Was ham mir sonst noch so erläbt?

Klaus dichtet ab…

Hoffen wir mal, dass es das war!
Die Mauritianer verlassen East London…

Durch diese enge Gasse muss er kommen. Jepp, dann also doch an uns vorbei. Geht doch.

Bye, bye… 👋, Astrid, Bryce, Abby, Hector und Sky 👋.
Kurz zuvor war Bryce noch bei uns, Boot angucken. Er war hell auf begeistert! 🤩 Sooo viel Platz, Helligkeit, Modernität, Raumausnutzung und Equipment. Im Anschluss waren wir auf seiner Outremer und verstanden sofort, was er meinte. Zwar ist sein Boot größer und schneller, der Platz zum Leben aber um einiges geringer als bei uns. Dazu hat er ein altes Modell. Nee, da wollen wir nicht tauschen!
Dann sind noch Peter, der Club Chef und Linda, seine Frau bei uns an Bord. Auch sie sind begeistert. Peter sah schon viele Boote kommen und gehen und beglückwünscht uns zu unserer Wahl. What a wonderful boat ❣️ Danke ☺️.
Jetzt gehen wir shoppen. Und zwar dieses Mal zur Hemingways Mall. Der Uber Fahrer ist der Hammer!!! Voll auf Droge, oder unglaublich gut drauf… 😂. Vorhin kam die siegreiche Rugby Mannschaft nach East London, fuhr per Bus durch die Straßen und ließ sich und ihren vierten Weltmeistertitel feiern. Alles ist hier aus dem Häuschen und unser Fahrer noch eins mehr… Mann ey, das ist so cool, das vereint unser Volk, so wie Mandela, schreit er begeistert! Und als er erfährt, dass wir Weltumsegler sind, flippt er vollends aus. Kreischt und schlägt aufs Lenkrad… Mann, das gibt’s doch gar nicht? Wir wären ja voll crazy, lacht er laut. Wir müssten unbedingt den Film „Nowhere“ schauen. Den hätte er gestern geschaut… Frau, schwanger, allein im Container auf offenem Meer, bekommt das Kind, Container sinkt… Leute, den müsst ihr schauen, auf Netflix, unbedingt…, brüllt er. Dann sind wir da. Danke für die Fahrt, Kumpel, war echt lustig. 😝 😅 🤣
Die Mall ist prima! Hier gibt es wieder alles was das Herz begehrt, nur keinen Baumarkt. Dafür einen bestens sortierten Supermarkt im Woolworth. Also mit leeren Händen werden wir dieses Etablissement nicht verlassen.

Es wird Zeit, die Motoren zu kontrollieren, Ölstand, Kühlwasser und das Öl der Saildrives. Mist, auch bei meiner Seite ist das Öl schon milchig und schaumig. Nicht so arg wie auf Klaus‘ Seite, aber auch nicht gut! Zumindest auf Klaus‘ Seite müssen wir das Öl abpumpen, so gut es geht und neues einfüllen. Die Dichtungen erfüllen wohl nicht mehr ihren Zweck, das Salzwasser vom Öl fernzuhalten. Mist 🤦! Wir bekommen nur einen halben, von zwei Litern raus. Blöd. Nun, das Boot muss raus! So können wir nicht bis Panama fahren! Aber wann und wo?? In Richard’s Bay? Ha ha ha, da fahren wir bestimmt nicht mehr zurück. In und um Cape Town gibt es mehrere Möglichkeiten. Klaus schreibt sie alle mal an. Werden wir Antworten bekommen?
Was kommt da denn angefahren? Ein riesiger Frachter.

Ahhh, der holt wohl die Autos ab. 🚖🚘

Orchidee ACE, 200 m lang und 32 m breit, fährt unter japanischer Flagge und ist ein Fahrzeugtransporteur.

Auch mal interessant so etwas life mitzuerleben.

Von Pilotbooten wird er an die Kaimauer geschoben und vertäut.

Dann wird die Rampe herunter gelassen, gaaanz langsam.

Bis hier aber mal die wartenden Autos verladen werden gehen viele Stunden ins Land, und eher fahren Fahrzeuge raus statt rein.

