Kata Tjuta

Heute wollen wir den 36 Köpfen mal auf den Dötz steigen. Etwa 30 Kilometer von unserer Hotelbasis entfernt, stehen sie in der Wüste herum. Wie kam jetzt das zustande? Eigentlich ganz ähnlich wie auch beim Uluru, nur dass hier großes und kleines Geröll und rundgeschliffene Kiesel in allen erdenklichen Größen verbacken wurden. Auch hier trug die Erosion wieder alles ab, bis eben auf dieses Konglomerat. So nennt man nämlich dieses “Steingebäck”. Auch Kata Tjuta hat eine große Bedeutung für die Anangu People, fast sogar noch eine größere als der Uluru. Wir werden den kompletten Loop laufen und uns das gesonderte Valley of the Winds (Walpa Gorge) anschauen. Diese Wanderungen sollen etwas anspruchsvoller sein, als der Base Walk um den Uluru, aber auch ungefähr 4 Stunden benötigen. Kata (Kopf) Tjuta (viele) bedeutet demnach, “die vielen Köpfe”. Einst waren diese Köpfe eine Bergmassivgesamtheit.
5 Millionen Jahre der Verwitterung brachten dieses Ergebnis zum Vorschein. Auch dieses Gebirge wurde einst tektonisch gehoben und gedreht.
Um diesen besonderen Ort zu erreichen, fahren wir 45 Minuten.

Unterwegs erleben wir den Sonnenaufgang.
Viele der Bäume, die wir zu sehen bekommen, sind Wüsten-Eichen. Zu Beginn sehen sie aus wie zottelige Zypressen, und erst wenn die Wurzeln Kontakt zum Grundwasser haben, entwickeln sie eine Baumkrone. Die Wurzeln speichern das Wasser, um die Trockenzeit zu überleben. Das wissen auch die Anangu, und gruben diese Wurzeln aus, um an Wasser zu gelangen.
In der Ferne, diesmal der Uluru.
Die Landschaft ist wunderschön ❣️

Es ist 8:00 Uhr und wir stiefeln augenblicklich los.

Klaus ist mir schon wieder entschwunden. 👋
Was für eine Wand! 😳
Nicht nur Kläusi ist einzigartig, auch diese Landschaft ist es❣️
Hier kann man gut sehen, wie Kiesel und Schotter zum Konglomerat verbacken wurden. Übrigens, wenn über Tag 36 Grad vorhergesagt werden, darf man diesen Punkt nach 11:00 Uhr nicht mehr passieren. Diese Gefahr besteht heute definitiv nicht.
Diese Region soll für herrliche Blütenwiesen bekannt sein. Schauen wir mal. 👀
Stimmt total❣️ Da muss ich knipsen und knipsen, auch wenn Klaus wieder auf und davon ist.
Was stehe ich denn da so x-ig herum? Hab’ ich etwa nen Kloß in der Hos’? 😝
So ein schöner Blick❣️
Ist das eine liegende Büste? Sieht aus wie wohlgeformte Busen noch VOR dem Stillen. 😝
Nun ja, ist dann wohl mehr ein Doppelkopp…
Die geröllige Steinstruktur ist gut zu erkennen. Auch, dass es noch eine darüberliegende Schicht gegeben haben muss, die mittlerweile fast ganz verwittert ist. Nur noch ein kleines Stück mit Flechtenbewuchs ist übrig.
Ganz überraschend gibt’s wieder mal ein Wasserloch mit schöner Spiegelung.
Jepp, der Weg ist geröllig und anspruchsvoller als der Base Walk gestern. Hier geht es auch viel mehr rauf und wieder runter. Und auch hier sind wir eher alleine unterwegs. Schööön❣️

