Erdbeeren-🍓 und Blumenfelder 💐, Blicke über den Hügel von Selong 👀 👀

und ein israelisches und deutsch-türkisches Pärchen.

Iskander steht bereit, lädt uns ein und weiter geht die Fahrt über die Insel. Bukit Selong ist unser erstes Etappenziel, der Hügel von Selong. Wir fahren wieder eine ganze Weile und ich sauge alle Eindrücke in mich auf und mache Fotos. 📸

Reisfelder, Baumwollbaum, Blütentraum
Vermutlich sehe ich dort eine Sasak-Prozession. Die Beinkleider aller und die Kopfbedeckungen der Männer sprechen dafür.
Im Hintergrund links, der Rinjani. 🌋
Und plötzlich eine „Mode-Boutique”.
Hier liegt jetzt gerade gar kein Müll herum❣️
Aha, eine Moschee. 🕌
Und noch eine…
Jetzt geht’s aber los!
Klein doch fein. 🕌
Hübsch 🥰
Eine Hotelanlage mit einzelnen Cottages.
Segways? 😳
Meeting Point Basecamp

Wir sind gleich da und fahren gerade noch durch eines von mehreren Basecamps für die Besteigung des Rinjanis. Hier treffen Wanderer auf ihre Sherpas, bereiten sich, den Proviant und die Route vor und begeben sich auf eine meist mehrere Tage dauernde, anspruchsvolle Tour. Klaus und ich hatten und haben natürlich auch über so eine Tour nachgedacht, aber dabei ist es dann auch geblieben. 😅 Wir bräuchten definitiv mehr Zeit, der Aufstieg ist sehr geröllig, weiter oben wäre man nur noch in Wolken, und der lange Abstieg müsste knietechnisch auch irgendwie noch von Klaus überstanden werden. Also besteigen wir nur den Hügel von Selong und gut iss!

Da schau einer an! Klaus ist wie eine Bergziege, Zack, Zack, Zack, oben. Ich mühe mich da deutlich mehr! 🥵

Die Blicke sind es aber wert❣️

Reis, Reis, Reis 🌾…
Nee, nee, nee, das ist nicht alles Reis.
Die meisten Rechtecke sind nicht mit Reis bestellt.
Halten die Strippen?
Das ist nur ein Teil der Moscheen in diesem Tal. Da möchte ich nicht wissen, was das für ein akustisches Durcheinander gibt, wenn die alle anfangen zu schreien… 😱!
Die vielen indonesischen Fahnen sollen die Nationenbildung unterstützen.

Wie viele verschiedene Ethnien hat Indonesien denn nochmal?

Poah, ist ja irre!

Wir sind da auch schon der ein oder anderen Ethnie begegnet:

Also, für einen Staat, beziehungsweise eine Regierung, ist das eine Mammut-Aufgabe so einem Vielvölkerstaat gerecht zu werden. Iskander, der heute mit uns auf den Hügel gestiegen ist, ist nicht gut auf die aktuelle Staatsführung zu sprechen. Viele Abgaben und Steuern, sowie eine ausufernde Korruption belasten ihn sehr. Auch nicht gut zu sprechen, ist ein junges, israelisches Paar auf Netanyahu und seine ultra orthodoxen Mannen. Wir treffen sie hier oben auf einer Bank, sie bieten uns frische Erdbeeren an, und wir unterhalten uns sehr, sehr nett und intensiv. Beide waren lange beim Militär und sind sofort nach Beendigung auf Reisen gegangen, so lange das noch geht. Sie hatten Sorge wegen der großen, islamischen Bevölkerung hier, wie man sie wohl behandeln würde. Dabei halten sie ihre Herkunft möglichst geheim. Zum Reisen haben sie extra andere Pässe, um nicht in Schwierigkeiten zu geraten. Zu ihrer freudigen Überraschung stellten sie fest, dass hier bisher keine antisemitischen Parolen, Wandschmierereien oder anderes auf sie einwirkte. Tja, in Deutschland, insbesondere in Berlin, ist das mittlerweile anders, schießt es mir durch den Kopf.
Sie hoffen sehr auf die anstehenden Wahlen in diesem Herbst, hoffen auf einen Politikwechsel und eine Beruhigung in ihrer Region. Ja, da drücken wir ihnen ganz feste die Daumen und hoffen nur das Beste für sie und ihr geschundenes, doch so wundervolles Land. Wir waren ja vor Jahren dort, mit Studiosus, und waren über alle Maßen begeistert!!! Es war bis zu unserer Weltumsegelung die beeindruckendste Reise unseres Lebens und ging ganz, ganz tief unter die Haut. Jetzt kraxeln sie leichtfüßig den Hügel hinunter und schwupps gesellt sich ein junges, deutsch-türkisches Paar aus Dortmund zu uns. Erst bin ich etwas irritiert über ihren Hijab und ihr akzentfreies Deutsch, erst dann begreife ich, dass sie beide deutsche Moslems sind. Auch wir vier unterhalten uns prima. Sie erfahren von unserer Segelreise rund um die Welt und wollen jetzt alles ganz genau wissen. Besonders er ist total geflasht und wird ganz nachdenklich bezüglich ihrer weiteren gemeinsamen Lebensplanung. Dann kommt auch noch ein älterer Mann zu uns und stellt sich als alleinreisender Deutscher vor. Er kurvt hier mit nem gemieteten Mopped herum und berichtet uns vom touristischen Ansturm auf Bali. Da war er schon und fand es grenzwertig. Okay, jetzt haben wir aber echt lange hier oben gequatscht. Iskander saß etwas abseits und ist hoffentlich nicht schon eingeschlafen. 🤭 Nun laufen wir mal zurück zu seinem Auto.

