Darwin

Juchhu, juchhe, wir sind drinnen❣️
Ach wie ist das schön, so ruhig schlafen zu dürfen und das so lange der Körper mag!!! Ohne die anstrengenden, Schlaf unterbrechenden Nachtwachen absolvieren zu müssen! Einfach göttlich❣️Die Sonne lacht uns vom blauen, wolkenlosen Himmel entgegen, wir haben unseren Call mit dem Schleusenmeister gehabt, sind losgemacht, die Motoren blubbern vor sich hin, und wir warten auf das Aufgehen des Schleusentors .

Es ist soweit.
Wir sind drinnen, das Tor ist zu.
So tief wie möglich sollte Yuti festgemacht werden, denn es geht ein Stück hinunter.
Na? Alles klar da hinten?
Noch ist vorne das Tor zu.
Jetzt passiert was. Es öffnet sich.

Nun sind wir auf dem Wasserniveau der Marina und fahren zu unserem Liegeplatz. Schöne Villen liegen an Land, mit teils ordentlichen Yachten davor.

Das linke Objekt hat ja ne richtige Showtreppe.

Und schwupps sind wir in unserer C13/C14 Box.

🥳
Vor uns, vis à vis liegen auch ein paar hübsche Häuser, mit je einem anderen Restaurants unten drinnen.

Nachdem Yuti gut gesichert in ihrer Box liegt,…

schauen wir uns nochmal ganz in Ruhe die Marina an.

Zumindest gibt es hier mal Krokodile. Auch wenn sie „nur“ aus Bronze sind.
Für Cola ist es nicht zu begeistern, zumal wenn die Flasche noch verschlossen ist. ☺️
Dann schon eher für so nen dicken Happen. 😆
Hübsch und gepflegt ist es hier, die Rasenkanten sind perfekt getrimmt. Wieder einmal. ☺️
Aber schwimmen sollte man nicht. 🙁 Vor Krokodilen wird gewarnt, klaro, und gefährlich Quallen gibt es das ganze Jahr über. Na so ne Scheiße!

Der Beachbereich ist aber schon schön,…

besonders beim Sonnenuntergang. Da werden wir auch nochmal gucken kommen. Definitiv! 🌅

Die Umgebung ist nett angelegt, darauf gibt es erstmal ein Eis. 🍧

Voller Hingabe verschmatzt mein Mann seine Lieblingssorte, Zitrone❣️

Dann schauen wir uns die bunte Welt der Restaurants an. Eines sticht durch witzige Deko besonders ins Auge.

Das Lola‘s ist wie ein großer Zirkus oder eine Kirmes. Von den Gästen heiß geliebt, ist es zu jeder Zeit gut besucht.

Dann gibt es noch einen noblen Griechen, einen Inder, ein Café und verschiedene asiatische Tempel. Und ein beliebtes Fischrestaurant mit Buffett, „All you can eat“. Also, es gibt viel zu tun, fangen wir an. 😝

Glücklich hier zu sein❣️
Wir haben eigentlich nicht viel übrig gelassen, …
aber für diese zwei Hübschen ist es noch genug.

Zwei Blauohr-Honigfresser nehmen auch ganz gerne mal Kuchenkrümel. Es muss nicht immer Honig sein. 🍯

Abputzen nicht vergessen.

Dann gibt es in der zweiten Reihe noch eine Pizzeria,…

ein Steak House 🥩, ein Krabbenrestaurant 🦀 und viele fürs Outback geeignete Fahrzeuge samt Insassen.

