Ihr Kinderlein kommet 🤗

Nun ja, ein paar Tage müssen wir uns noch gedulden. In der Zwischenzeit und in Vorbereitung auf unseren Besuch, erkunden wir ein wenig die nähere Umgebung und veranstalten noch das ein oder andere „Testessen“. 🤤
Seit dem 1. Oktober wird hier das Oktoberfest gefeiert. Na ja, nicht wirklich, aber es gibt den gesamten Oktober Kalbsschnitzel satt, mit Pommes und 4 Dosen Bier, für 2 Personen. Das wollen wir haben! Unbedingt!! Wir werden es uns mehrfach gönnen❣️

Jedoch mit einer kleinen Abänderung. Zwei Dosen Bier tauschen wir in Cola Dosen ein und mixen uns Cola-Bier. Das ist richtig süffig!!! Besonders mit dem heimischen Bintang Bier❣️ Na dann Prost. Auf die Frage, ob sie denn wüssten, wo das Oktoberfest herkomme, bekommen wir die prompte Antwort, aus Indonesien! Wir lachen uns scheckig. 🤣😂🤣 Nee, aus Deutschland natürlich, aus Bayern! Echt lustig! 😆 Sie bereiten es aber ganz toll zu, das riesige Schmetterlingsschnitzel aus Kalbfleisch! Auch die feinen, knusprigen Pommes sind gut, vor allem mit ordentlich viel Ketchup. Über unseren Mix aus Cola und Bier sind sie überrascht. So etwas haben sie noch nicht erlebt, aber ausprobieren will es zumindest mal eine der Kellnerinnen. Und wir? Wir werden jetzt doch tatsächlich noch auf den letzten Metern zu Biertrinkern?! Unfassbar! Prost! Dann erkunden wir das nahegelegene Turi Resort. Alle dortigen Restaurants, den Pool und alle Strandattraktionen dürfen von uns und auch den Kisslers mitgenutzt werden. Nix wie hin!

Auch dieses Resort hat seine besten Tage hinter sich, ist aber dennoch nett und einen Besuch wert. In knappen 10 Minuten Fußweg ist man von der Marina hierher gelangt. Null Problemo!

Na? Ob sich jemand von den Kindern später hochziehen lässt?

Hier muss man vom Strand aus starten. Wie sie die Landung gestalten werden, bleibt uns verborgen, denn wir laufen weiter zur Island Bar.

Auch hier wird das Oktoberfestschnitzel angeboten, aber erst ab 18:00 Uhr. Leider ist der lange Steg schon ganz schön marode, und das letzte Stück gesperrt.
Am nächsten Tag machen wir uns ran, das Boot zu waschen. Leider wird dieser Waschgang von einem Schwächeanfall des Käpten’s begleitet. Obwohl er dieses Mal den leichteren Part des Abspritzens hat, während ich den Schrubber schwinge. Wir ziehen es trotzdem durch und machen halt mehr Pausen. Die Luft ist aber auch schrecklich. Das kann doch gar nicht alles nur Wasserdampf sein! Nee, ist es auch nicht. Es ist Smog, Rauch und Qualm von den etlichen Großbränden in Indonesien. Einer der Marinos meinte, so schlimm sei es schon viele Jahre nicht mehr gewesen, und dazu sei es auch noch unerträglich heiß. 35 Grad sind hier eigentlich nicht so üblich. Okay, da darf Klaus auch mal einen Schwächeanfall haben. Am Ende unserer Putzerei sind wir nasser als Yuti und füllen auch noch unseren Tank auf. Ohhh, das Wasser ist ja ganz braun. Da werden bestimmt die letzten Grundwasserreserven hochgepumpt. Auch Regen gab es schon viel zu lange nicht mehr. Für die etlichen Rechenzentren braucht’s ne Menge Kühlung. Und für die Kühlung braucht‘s Wasser, viel Wasser. Eigentlich sollten dafür zeitgleich 3 große Meerwasserentsalzungsanlagen gebaut werden. Ich konnte noch nicht eine entdecken.
6. Oktober, die Kinder sind heute in Singapur gelandet. 🥳 Die ersten beiden Tage verbringen sie im berühmten Fullerton Hotel. Genug Zeit für uns, auch noch das Boot von innen auf Vordermann zu bringen. Es soll ja alles schön und ordentlich sein. 🤩 Und dann ist es soweit, die Kisslers sind da❣️

