Reiseplanung, Reiseplanung, Reiseplanung…. 🤯

Sonst noch was? Nee, erstmal nicht. Das Kimberley will uns nicht mehr aus dem Kopf. Einen Flug dorthin zu bekommen ist nicht das Problem, aber dann… Wir möchten in den Purulullu Nationalpark und von dort zu den Bungle Bungles. Hört sich ja echt witzig an, soll aber etwas ganz Besonderes sein, so die gestreiften Berghaufen, die wie Bienenkörbe aussehen sollen. Tja, aber mit einem normalen SUV Leihwagen lässt man uns nicht dorthin. Über die letzten 50 Kilometer ist die Strecke unbefestigt und soll es in sich haben. Dafür müsste man einen richtigen, fürs Outback geeigneten 4WD, hochgelegten Toyota Hilux mit Dachzelt und allem Pipapo haben. Eigentlich wollten wir aber in ein schönes Hotel. Gut, ein Hotel wäre buchbar, aber da kommen wir mit nem Normaloauto nicht hin. Es geht vom Preis aber nur Hotel oder Overlander . Beides wäre doppelt gemoppelt und auch viel zu teuer. Nach verschiedensten Überlegungen und etlichen Anfragen später ist klar, wir brauchen so einen Overlander. Aber, die sind alle ausgebucht und on the road. Ja, ja, Hochsaison, ich weiß. 🙄 Aber Ende gut, alles gut, für den 8. bis 14. August pbekämen wir noch so ein Monstrum. Dann hätten wir zwischen der ersten Reise und der Road Tour nur einen Tag dazwischen, und nach der Rückkehr aus dem Kimberley blieben uns gerade noch 3 Tage bis zum Ausklarieren und Wegsegeln. Am 17. August ist tuck, da läuft unser Visum ab, und wir müssen alle Formalitäten erledigt haben. Knappe Sache! Eine Woche vorher muss die Behörde informiert werden und nach einem Termin angefragt werden. Und 3 Wochen vor Ankunft will Indonesien alle notwendigen Anträge und Visa geprüft und vorliegen haben. Oh, das wird alles schwierig und zeitlich eng. Überleg, überleg 🤔, doch, wir machen das jetzt mit der Road Tour! Klaus hat den Finger am Abzug und…… drückt ab. 🫣 Gebucht. ✅ Damit ist es aber noch nicht getan. Wir starten nun von Darwin aus, machen circa 2.500 Kilometer hin und zurück und brauchen verschiedene Camp Grounds zum Übernachten. Auch die sollen im Vorhinein gebucht werden. Ach, was sage ich? Es ist eine Heidenarbeit! Aber wenn wir schon nicht mit Yuti dort hinsegeln, dann fahren wir eben mit diesem Hilux.

Sowas erwartet uns wohl, aber ohne Solarpanele auf dem Zeltdach. Jau, und in diesem lütten Dachzelt wird genächtigt. 😳

Das wird ein Abenteuer❗️😎 Aber hallo!
So, unsere Schädel qualmen, die Augen sind rot geädert, und wir müssen mal wieder raus in die Natur. Waren wir eigentlich schon im Botanischen Garten von Darwin? Nein? 😝 Na, dann nichts wie hin, aber zu Fuß! Okay.

Schau mal einer an, Klaus’ T-Shirt ist zum Kleidchen geworden. 😆

Eigentlich sind wir schon fertig, bevor wir ganz da sind. 🫠 Was bietet sich da an? Na klar, eine Rast im Gartenrestaurant.

Dann geht es erst richtig hinein in den Garten der Botanik.

Botanik??? 🫪

Oh mein Gott! Was ist das denn da oben auf dem Baum? Ist das Deko oder echt, frage ich meine Glotznachbarin. Echt, flüstert sie. Sie hat sich eben noch bewegt. Hm… 🤔. Bestimmt schauen 10 Leute angespannt nach oben auf den Baum. Dann lacht jemand. Fake, Fake…. Meine Glotznachbarin fühlt sich verschaukelt und meint, ihre Freundin hätte die Bewegung der Schlange gesehen. Sie habe ihr geglaubt. Wir schütten uns aus vor Lachen. 😂🤣😂 War das jetzt nur hier, oder geht das so weiter? Mal schauen 👀!

Ist der Krummschnabel echt? Ja, der ist echt!
Ist dieser Baum echt? Oder vertrocknet? Ja und nein. Der ist echt und nicht vertrocknet. Ein ganz besonderes Exemplar ist das.