Schnell noch einen großen Schluck vom Blick nehmen…
und dann ab dafür!
Balirinder, muhhh…
Einfache Behausung.

Zum Mittagessen wollen wir zu den Erdbeerfeldern. Da aber gerade Wochenende ist, ist der Teufel los. Doch Iskander wurschtelt uns bravorös hindurch.

Überall stehen Obst- und Gemüsestände am Straßenrand. Die Feldfrüchte quängeln sich super frisch und saftig aneinander. Kauf mich, kauf mich! Es sieht sehr verlockend aus❣️
Die Straßen werden eng und einfach, die Kuppeln der Moscheen golden.
Sich da noch unversehrt durchzuquetschen wird zur Herausforderung!

Dann erreichen wir die Felder und Futterbuden. Der Menschen- und Fahrzeugandrang ist riesig! Iskander findet trotzdem einen Parkplatz.

Reis
Salatköpfe
Erdbeeren 🍓 mit farblich passendem Motorrad und Fahrer.
In dem hochgebauten Grasdachhaus sitzen die Sonntagsgäste und lassen es sich schmecken.

Und jetzt kommt der Augenschmaus❣️ Die Blumenfelder sind der eingentliche Magnet für die Menschen. Hier wird geschnuppert, gewandelt und vor allem fotografiert! 📸 Eigens dafür gebuchte Fotografen sollen das perfekte Foto machen, erzählt uns Iskander.

Das ist aber bestimmt der Mann von der genanten oder genervten Lady.
Na, wer sticht hier wen aus? Die Blumen, die Damen oder ihre Sonnenschirme?

Vis à vis zu diesen herrlichen Feldern essen wir nun gemeinsam zu Mittag. Es ist auf jeden Fall einfacher als noch gestern im Nobelhotel, aber es schmeckt besser❣️ Reis mit Hühnchen, gebratene Nudeln mit Hühnchen, Gemüse dazu und sauleckere Reiswaffeln sind ein Gaumenschmaus. Auch die Atmosphäre ist trotz der vielen Menschen entspannt, friedlich und einfach schön. 🥰 Hiernach bahnen wir uns den Weg zurück zum Wagen und fahren noch ein gutes Stück bis zu unserer zweiten Unterkunft.

Das Schild am Haus bedeutet übrigens “Haus der Souvenirs” von Sembahulun.
Hier wächst, blüht und gedeiht auch der rote Weihnachtsstern.
Die Strecke ist gut befahren und wird von vielen Affen flankiert. Sie hoffen wohl auf rausfliegenden Abfall.
Was hier auch viel angebaut wird ist Tabak. Wichtig, bei dem hohen Konsum der männlichen Bevölkerung. Die Lebenserwartung ist auch entsprechend niedrig. Irgendwas mit 70… Iskander erzählt uns von Nachbarn und Freunden, die schon mit 50 den Löffel abgegeben haben. Aber Iskander raucht trotzdem eine nach der anderen. 🚬🚬🚬
Moschee
Brrrrrummmm💨
Es wird immer dunkler,…
dann fallen sogar Tropfen. 🌧️
Moschee mit Lautsprecherkranz. 📢
Geflügeltransport
Moscheen, viel Kabelsalat und Roller ohne Ende.

Dann wird es wieder grün und ländlich. Bald sind wir da.

Genauso muss der Reis im Wasser stehen.
Gemüse, Gemüse, Gemüse 🥒 🥬 🥕
Holzbau mal anders. Der Geldsammelbehälter auf dem Hocker spricht für einen Moscheeneubau.

So, und jetzt sind wir da. Oh, ganz nahe an einer Moschee liegt das sehr schöne, französisch geführte Hotel, “Les Rizières”, “Die Reisfelder”. Wir verabschieden uns bis morgen von Iskander und werden herzlichst empfangen vom Rezeptionisten des Hauses. Wir müssen nicht die Schuhe ausziehen 😉 und werden zu unserem schönen, großen Zimmer geführt. Dort weist uns der freundliche Mann zu allererst auf die bereitliegenden Ohrstöpsel hin. Ich schalte nicht sofort. Ach sooo, wegen der nahen Moschee! Alles klaro. 🙉 Im letzten Etablissement lagen auch schon 2 Paar Oropax bereit. Ist ja nett. 👍

Das Bad unter fast freiem Himmel ist der Knaller. 🤩 Überhaupt ist hier alles sehr, sehr schön und geschmackvoll.
Da ruhen wir uns doch erstmal einen Moment aus. 😊

Doch lieber sitze ich draußen, auf der Terrasse, lasse mir meinen Willkommenstrunk schmecken und genieße das Drumherum. Wir sitzen praktisch mitten in den Reisfeldern, genauso wie sich dieses schöne Haus ja auch benennt. Passt❣️

Das viele und saftige Grün ist eine Wohltat für die Seele. Genauso habe ich mir Indonesien vorgestellt. 😌 Das hier ist wirklich ein ganz wundervoller Ort. Genießen ist angesagt.

Dekadent, wenn andere arbeiten müssen. 🫤

Später gehen wir rüber zum Haupthaus und essen sehr lecker zu Abend.

Eine Oase inmitten von saftigem Grün, Blüten und Früchten. 🤩

Bewacht vom deutschen Schäferhund. 😉

Wir schlafen gut, trotz Muezzin, den ich auch ohne Oropax gar nicht höre. Erstaunlich. Na dann bis morgen… 😴😴

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