Lauf, lauf, lauf… Der erste Minibus ist leer. Ja wo sind sie denn nur? Im zweiten❣️
Daaaa ist sie❣️ Unsere allerliebste Enkeltochter❣️ Unsere süßeste Alvi❣️Unser Herzblättchen, hätte meine Omi gesagt❣️🤗
Und jetzt, Trommelwirbel 🥁, die strahlende Mutter❣️ Frau Dr. med. dent. Larissa Kissler❣️Unsere allerliebste Tochter❣️ 🤗
And last but not least, unser allerliebster Schwiegersohn❣️Strahlend auch er. 😁 Norman Kissler❣️ Banker und self made wood master…

Nu sind sie daaa und werden vom Hotelpersonal mit einem Willkommenstrunk begrüßt und samt Gepäck in ihr Chalet geführt.

Jetzt ist der Glanz und Glamour aber auch spätestens zu Ende. Das Häuschen über 2 Stockwerke ist zwar wirklich groß, aber doch ziemlich heruntergekommen. Die Jalousien sind teils verbogen und verstaubt, im Bad prangt ein riesiger Wasserschaden an der Decke, das hölzerne Balkongeländer ist in Auflösung, Hati, Hati, und die Klimaanlage kann nur Eisschrank oder gar nichts. Dann gibt es noch einen Obstteller im Wohnzimmer, von dem wir die meisten Früchte nicht kennen und sie auch nicht schmecken. Baum! Und Larissa hat von der langen Reise einen steifen Hals. Guuut, dass ich noch eine Tüte Gummibärchen gekauft habe und die jetzt erstmal rumreiche. 😅 Dann marschieren wir im Entenmarsch ins Restaurant und lassen es uns allen gut schmecken. 😋 Und ohne die obligatorische Verdauungsstunde abzuwarten, platschen Norman, Alva und ich in den Pool. 💦 Alva zeigt mir all die Kunststückchen, die sie in der Zwischenzeit gelernt hat. Sie ist eine ganz famose Wasserratte geworden, schwimmt und taucht, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Toll❣️

Danach laufen wir sogar noch rüber zum Turi Pool und im Anschluss noch zur Island Bar, um Schnitzel zu essen. 😋 Die jungen Kellner verstehen bloß Bahnhof und sind extrem schwer von Verstand. Braucht man zum Schnitzelessen Teller und Besteck? Ja, aber vielleicht erst sooo spät, dass wir schon fast alles mit Händen und Füßen verschmatzt haben. 🙄 Doch unser Cola-Bier entfaltet seine entspannende Wirkung. Auch bei unserer halsverkrampften Tochter. Wir lachen uns schlapp und haben viel Spaß.
Am nächsten Morgen fahren wir nach dem Frühstück zu einer richtig guten Mall, nach Batam City. Norman hat sie rausgesucht. Dort ist es schön kühl und nicht versmogt. Doch zuerst besuchen wir einen kleinen Streichelzoo, ganz in der Nähe. Chat meinte zwar, für Klaus und mich wäre das jetzt nicht unbedingt das Richtige, aber mit Enkeltochter könnte man diesen Ausflug ruhig machen. Wir müssten halt über die nicht wirklich tiergerechten Gehege hinwegschauen. Okay. Der Eintritt ist superbillig, 2 Futterkörbchen gibt es für wenige Cents noch mit dazu und Eis für die, die mögen. Apropos Futterkörbchen. Das ist jetzt nicht nur mit trockenen Pellets befüllt, wie wir es aus deutschen Wildgehegen und Zoos kennen. Nein, da sind lauter verschiedene Tütchen mit unterschiedlichsten Futtersorten drinnen. Geschnittene Möhren, Salat, lange grüne Bohnen, Mais, Sonnenblumenkörner, Heu und Fischfutter. Das Fischfutter kommt sofort zum Einsatz. Gleich hinter dem Eingang befindet sich ein kleiner Teich mit Bachlauf und hunderttausenden Kois.

Mein Gott, was ist das für ein Gewimmel!!!
Ein bisschen spooky sieht das schon aus, so mit dem künstlichen Nebel!