Und dann schlägt mein Herz höher❣️ Ein Baobab, ein Baobab und was für ein super Teil❣️

Ach nein, es ist ein australischer Boab. Und wo wächst der? Im Kimberley! Da, wo wir mit dem Hilux hinfahren werden. Supertoll!!! Aber verwandt ist er mit dem afrikanischen Baobab und mit dem aus Madagaskar. Die Madagaskar Baobabs hatten es mir ja angetan. Ich wollte sie sooo gerne anfassen, umarmen oder wenigstens berühren. Ging ja nicht, da wir dort, wo sie wuchsen, nicht ankern konnten. Ich konnte sie nur aus der Entfernung vom Boot aus sehen. Damals blutete mir das Herz. ❤️‍🩹 Und hier, dieser Botanische Garten in Darwin hat Boabs, Flaschenbäume, die aber nur weit entfernt mit den Baobabs verwandt sind u n d Baobabs aus Madagaskar. 🥳 Und, ich kann sie alle anfassen, unfassbar! Nein, echt fassbar! 😍

Ist der noch in der Pubertät?
Der hat so viele Pickel. 😉
Ein wirklich tolles Exemplar❣️

Diese Bäume, zur Gattung Adansonia gehörend, haben es gemein, dass sie in der Trockenzeit keine bis nur ganz wenige Blätter haben. So verdunsten sie kein unnötiges Wasser und speichern es lieber in ihren dicken Stämmen für die spätere Blüte und ihre Blätter. Ganz schön schlau.

Ich glaube, dieser Garten hat sich auf Bäume spezialisiert. Das ist mein Garten, das gefällt mir❣️

Ein weiterer Boab. Jetzt in feinem Ringelkleid.
Ein schlanker Flaschenbaum, neben dem schlanken Mann mit Kleid. 😄
Der ist aber auch schön❣️

Eine Flasche? Ein Boab? Oder ein Süßhülsenbaum? Ich glaube Letzteres. Auf jeden Fall ist er sehr resistent gegen Trockenheit, speichert ebenfalls Wasser in seinem dicken Stamm und lebt im Süden Madagaskars.

Und das? Fuß in Sandale auf Kunststeinplatte.
Zur Abwechslung ein pinker Blütenstand und ausgefallene Baumfrüchte. Die Früchte hatten wir schon einmal in Neuseeland.
Trommelwirbel 🥁, und nun der Baobab aus Madagaskar.

Da, wo Klaus mit dem Finger hinzeigt, da waren wir mit unserem Boot, kurz bevor wir Madagaskar in Richtung Südafrika verlassen haben. Die Baobabs dort sahen aber schon etwas anders aus. Mal sehen, ob ich ein Foto finde aus meiner riesigen Sammlung von über 30.000 Bildern. 🤓

Da isser ❣️ Einer der mächtigen Baobabs der dortigen Region, ganz im Norden des Landes.
Und der da? Mit seiner einen Blüte?
Ein Bombaxgewächs ist ebenfalls ein wasserspeichernder Baum, der auch zu den Adansonias gehört. Und auch in Madagaskar wächst.
Baum-Fashion! Der Elefant hat aber ne schmale Fessel… 😉.

So, allmählich sind wir durch, durch diesen Botanischen “Baumgarten”.

Palmen mit witziger Haut, ein Stück Regenwald mit Klaus,…

und ein asiatisches Blumen- und Wasserparadies folgen noch.

Dann geht’s zurück zur Marina, die frechen Kakadus vertreiben…

Gsch, gschhhh…🧐

und beim noblen Griechen zu Abend essen.

Es hat super geschmeckt. 🤤

Wir schauen noch Ina’s Nacht, ich liebe diese Sendung, dann verabschiedet sich Klaus in seine Koje. Als ich wenig später auch die Segel streiche, kann ich mich gerade noch waschen, dann versagt einmal mehr die verfickte Frischwasserpumpe. 😠 Ich wecke Klaus jetzt nicht mehr, dieses Problem kann bis morgen warten.

Pitch Black

Hallöchen Kläusi, die Frischwasserpumpe ist kaputt……

1. Akt, Kläusi’s Ohr wird versorgt.
2. Akt, die Frischwasserpumpe wird repariert. Jetzt brummt sie so laut und vibriert so stark, dass ich eine kostenlose Popomassage bekomme und erschrocken aus dem Bett falle, wenn Klaus am Morgen wieder duscht. 🙈🙉🙊
Nun ja, Klaus ist einsichtig und tauscht im 3. Akt das Druckausgleichsgefäß aus. Das muss schon seit Ewigkeiten kaputt sein. Prokel, prokel, schwitz und schimpf, siehe da, die Frischwasserpumpe ist plötzlich deutlich leiser geworden. 👏
4. Akt, das Art and History Museum wird in Augenschein genommen.
Hier wird ganz groß und intensiv der Totalzerstörung Darwins durch den Wirbelsturm Zyklon Tracy gedacht. Am 24./25. Dezember 1974 wurde Darwin nahezu dem Erdboden gleich gemacht. 30.000 Einwohner mussten evakuiert werden.