Das wird wohl noch die ganze Nacht benötigen. 🚖🚘🚔🚖🚘🚘🚔🚘🚘🚖

In der Nacht kommt ordentlich Regen vorbei …. und, es kommt nichts mehr reingetropft ins Boot. Juhuuu, Klaus hat mit seiner Abdichtungsarbeit wohl das Loch erwischt. 👏
Der Regen hat sich verzogen, die Autos noch nicht. Eine größere Menge an Mercedes C-Klasse Wagen wartet immer noch auf die Verladung…

Eine Haul Out Möglichkeit hat bereits geantwortet. Frühester Termin, Ende Februar. Na super… 🙄. Das ist viel zu spät. Komisch, diese Destination ist ziemlich außerhalb und weit weg von Kapstadt und schon alles voll… Mist! Da wird‘s bei den anderen wohl nicht besser aussehen?! Da fragt Klaus doch mal bei Richard nach, dem so netten Manager von Hout Bay, unserem Zielhafen bei Kapstadt. Jau, Richard schlägt vor zu beachen. Das wäre ja mal was ganz neues… Yuti könnte das wohl, das heißt bei auflaufender Flut mit den Minikiels in den Sand fahren, auf Ebbe warten und flotti karotti die Propeller raus, Öl ablassen, Dichtungen erneuern und wieder alles zusammensetzen. Wobei der Zeitdruck immens wäre und die Tide nur gering. Richard meint, das hätten sie schon öfter gemacht. Immerhin, es wäre eine Möglichkeit. Schauen wir mal.
Jetzt machen wir erst mal einen Ausflug. Wir wollen zum Strand, zum Nahoon Reef, einem Naturreservat an der Küste. Auf dem Weg dorthin werden wir Zeugen eines Überfalls. Wir kapieren es erst gar nicht, so schnell geht alles. Wir stehen im Stau, vor uns ein BMW Mini, drinnen am Steuer (rechts), eine junge, hübsche Weiße mit Handy am Ohr, Fenster geöffnet. Zwei junge Schwarze nähern sich, einer klopft links ans Fenster, sie schaut rüber, der zweite steht rechts neben ihr, schnappt sich ihr Handy, und beide wetzen davon. Sie springt raus, lässt ihren Mini gerade so stehen wie er ist und sprintet hinterher… Verrückt!!! Mehr können wir nicht sehen, wir fahren weiter. Na hoffentlich fährt nicht ein dritter Schwarzer noch mit ihrem Auto davon… Wir sind echt betreten, was für ein gefährliches Pflaster. Der Witz, alles spielte sich genau vor der Polizeistation ab. Unser Taxifahrer, ein Schwarzer, sagt nur kopfschüttelnd, those guys….
Richtung Nahoon Reef wird es immer grüner und schöner. Aber auch windiger und einsamer. Dann sind wir da. 👍

Nun kraxeln wir mal nen bisschen herum.

Da durch geht’s runter zum Strand. Hübsch!

Ja, da könnte man wohl baden gehen, wenn es nicht so windig und kühl wäre. Später sehen wir hier noch ein paar Surfer. 🏄‍♂️
Da fällt Klaus blitzartig ein, das Café am Anfang des Parkplatzes schließt in ner guten Stunde. Aber hallo, dann nichts wie zurück!

Das haben wir ja gerade noch rechtzeitig geschafft 😋! Es ist sehr nett hier und echt lecker. Nach uns wird dann auch abgeschlossen und wir wandern noch ein bisschen durch die Dünen. Vieles erinnert mich stark an Sylt. Der Sand, die Wege, der widerstandsfähige Bewuchs. Einfach schön hier.

Im Hintergrund liegt das Café, welches einst von Mercedes gesponsert wurde.
Der Sand übernimmt…

Dann geht’s zurück zum Parkplatz, vorbei an Gedenksteinen, oder sind es Grabsteine?

Auf jeden Fall waren das Menschen, die das Meer liebten und genau auch diesen Platz. Jeder kann sich selber Geschichten zu ihnen ausdenken….
Dann noch dieser Stein:

Was heißt das? Klaus meint, Pipi machen… 😂, nee, einen Spaziergang machen. Okay, haben wir gemacht. Nun brauchen wir nur noch ein Ubertaxi zurück. Dumm nur, dass unsere SIMCard just im Moment alle ist, warum auch immer, und wir kein Internet haben um eines zu bestellen. Was nu??? Ich schau mich mal um und entdecke drei Autos mit jeweils einer Person drinsitzend. Ich glaube, einen davon sollten wir ansprechen. Etwas mulmig ist uns schon. Aber, unnötig, der Angesprochene ist mega freundlich und lässt uns sein Internet nutzen. Klaus bestellt ein Uber, Uber kommt, wir bedanken uns aufs Herzlichste und gurken zurück zum Yacht Club.
Langer Tag-müde-ab aufs Sofa im Salon-ausruhen-fertig.

1 Kommentar

  1. Tatsächlich wie Sylt, klasse! Das Café sah wirklich nett aus, man glaubt ja gar nicht, wie „normal“ für uns es auch ganz woanders auf der Welt ausschaut und abläuft (einfach Uber bestellen)! Viel Spaß wie mit dem Uber-Fahrer und trotzdem immer gut aufpassen! 🫶

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