Hier im Zoo ist übrigens der Teufel los! Etliche Schulklassen sind unterwegs und werden mit Megafonen beschallt. Beim Füttern des Wasserschweins ist der Lärm zu erahnen.

Es ist angespannt, hüa. Zur Zeit mag noch niemand mitfahren.
Es ist warm, drückend und schwitzig. Dieses coole Rindvieh weiß sich zu helfen. Mit beiden Vorderbeinen steht‘s im Wasserfass. 😄
Eine sehr hübsche und verfressene Schildkröte. Hinter‘m Hasenstall liegen noch etliche im Schatten.
Der Hasenstall. 🐇

Dann kommen wir an etwas gruseligen, sehr kleinen Gittergehegen vorbei. Affen und Waschbären vegetieren dahinter. Auch wenn die Waschbären bei uns in Deutschland mittlerweile eine echte Plage darstellen, meine Schwägerin Sabine könnte ein Lied davon singen, tun sie mir hier schon echt leid! 😞
Plötzlich verwandelt sich der Zoo in ein Spiel- und Freizeitgelände. Ein großes Wasserbecken mit Kletter- und Rutschmöglichkeiten schließt sich an. Alva geht unter die Baggerfahrer und ist hoch konzentriert bei der Arbeit. 😀

Also wenn man mag, könnte man sich hier locker für ganz kleines Geld, den ganzen Tag aufhalten. Das wollen wir jetzt nicht und lassen uns zur gekühlten Mall kutschieren.

Der hat sich passend zu seinem Roller einen Aufsatz gebastelt. Ich glaube er sammelt Pappe… Nee, da sind lauter Plastikfolienbeutel mit Chips drinnen, oder???

Und dann wird der Rekord von Phuket eingestellt. Fünf Menschen auf einem Roller❗️Süß, der kleinste Quieker wird ganz schön zusammengequetscht.

Und das ward gesehen, im Dezember 2022 auf Phuket. 😀

Der einzige Unterschied beider Fotos ist, auf Batam trägt zumindest die fahrende Person Helm. 😂
Nun ist die Mall erreicht und wir genießen
alle die angenehme runtergekühlte Temperatur.

Opi Klaus muss herhalten. Ist er jetzt Packesel Opi? 😅

Hier fährt so ne ulkige „Eisenbahn“ herum.

Das werden Alva und ich auch gleich mal machen. 😂 Macht direkt Spaß, und die Pferdchen gehen auch noch rauf und runter. Jippie❣️Norman kommt gerannt und steckt uns Kekse zu. Reiseproviant! Ich lach mich schlapp. Klaus und Larissa liegen parallel in Massagesesseln und lassen sich durchkneten. Irgendwann geht‘s wieder zurück zum Marina Resort und in die schwere Hitzeluft. An Bord wird die Klimaanlage angeschmissen und das Lego-Auto gebaut, das zuvor in der Mall erstanden wurde.

Alva ist hochkonzentriert und baut das Teil ganz souverän und in Ruhe zusammen. Ich bin schwer begeistert❣️Überhaupt ist sie echt toll. 🥰 Dann, die Uhr hat sechs geschlagen, laufen wir zum Turi Beach rüber und suchen den Japaner. Zum Abschluss des Tages soll es noch einmal richtig heiß und feurig werden.

Nein! Hot!!! 🔥

Wenn das kein gebührender Tagesabschluss ist, dann weiß ich es auch nicht. Guten Nacht alle miteinander.
*********************🌙******************

Am nächsten Morgen sind wir zur Mangroventour verabredet, um 9:00 Uhr geht es los.

Alva weiß schon sooo viel und ist uns eine prima und hochmotivierte Tourleiterin. Mangroven sind für sie nichts neues und so erklärt sie uns, warum diese langen „Bohnen“ nach unten hin so spitz zulaufen. Wenn sie fallen, bohren sie sich mit ihrer Spitze in den Boden und keimen aus. Dann kommt gleich noch das Thema Erdanziehung dran, und alle Klarheiten sind beseitigt. 😄 Nein, Alva weiß wirklich gut Bescheid. Was wären wir bloß ohne sie? Der Bootsfahrer sagt nämlich rein gar nichts… 🤐.