Weihnachten 1974

Die Stadt wurde komplett neu aufgebaut, und das, nachdem sie schon 1942 durch einen fürchterlichen Angriff der Japaner in Schutt und Asche gebombt wurde. Darwin bekam mehr Bomben ab, als später etwa Pearl Harbour. Aber Darwin war und ist wichtig! Einmal als Tor nach Südostasien, dann als Hauptstadt des Northern Territory, als wichtige Militärbasis und als Touristenausgangspunkt für’s Kimberly und das rote Landesinnere, das Outback.
Ein weiterer Schwerpunkt des Museums ist die Geschichte der Aboriginal People, die mindestens seit 65.000 Jahren diese Gegend besiedeln. Mit dem Eintreffen der Europäer 1869 und die Begründung der ersten Siedlung namens Palmerston, später dann Darwin, wurde es zunehmend ungemütlich für die ansässigen Aborigines. Rechte besaßen sie keine, als vollwertige Menschen wurden sie nicht angesehen, und Bürger des eigenen Landes waren sie sowieso nicht. Ihre Kinder wurden ihnen genommen und in Missionen gesteckt. Zu körperlich anstrengenden Arbeiten wurden sie herangezogen und eine Assimilation wurde so umfänglich betrieben, dass man der Auffassung war, die Ureinwohner würden nach und nach aus dem Erscheinungsbild des Landes verschwinden. Was sie ja nun nicht taten. Auch ihre Kunst überlebte und findet bis heute rege Nachfrage. Ausstellungen und Museen zeigen ihre Werke, so auch hier.

Mir gefällt ihre Kunst sehr. Oft farbenfroh und mit vielen kleinen Punkten getüpfelt, kommt sie daher. Ausdauer und Muße must du da schon mitbringen.
Wir packen uns nun zusammen und laufen zum nächsten Akt dieses Tages.
5. Akt, Besuch des Nachtmarktes.
Hier gibt es viele, viele Futterstände und einige Nippesofferten. Ab 16:00 Uhr öffnet er seine Tore, aber schon da ist er massig gut besucht. Die Menschen knubbeln sich vor den Futterbuden,…

und noch mehr sitzen auf mitgebrachten Sandsitzern am Strand. Wieso? Wieso so viele? Ich frage mal… Ach sooo, es gibt nachher eine Flugshow. Alle 2 Jahre findet in Darwin und Umgebung ein großes, militärisches Flugmanöver statt, Pitch Black genannt. Alle befreundeten Nationen sind dabei, auch Eurofighter Piloten aus Deutschland. Einen sprechen wir an und er erzählt uns, dass sie hier mal so richtig, 3 Wochen lang, die Sau rauslassen können. Alles ist erlaubt, tiefste Tiefflüge, Überschallsausen inklusive Knall 💥 und wichtige Kampfmanöver. Auch das Zusammenarbeiten mit all den anderen Nationen wird trainiert. Wir spüren seine Begeisterung. Jetzt wird uns auch klar, warum wir schon die letzten Tage so viele Kampfjets gehört haben. Zur Freude der Bevölkerung gibt’s dann eben auch diese heutige Flugshow. Tja, und die Begeisterung der Menschen und ihr Stolz auf ihre Truppe ist unübersehbar.

Coole Teile von den Amerikanern. Sie können ihre Rotoren hoch und nach vorne klappen und so auch waagerecht über dem Boden oder Wasser stehen und senkrecht nach oben steigen.
Verschiedenste Kampfjets sind mit dabei. Auch die modernsten F 35
Kampfflugzeuge zeigen ihr
Können.

Übrigens, Deutschland hat solche modernen Maschinen natürlich nicht im Repertoire. Australien hat alleine 72 von diesen Dingern! Die sind vielleicht laut! 🙉 Unglaublich! Da hilft auch kein Ohren Zuhalten! Wir zuckeln dann mal wieder ab und erleben den letzten Akt an Bord von Yuti.

Eine Herausforderung für die Ohren, aber dennoch super cool! 😎
Abschlussfeuerwerk

Eine Leuchtkugelspirale, abgeschossen von einem weiteren Kampfjet, beendet das ohrenbetäubende Spektakel.
2.500 Soldaten und Soldatinnen werden nun weiterhin über der Wüste Australiens trainieren. Hoffentlich wird keiner zu übermütig und alle kommen heile und gesund wieder zurück in ihre 21 Heimatländer.
Wir gehen dann mal schlafen und träumen,… ja, von was eigentlich? Vielleicht vom Fliegen solch eines irren Kampfjets?!

Gute Nacht alle miteinander. 👋

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