Na, der hat alles Lebensnotwendige dabei! 👍

Ja, hier geht es etwas zünftiger zur Sache. Das Wetter stellt auch größere Herausforderungen an die Menschen als anderswo. Da musst du noch nicht einmal ins Outback reisen. Obwohl Darwin auch als das Tor zum Outback gilt. Jetzt herrscht gerade die geile Trockenzeit mit ganz viel Sonne aber erträglichen Temperaturen und so gut wie keinem Regen. In der nassen Periode sieht es hier wirklich anders aus. Massive Gewitter, schwüle Hitze, Wirbelstürme und Regenfälle, als gäbe es kein Morgen mehr, stehen dann auf der Tagesordnung. Da musst du schon was wegstecken können und dein Auto auch. Bis dahin sind wir aber schon über alle Berge, beziehungsweise über alle Meere. Wobei uns in Indonesien und Malaysia auch wieder mehr Luftfeuchtigkeit und Regen erwarten wird. Doch zuvor möchten wir ja noch in die Wüste, ins Outback, zum Uluru, zum Kings-Canyon, ins Kimberley, und, und, und…. Darum muss sich jetzt gekümmert werden! Es herrscht Hochsaison und wir sind super spät dran.
Erste Priorität hat der Ayers Rock, in der Sprache der dortigen Aboriginal People, der Uluru, der heilige Berg. Noch im Juli ist nichts zu bekommen, aber im August. Ich fasse die vielen Stunden der Recherche und der Buchungsprozesse mal kurz und knapp zusammen. Vom 1. bis 6. August ist nun alles unter Dach und Fach. Die Flüge nach und von Alice Springs, ein Leihwagen und ein Hotel im Nationalpark, ein sehr schönes 🥰, sind gebucht. Von dort aus werden wir selbstständig den Uluru umwandern, die nahe gelegenen Berge des Kata Tjuta‘s besuchen und den weiten Weg zu den Königsschluchten machen. Diese 3 Highlights müssen einfach besichtigt werden, wenn man schon mal in Australien ist!
Das andere Gebiet, welches wir ja nun nicht besegeln werden, ist das Kimberley. Dennoch würden wir zu gerne etwas von dieser ganz besonderen Gegend sehen. Doch die Idee mit einem kleinen Flieger und vor Ort mit nem Heli auf einen dieser beeindruckenden Wasserfälle zu fliegen und dort zu wandern, lässt sich nicht verwirklichen. Diese Adventures sind über Wochen ausgebucht. Da müssen wir uns etwas anderes einfallen lassen. Mal schauen….
Jetzt laufen wir mal eben zur Bushaltestelle und halten Ausschau nach den kostenlosen Busverbindungen nach Darwin City. Und just im Moment kommt einer angefahren. Wir schauen uns an und steigen kurzentschlossen ein. Zacki Zacki sind wir an der Endstelle des Busbahnhofs, steigen aus und sind mitten im Geschehen. Ein thailändisches Fest wird lautstark zelebriert. Wir laufen jedoch weiter bis zur Waterfront.

Darwin, auch in der Trockenzeit grüner als gedacht.

Diese Waterfront wartet mit einer schönen Lagunenlandschaft auf. Alles zur Erquickung der Bevölkerung, und natürlich kostenlos!

Die Anlage ist top in Schuss und bietet Tische mit Bänken, Liegestühle, Sonnenschirme, Tagesbetten mit Matratzen, bequeme Stühle und eine immer besetzte Life Guard. Ach, ich vergaß noch den großen Spaßbereich für Kids zu erwähnen. Lauter luftgefüllte Hüpfburgen, Rutschen und Kissen, um ins Wasser zu jumpen und sich auszutoben. Das Publikum ist „europäisch“. Viele gepflegte junge Erwachsene, viele Kinder,…

Süß diese Zwillingsschwestern❣️ Sie machen alles gemeinsam.

ordentliche Menschen halt. Keine zwielichtigen Gestalten, keine Prolls, keine Aggressivos, nichts dergleichen! Niemand, der hier irgendetwas zerstört, ramponiert oder randaliert. Keiner, der Mädchen oder Frauen belästigen würde oder ähnliches.

Wir beobachten das alles ganz genau und staunen!

Dann befindet sich noch ein Freilichtkino mit Liegestühlen hinter der Gebäudereihe und ein Wellenbad gleich der Lagune gegenüber.

Hier muss ein kleiner Eintritt geleistet werden.
Die Krummschnäbel betrachten das bunte Treiben, täglich.

Restaurants, Cafés und kleine Geschäfte runden das innerstädtische Freizeitangebot ab. Gute 122.000 Einwohner hat diese Stadt am Top End Australiens. Sie ist die größte Stadt und gleichzeitig die Hauptstadt des Northern Territory.

Gedränge oder gar Überfüllung ist nicht zu entdecken. Was mir allerdings auffällt ist, Aboriginal People sind hier nicht zu sehen. Hmm… 🤔.
Wir laufen etwas weiter, um auch Woolworth‘s noch einen Besuch abzustatten.

Auf dem Weg zum Supermarkt begegnen uns dafür um so mehr Aboriginal People. Sie fallen allerdings aus dem allgemeinen Stadtbild sehr stark heraus. Überwiegend sehen sie verranzt und ungepflegt aus. Manch einer und eine sind deutlich alkoholisiert, oder stehen unter irgendwelchen anderen Drogen. Einige schlürfen barfuß und mit verlorenem Blick über die Straßen. Es ist ein trauriger Anblick! 😥 Mir schießt in den Kopf, dass sie damals, als sich die Engländer und andere über das Land hermachten, nicht als Menschen angesehen wurden. Ehrlich? Ich kann das noch heute nachvollziehen. Es kommt mir gar so vor, als würde der moderne Homo Sapiens dem grobgesichtigen, kantigen Neandertaler begegnen, oder einer Form des Urmenschen. Tief schwarze Haut, tiefliegende, dunkelschwarze Augen, wirres, zotteliges Haar, wulstige, hervorgewölbte Knochen über den Augenbrauen und knollige, breite Nasen.

Misstrauen, Ablehnung, Trauer, Resignation? (Internet)

Sie sind eher von kleinem Wuchs und viele sind adipös. Selten kommen sie alleine daher, eher in Gruppen sind sie unterwegs oder sitzen auf Bänken herum. Sie wirken abgeschottet, als hätten sie eine schützende Mauer um sich hochgezogen. Ich würde gerne mit dem einen oder der anderen in Kontakt treten, aber Blickkontakt oder ein zuwerfendes Lächeln sind nicht möglich.

