. Sowas kam uns auch noch nicht unter.

Dann erreichen wir am Nachmittag unsere nächste Ankerbucht.

Diese Hügellandschaft sieht aber auch wieder sehr interessant aus. 🤩

Die Bucht❣️

Wir sind alleine, wie schön und ankern nun am westlichsten Zipfel von Flores.

Das hier ist eine wunderschöne Bucht und nur für uns. 😃

Nee, Reiher und Affen sind auch hier. Aber das ist okay. 😉

Auch eine Riesenmoräne reißt ihr Maul auf und bewacht den Eingang der Bucht.

Echt cool hier❣️Jetzt machen wir Urlaub, hi hi hi….

Es dämmert…

Ein unglaublicher Mond, fast voll, erhellt uns die dunkle, dunkle Nacht.

Da kommen doch tatsächlich noch 2 Fischer, mit roten Flackerlichtern und suchenden Taschenlampen. Sie sortieren ihre Netze und machen was auch immer, ich kann es nicht erkennen. In den frühen Morgenstunden werden sie sich bestimmt wieder vom Acker machen. Wir sagen jetzt mal gute Nacht. 😘 😴.

P.S.: Ich denke noch eine Zeit lang über die beiden Fischer nach, auf ihren kleinen hölzernen Nussschalen. Bequemlichkeiten kann man nicht an Bord erwarten. Vielleicht noch eine Hängematte? Wahrscheinlich nicht. Etwas zu essen? Reis und Fisch. Was zu rauchen? Bestimmt! Körperhygiene??? Nee.
Auf alle Fälle ist es ein hartes und entbehrungsreiches Leben.

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