Übrigens, der Kata Tjuta ist für die Anangu angeblich sehr heilig. Viele Teile ihrer Schöpfungsgeschichte haben hier ihre Wurzeln und leben nach wie vor für sie fort. Was bedeutet das für uns? Genau, Fotografierverbot, fast überall. Nein, überall, informiert uns eine Guide, die gerade mit ihrer Gruppe vorbeikommt. Ja hallo, geht’s noch? Sie ist natürlich wieder mal keine Aboriginal, nimmt ihre Aufgabe aber sehr ernst. Entsprechend machen ihre Gruppenteilnehmerinnen lange Gesichter. 🙁 Ich werde dieses Thema später wieder mit Chat diskutieren und berichten, dass die in ihre Selfies verliebten Asiaten so gar keine Rücksicht auf die Verbotschilder nehmen. Chat wird auch da wieder nicht einverstanden sein mit meiner Schilderung und mich vor falschen Verallgemeinerungen warnen. Ich glaube, Chat ist lebensfremd. Ja, das ist es. Und ich halte mich an die Asiaten und fotografiere, ununterbrochen. 😛

Das wäre jetzt eh erlaubt, auch Blumen am Wegesrand und sich selbst, aber nicht vor nem Kata/Kopf.
Und das? Weit genug weg. ✅
Erlaubt ✅
Durch diese enge Gasse werde ich kommen. Immer dem Käpt’n hinterher. 😅
Wir kommen dem entscheidenden Durchbruch ins Paradies immer näher. 😎
Trommelwirbel 🥁
Ui, ich höre die Engelein singen. 😇
Ohhh 🤗
Ahhh 🤩
Hallöchen 😘
Staun 😃
Und jetzt die Flügel ausbreiten und ins Tal hinunterfliegen… 🤩

Das wäre wirklich toll. Leider haben wir unsere Paraglider nicht dabei. Doch würde ich mich trauen, nach so langer Zeit? Wohl kaum und schon gar nicht ohne Fluglehrer. Also wird jetzt zu Fuß munter hinuntergestiegen. Wir wollen ja den ganzen Loop laufen!

Das wird der schönste Moment dieser Wanderung sein❣️
Mir san unne… 😎
Päuschen? Ja, Steinhockerpäuschen. 😅
Oder vielmehr Kniepäuschen. Ja, die Knie hatten gut zu tun, und das eine muckt jetzt rum. 😏

So, das haben wir mal geschafft. Drei Stunden haben wir für diesen Loop gebraucht und etwas Knieknorpel dort gelassen. Zumindest mal Klaus. Jetzt nur noch zurück ins Auto und ein kleineres Stückchen weiterfahren, um die windige Schlucht zu erkunden. Walpa Gorge, wir kommen… 🌬️

Der Weg hinein in die Schlucht und zurück ist nochmals 2,6 Kilometer lang. Der Wind pfeift uns, wie es der Name schon verspricht, kräftig entgegen.

Na Kläusi, geht’s noch?
Geht doch. Hältst ja schon die Schlucht offen. 💪
Dolle Schlucht❣️
Ein keiner Schluchtensee? Sehr hübsch und spiegelklar.
Da ist auch der große Klaus ein kleiner Klaus gegen diese Sand-Kieselsteinwand!
Hier ist Schluss, schade. 😏
Aber nicht für’s Teleobjektiv. Aha, da ist mal was größeres runtergekommen.
Ich ihn,… 📸
er mich. 📸
Der war dann zufällig auch noch mit drauf. 🤷 So sehen hier übrigens viele australische Männer aus.

Wobei dieser Herr seinen Bart gut gepflegt trägt. Andere haben oft so nen richtigen Zauselbart und öfter auch in rot.

Das Schluchtendach, oder die Öffnung zum Himmel.
Abmarsch..,
Geschafft❣️

Auf dem Weg zurück zum Hotel, gibt es nochmal einen schönen Blick auf den Uluru.

*****************The End*****************

P.S.: Jetzt aber nicht mehr lange fackeln und ganz schnell ins Bettchen. Morgen gibt’s einen sehr laaangen Tag. Wir fahren circa 370 Kilometer eine Richtung zum Kings Canyon und wieder zurück. Ein Must-See, wie man uns immer wieder sagte. Allerdenn…. Gute Nacht 🌙.

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