Um Woolworth‘s herum.

Sie bleiben unter sich, sprechen ihre Sprachen, werden vom Staat alimentiert, nur wenige arbeiten. Zufriedene Menschen sehen anders aus. Die Eindrücke hier in der Stadt können trügen und lassen sich bestimmt nicht verallgemeinern. Ich hoffe, wir treffen noch auf gesellschaftlich integrierte Aborigines und kommen auch in Kontakt miteinander.
So, wir kaufen ein, bestellen ein Uber und sind in null Komma nichts zu Hause.
~~~~~~~~Pause im Salon~~~~~~~~~~~

Sonntag

Der angesammelte Müll ist entsorgt, nun müsste Yuti dringend vom vielen Salz befreit und ein Haufen Wäsche gewaschen werden. Aber, Klaus hat Ohrenschmerzen. Er möchte heute zu einem Audiogolisten. Zu einem was? Ja, das ist kein Ohrenarzt. Es ist jemand, der sich um Hörgeräte kümmert und Ohren sauber putzt. Oh ha, na gut. Und obwohl heute Sonntag ist, will er Klaus behandeln. Ist das cool? Um 10:30 Uhr sollen wir bei ihm sein. Mit Uber ist das gar kein Problem, und wir stehen noch vor der vereinbarten Zeit vor einem Privathaus. Ein netter Inder öffnet uns sofort die Tür und führt uns in sein Behandlungszimmer. Wir unterhalten uns köstlich und lachen viel, bevor er Kloos, so spricht er Klaus aus, behandelt. Er immigrierte als junger Mann, vor 25 Jahren. Er wollte unbedingt weg aus Indien, einem durch und durch korruptem Land, wie er sagt. Auch wollte er weg von den strengen Familienbanden und der ewigen Bevormundung, was eine freie Entfaltung nahezu unmöglich machte. Er studierte Mathematik und Wirtschaft und machte mit seiner arrangierten Ehefrau, die in Australien studiert hatte, die Flatter. Das war seine beste Lebensentscheidung überhaupt! Nun lebt er zufrieden und glücklich in einem guten Viertel von Darwin, mit seiner Familie, ob es noch die arrangierte Frau von damals ist, weiß ich nicht und befasst sich mit Ohren. Schöne Geschichte❣️ Jetzt kommt Kloos Ohr dran. Er saugt es aus, lässt mich gucken und diagnostiziert eine Mittelohrentzündung. Kloos braucht einen Arzt. Wie? Heute? Am Sonntag? Ja, ja, er ruft in einer größeren Allgemeinpraxis an und macht für Kloos einen Termin um 12:30 Uhr. Fertig! ✅ So problemlos und einfach geht das hier in Australien. 👍 Wir verabschieden uns herzlichst und düsen mit einem zweiten Uber zur Praxis. Eine Stunde sind wir zu früh und nutzen die Zeit, um in einem Restaurant-Café gegenüber lecker zu essen. Die Bedienung ist aus Fidschi, wir unterhalten uns prächtig. Bula, Bula, Bulaaa… 😄. Dann zurück in die Praxis, 7 verschiedene Professionen arbeiten hier zusammen. Das heute Sonntag ist merkt man null. Es herrscht ein ganz normaler Praxisalltag. Klaus wird vom Arzt abgeholt, der schaut in sein Ohr und verschreibt ihm ein Antibiotikum und Ohrentropfen. Damit war zu rechnen. Dann wird die Praxispauschale von 96,- australischen Dollar bezahlt und es geht mit dem dritten Uber zu der größten und günstigsten Apotheke. Die hat selbstverständlich auch ganz normal geöffnet. Draußen verabreiche ich Klaus gleich die erste Dröhnung. Zufällig sind wir gerade in der Nähe von Woolworth‘s und der Bushalte. So brauchen wir kein viertes Uber und fahren mit dem kostenlosen Bus zurück zur Marina. Mann Leute, hier läuft’s!!!
Wieder an Bord gibt’s ein Päuschen, und dann wird Yuti gewaschen und gewienert. Jetzt strahlt sie wieder in weißestem Weiß. By the way, Aschekringel fliegen hier auch in der Luft herum und setzen sich aufs Boot. Ganz wie auf Fidschi, wo die faserigen Pflanzenreste, die Bagasse, vom Zuckerrohr verbrannt wurden und ebenfalls in der Luft herumschwirrten. Hier ist es aber kein Zuckerrohr, hier sind es die üblichen Buschbrände, ob kontrolliert gelegt oder natürlich entstanden. Ahh so. Chat sagt, am besten immer gleich mit Süßwasser wegwaschen. Okidoki. Wir haben fertig. ✅
Guten Abend und gute Nacht. 🌙

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