Was verrät die Sitzhaltung über einen Mann? Jeder mache sich seinen eigenen Reim drauf. 😜
Zum allgemeinen Smog tragen wir nun leider auch noch mit bei. 🙊

Nach einer knappen Stunde ist es getan und wir marschieren gemeinsam ein Boot weiter zu Yuti. Alva wünscht sich sooo sehr eine kleine Ausfahrt. Naaa guuut. Alle helfen, wir legen zügig ab, motoren ein wenig hinaus und ankern bei einer kleinen Insel.

Alle sind sehr interessiert und Alva hat genaue Vorstellungen, was sie an Bord alles machen möchte. Sie möchte steuern, Fische füttern, durch Fenster und Luken steigen und etwas essen. 😅 Vieles von dem tat sie schon einmal, vor knapp 4 Jahren, und sie möchte es heute genau so wiedermachen. Allerhopp!

Damals und heute. 😊

Ich koche Spaghetti mit frischen Tomaten und Schafskäse, serviere Kakao, geeisten Espresso, Kekse und Drachenfrüchte, da ist für jeden was dabei. Plötzlich bekommt Käpt‘n Klaus eine beunruhigende Whatsapp. Unser Marino Acok schreibt, dass wir gar nicht einfach mal so hätten rausfahren dürfen. Upsi! 🫪 Zumindest hätten wir bei den Autoritäten Bescheid sagen und irgendwelchen Papierkram erledigen müssen. Okay, wir kommen sofort wieder zurück. Beim Heben des Ankers fällt der Kettenzähler aus und lässt sich auch nicht mehr beleben. Das ist jetzt kein Drama, aber blöd! Zügig schippern wir brav zurück in unsere Box. Zwei Marinos helfen. Der eine meint, wir müssten noch ins Marinabüro, um uns zu erklären. Huch! 😳 Er telefoniert kurz, dann ist aber doch alles in Ordnung. Wir hätten ja die indonesischen Regeln nicht gekannt. Jepp, so isses.
Für abends haben wir Fünf uns zur Schnitzelschlacht in der Bar verabredet. Draußen findet unter dem Glasdach eine große Firmenfeier statt. Mann, ist das laut! Über 200 Personen lassen sich von ihrer Firma feiern und hochleben. Einige sind verkleidet, sei ein Superheld, ist das Thema des Abends. Alles ist bunt, schrill und extrem laut. Hm…, wäre jetzt nicht so meins! 🙊🙉🙈 Wir lassen es uns schmecken, trinken Cola-Bier, Klaus und Norman spielen Billiard und Alva wird immer aufgedrehter. Dann geht ein heftiger und lang anhaltender Platzregen nieder. Das ist jetzt aber auch schon alles egal, die da draußen feiern lautstark weiter, wir in der Bar auch. Alva tanzt im Regen, wir ziehen das letzte Cola-Bier weg und dann ist allgemeiner Aufbruch. Doch Alva saust weiter wild herum, kneift mir zum x-ten Male in den Popo, ich renne ihr hinterher, rutsche über eine kleine, nasse Stufe, verliere das Gleichgewicht und stürze in den Koiteich. 😱 Nicht aber komplett, sondern nur mit dem linken Arm, bis zur ehemals gebrochenen Schulter, in exakt den Spalt zwischen Weg und nächster Teichtrittplatte. Norman und Larissa sind sofort zur Stelle, und Norman zieht mich wieder hoch. Beide sind erschrocken und überrascht zu gleich, wie ich das wieder geschafft habe!!! Ich aber auch!!! Und ich muss eben mal nachdenken, ob mir jetzt was weh tut, oder nicht. Aber nein, mir tut tatsächlich nichts weh. Nur bin ich jetzt halt halbseitig nass. Keine Arm- und Schulterschmerzen, keine Kopfschmerzen, keine Hüftschmerzen, nichts womit ich reingerutscht oder aufgeschlagen bin tut weh. Meine Herren, da hatte ich aber jetzt nen richtig fetten Schutzengel❣️Danke, wem auch immer… 🙏. Norman ist über meinen Stunt immer noch etwas geplättet. Es muss wirklich halsbrecherisch ausgesehen haben. 🤪 Nun gut, dann jetzt mal gute Nacht allerseits, zum zweiten, und morgen geht es frisch, fröhlich und vergnügt zusammen nach Singapur rüber. Tschau, tschau 👋✋👋.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert